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Link Economy und Newsbranche by Splitney

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Friday 28 May 2010 - 00:13:42 - Gewissen Internet-Medien wird ja nachgesagt, dass

Freiwillig für Content bezahlen? by Splitney

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Politik und Web by Splitney

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Warum Verlage nicht Schuld am Untergang des Journalismus sind by Splitney

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SEO by Splitney

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Saturday 01 May 2010 - 02:48:49 - Internet Marketing wird gerne mit SEO (Search Engi

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Friday 28 May 2010 - 00:13:42 by Splitney

Gewissen Internet-Medien wird ja nachgesagt, dass Verlinken dort ein Fremdwort ist. Während eine spärliche Linksetzung bei denen eine Strategie ist (die nicht aufgeht), ist es bei einem Blogger vielleicht eher der innere Schweinehund in Form von Faulheit. "Link mal wieder" sollte das Motto sein. Denn Verlinken ist nicht schädlich - solange der Link gut ist. In der Form, dass er ein ergänzendes - und damit wenig konkurrierendes Informationsangebot darstellt. Denn dann kommen die Informationssuchenden auch wieder zur Anlaufstelle zurück.Gute Links aussuchen will gekonnt sein. Entweder rein maschinell als algorithmisch sortierte Liste, von Google sehr erfolgreich praktiziert. Oder in Form von Infohappen, die Links bereitstellen mit treffendem Kommentar und Wertung. Oder eben die normale Blogform mit eigenen Artikeln und - manchmal zu selten - eingestreuten Links.
Überlegene Inhalte werden immer besucht. Bietet man nur Einheitsbrei wie die traditionellen Printmedien es online tun, wird es natürlich kritisch mit dem Überleben als Wirtschaftssubjekt.Was in der Diskussion zum Übergang des Verlagswesens in die Online-Welt gerne vergessen wird, sind die einfachen ökonomischen Grundsätze. Geht es um die eigentliche "Linkwirtschaft", ist festzustellen, dass die verschiedenen journalistischen Leitmedien aus der Vorzeit nun einfach das Problem haben, dass es zu viele Anbieter mit austauschbaren bzw. qualitativ völlig gleichförmigen Inhalten gibt. Mangelhafte oder fehlende Verlinkung ist immer ein Ärgernis. Aber Verlinkung bringt in dieser Situation für niemanden einen Mehrwert - sie wird zur Nebensache. Es liegt daran, dass das Gesamtangebot an Newscontent einfach zu gleichartig für die Menschen ist, als dass man bei irgendeinem einzelnen Anbieter als Kunde bleiben und dafür zahlen wollte.Somit sind die neuen Marktbedingungen durch die Innovation Internet, die die Substituierbarkeit der Mainstream-Nachrichten ja erst für jedermann sichtbar macht, schuld am Ganzen - natürlich neben dem Aspekt, dass viele Online-Medien eben nicht kreativ genug sind, um gewisse Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten. Statt dessen versucht man durch weniger Links einen Zaun um das eigene Angebot zu ziehen. Ein Unterfangen, dass ohne eine starke Anziehungskraft und angesichts von Suchmaschinen, Twitter und linkfreudigen Blogs ziemlich sinnlos ist. Im Endeffekt wird bedingt durch Austauschbarkeit und geringe Markenpräsenz zu wenig Traffic generiert und damit wirtschaftlich gesehen ein solches Angebot obsolet.Es ist aber gerade in diesem Zusammenhang irgendwann dämlich, wenn einige Iphone-Streichler meinen, man müsse die Holzmedien daraufhin bis zum Geht-nicht-mehr totreden. Die Internetökonomie richtet solche Dinge von selbst. Viele Zeitungen und Zeitungshäuser werden aus marktwirtschaftlichen Gründen vor die Wand fahren - und zwar egal, was sie jetzt tun: es ist zwangsläufig kein Platz für alle journalistischen Anbieter von Neuigkeiten, als Unternehmen gewinnbringend zu operieren. Vieles von dem, was wir momentan von Verlegerseite sehen, sind hilflose Versuche von Protektionismus. Viele Arbeitsplätze in Redaktionen werden abgebaut werden. Viele werden aber in der ein oder anderen Form weiter existieren. Genauso werden auch viele Printprodukte weiterhin gelesen werden. Es wird immer Gedrucktes geben.WTF? Das ganze Thema ist durch. Einigen wir uns darauf, dass das alte Konstrukt einfach nicht mehr passt: Verlage sind online einzelne Publisher. Arbeitsplätze schaffen in neuen Redaktionssystemen ist jetzt viel eher angesagt als immer das gleiche Verlagsbashing.

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Wednesday 19 May 2010 - 16:49:06 by Splitney

Die neuen Micropayment-Dienste ermöglichen das Übersenden von Spendengeldern an Online-Publisher. Klingt zunächst mal gut, werden hiermit doch Texte im Bezug auf deren Monetarisierung endlich von der primären Frage der Werbetauglichkeit befreit und der Nutzwert für den Leser in den Fokus gestellt. Allerdings sprechen gewichtige Punkte dafür, dass sich allein durch die Möglichkeit Micropayment die Erwartungen der Autoren an nennenswerte monetäre Erträge nicht erfüllen können.Erstens: Die Hürde des Mitmachens. Alle Dienste, bei denen es um finanzielle Transaktionen geht, haben vergleichsweise unangenehme Eintrittsbarrieren. Neben der benötigten grundlegenden Motivation zur Teilnahme existieren vor allem generelle Bedenken im Bezug auf alles, was mit Bezahlung im Internet zu tun hat. Ein Paypal-Konto wird benötigt, Informationsdefizite spielen eine Rolle, Anmeldeformalitäten, Sicherheitsfragen. Der potenzielle Nutzer kann im Vorhinein nicht abschätzen, was ihn an Aufwand erwartet und welche möglichen - vielleicht auch völlig unbegründeten - Gefahren lauern. An diesem Punkt kann man bereits mit einer Durchfallquote rechnen, die der Enthaltsamkeit bezüglich anderer Mitmach-Aktionen in nichts nachsteht, sprich: nur ein kleiner Bruchteil der Leute wird an so einem Programm überhaupt jemals teilnehmen, auch weil sie es nicht müssen, es besteht kein gewichtiger Grund.Womit wir beim zweiten Punkt wären. Es fehlen überzeugende Argumente, warum man in der Rolle des Spenders bei solchen Projekten mitmachen sollte. Allein die Bereitstellung der Infrastruktur ist nicht hinreichend, dass Transaktionen auch tatsächlich stattfinden. Warum für etwas zahlen, was es in Hülle und Fülle umsonst gibt? Es wird also der soziale Gönner gesucht, der großzügige Sponsor, der Mäzen. Die meisten Menschen entsprechen nicht diesem Typus, sie nehmen mit, was sie bekommen können und versuchen alle Angebote, die mit Kosten verbunden sind, wenn es irgend geht zugunsten der kostenfreien Alternative zu meiden. Was einem im Internet auch wirklich leicht gemacht wird, denn hier ist es eher umgekehrt: Selbst wenn man zahlen wollte, es ist oft schon mit zu großem Aufwand verbunden, dies überhaupt für ein Angebot, welches gar nicht danach verlangt, freiwillig zu tun.
Krass ausgedrückt könnte man den ganzen Vorgang auch als eine Art netzbasiertes Pennertum sehen. Der "Bettel-Button" ist weitaus weniger aufdringlich als die direkte Ansprache und eine Gegenleistung wird bestenfalls sogar erbracht. Aber solche Systeme, die nur auf Großzügigkeit basieren haben es verdammt schwer.Drittens: die Qualität. Ein User wird nur zum Spender, wenn er vom Angebot überzeugt worden ist. Doch welches Contentprodukt ist für ihn wirklich unterstützenswert? Sicherlich nicht die vielen 08/15-Blogs, deren Autoren mit rudimentären Schreibkünsten hauptsächlich für die Allgemeinheit eher belanglose Dinge über sich und ihren Alltag in den Mittelpunkt stellen. Sondern allenfalls hochrelevante, wertvolle und dabei absolut einzigartige Informationen von Schreibern, die sich bereits durch in puncto Qualität und Frequenz gleichbleibend hohen Output über einen längeren Zeitraum einen Namen gemacht haben. Da scheidet der Großteil der Publizisten aus dem Rennen um nennenswerte Spendenaufkommen aus.So wird das nichts als reine Form der Erlösgenerierung für Blogger. Momentan besteht die Teilnehmerschaft überwiegend aus ihresgleichen, d.h. die Erzeuger des Contents sind als mögliche Zahlungsempfänger auch gleichzeitig die Geber. Auf diese Weise gelangt natürlich kein zwingend benötigtes ungebundenes Frischgeld von außen in den Kreislauf, um den Motor überhapt erstmal ans Laufen zu bringen. Statt dessen schieben sich die Nutzer dieser Dienste derzeit lediglich die geringen Einzahlungen hin und her.Das Monetarisieren von Blogs bleibt ein schwer zu lösendes Problem. Wer sich von der Installation eines Spendenbuttons auf seiner Website große Dinge verspricht, wird enttäuscht werden. Eine Mischform aus verschiedenen Einnahmequellen sollte nach wie vor angestrebt werden.

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Tuesday 11 May 2010 - 03:43:14 by Splitney

In Berichten über die Bloggermesse Republica war den Teilnehmern zu Themen wie "Demokratie im Netz" immer wieder diese Verkörperung des Bürgers gegenüber dem Staat anzumerken. Auf der einen Seite "wir" Netizens, das Volk - auf der anderen der Staat, die Regierung, die Behörden.Natürlich, die klassische Rollenverteilung. Man hat aber den Eindruck, dass sich mit dieser Selbstauffassung die meisten der Netzaffinen damit abfinden, die Rolle des armen passiven Opfers zu übernehmen und somit dem Staat für immer den Part des bösen übermächtigen Regierungsapparats zuschreiben, der nur in unser Userleben hineinpfuschen will und vor dem wir zu schützen sind.Letzteres zu meinen, kann man ohne weiteres jemandem zugestehen. Allerdings führt die dauerhafte Gesamthaltung, dass man als Bürger ja eh nichts zu sagen hat und ein kleiner Haufen Politiker unabänderlich seine Machtinteressen durchsetzt, zu einer gewissen Lähmung. Man registriert schon, dass man durch das Internet zwar der Vorstellung nach neue Partizipationsmöglichkeiten hätte. Wirklich politisch aktiv zu sein ist für die meisten Leute in dieser Zeit aber doch eher völlig ausgeschlossen."Blogrebellen" nennen sich da manche mit ihren Stylo-Contentangeboten und locken uns auf die falsche Fährte. Populär sein, ist es das, was man in erster Linie erreichen will als Rebell? Unreflektiert jeden Quatsch akzeptieren und hochjubeln? Sich besoffen von den neuen Vernetzungsmöglichkeiten dem Mainstream ergeben? Am laufenden Band nichts anderes als irgendwie hippe Konsumprodukte glorifizieren? Schwach, muss ich sagen.Naja, viele von den sich avantgardistisch gebenden Netzbewohnern sind genau solche Schäfchen, die sich eine Regierung wünscht: Kritiksparend die Klappe haltend und mit im Grunde genommen Null Antrieb auch nur im kleinen Bereich durch ein klares politisches Statement auf Augenhöhe etwas zu verändern. In der persönlichen Außendarstellung schick mit dem Revoluzzer-Image gebrandet, in der tatsächlichen politischen Diskussion jedoch nachplappernd ohne Substanz, ansonsten kleinlaut bis ahnungslos. Dann doch eben das typische Bürgertum unserer Zeit.Es gibt Probleme anzusprechen, eine Haltung zu vertreten: Verspekulierte Bankvermögen von gierigen Superreichen werden mit unseren Geldern gerettet, Verluste werden verstaatlicht und Gewinne privatisiert, ganze Staaten sind pleite und werden mit fremden Kapitalzuflüssen notdürftig am Leben gehalten, wir alle leben auf Pump und wissen nicht obs später mal reicht, nachdem sich die älteren Generationen in den fetten Jahren die Taschen voll gemacht haben.Mit der Piratenpartei hat man eine Organisationsform, die zumindest die Belange der Online-Affinen vertreten könnte. Wobei zu bezweifeln ist, ob es über netzspezifische Themen wie Datenschutz etc. hinaus überhaupt noch genügend gemeinsame Interessen gibt. Wen oder was soll diese Partei konkret ansprechen? Was aus ihr wird, auch hinsichtlich der strukturellen Zusammensetzung, ist völlig unklar. Zumindest die freundliche Kenntnisnahme, dass es sie in Anbetracht der sonstigen verbreiteten Politikverdrossenheit überhaupt schon mal gibt, ist hier und da vorhanden.Generell zieht das Thema Politik gerade auch in der jüngeren Online-Generation nicht wirklich. Die meisten sind dann doch irgendwie noch zu satt versorgt, zu verspielt mit ihren Gadgets, zu vertieft in die Bespaßungsmöglichkeiten oder auch einfach zu blöd, um gewisse gesellschaftspolitische Zusammenhänge zu checken. Obwohl das wahrscheinlich noch nie anders war.Um Einfluss zu nehmen, muss man sich erstmal persönlich bemerkbar machen. Man kann trotz des Informationsangebots allerdings nicht den Eindruck gewinnen, dass das Netz die Leute irgendwie politischer macht. Eher stellt es in Form der persönlichen Profile und Blogs das allgemeine Desinteresse der überwiegenden Zahl der Nutzer an Möglichkeiten der politischen Äußerung zur Schau. So verfestigt sich dann natürlich dieses Rollenklischee von "ihr da oben" und "wir da unten".

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Monday 03 May 2010 - 21:19:57 by Splitney

Printverlage haben ein Problem: Es werden immer weniger Zeitungen gekauft. Die Leser sterben weg oder wandern ins Internet ab, welches zur Informationsvermittlung einfach wesentlich besser geeignet ist.Gerade von Seiten der betroffenen Journalisten wird gerne angeführt, dass sich die Mitarbeiter in Redaktionen, vor allem aber die freiberuflich Tätigen, innerlich immer weiter von ihrem Auftraggeber distanzieren, weil die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung immer schlechter werden. Es finde bereits ein sog. "Brain Drain" statt, also die Abwanderung der besten Köpfe (wohin, wird irgendwie nicht zufriedenstellend erklärt). Die Verlage seien also mithin selber Schuld an ihrer misslichen Lage, denn dort, wo aufgrund von Einsparungen keine Qualität mehr produziert werden könne, seien natürlich die Leser nicht mehr gewillt, Geld zu bezahlen.Das ist eine gewissermaßen gewerkschaftliche Logik, die die Realität zwar ganz treffend zu beschreiben vermag, aber ziemlich am Kern des Problems vorbeigeht. Denn damit du auch weiterhin in Lohn und Brot bei einem Arbeitgeber stehst, versetze dich am besten in seine Lage und überdenke seine Optionen. Hilf ihm dabei, dich weiterbeschäftigen zu können. Jaja, für manch einen ist eine solche Betrachtungsweise bereits unerhört, aber unter ökonomischen Gesichtspunkten alles andere als abwegig. Gleichzeitig könnte man sich so vielleicht gerade noch rechtzeitig das unternehmerische Rüstzeug zulegen, das benötigt wird, falls es dann doch irgendwann auf eigene Faust weitergehen muss.Zunächst einmal: Kein Verlag auf der Welt wird angesichts der wirtschaftlichen Drucksituation mehr Geld für die Mitarbeiter bezahlen, als er muss. Die Zeiten der Annehmlichkeiten und Zulagen dürften endgültig vorbei sein. Und solange Menschen gewillt sind, sich unter Wert in den immer noch als hip geltenden "Was-mit-Medien"-Jobs zu verdingen, sollte sich doch der Unmut gerade auf diese Leute konzentrieren. Ändern würde das allerdings wenig. Wer bei dieser Ausbeutung - vollkommen zu Recht - nicht mitmachen will, der muss sich eben einen uncooleren Job suchen oder sonstwie eigene Wege gehen. Aber flennen hilft nicht weiter.Zum anderen: Als Verlagsführung muss ich mir überlegen, ob es großen Sinn macht, jetzt wie vielerorts gefordert so richtig zu investieren und mit gut bezahltem Qualitätsjournalismus weiterhin tote Bäume zu bedrucken. Denn eins muss klar sein: Der Untergang des Mediums Papier ließe sich dadurch höchstens hinauszögern. Soll ich also für eine im freien Fall ohne jegliche Aussicht auf eine zukünftige Trendwende befindliche Branche noch einmal großspurig Geld in die Hand nehmen? Oder ist das nicht doch eine betriebswirtschaftlich irrsinnige Verschwendung von Investitionsmitteln, die überall anders besser angelegt wären?Es gibt ein profitmaximierendes Optimum zwischen Aufwand und Ertrag, zwischen Qualität und Auflage. Mit jedem Euro, der jetzt noch zusätzlich in Print investiert wird, steigt der Return nicht in gleichem Maße. Ganz einfach, weil die Leser mitsamt den Werbekunden so oder so abwandern. Neue und vor allem junge Leser sind mit einer Zeitung gar nicht mehr zu erreichen. Dieses Konsumgut existiert nicht mehr in deren Köpfen, die Qualität spielt dabei überhaupt keine Rolle mehr. Seine Beschaffenheit wird nämlich nur noch von denen Wert geschätzt, die sowieso derartige Medien nutzen - und von denen, die aufgrund gefühlt schlechter werdender Qualität abgesprungen sind, sind nur noch sehr wenige mit hohem Aufwand und einem verbesserten Angebot wieder zurückzugewinnen. Allen anderen gehen etwaige Eigenschaften von journalistischen Printerzeugnissen - sagen wir es deutlich - mittlerweile am Arsch vorbei. Es ist also allenfalls eine Bestandskundenwahrung über einen gewissen Zeitraum möglich - bei gleichzeitig wegbrechenden Werbeeinnahmen.Anfangs fand ich es noch ganz belustigend und häufig auch gerechtfertigt, wie sich vor allem Journalistenblogs über die üblen Bedingungen des Redaktionsalltags mokierten und Beispiele miserabler Arbeitsleistungen anführten, die die große Diskrepanz zwischen Anspuch und Wirklichkeit in den Verlagshäusern veranschaulichten. Recht so, dass endlich mal von unabhängiger Seite aufgedeckt wird, dass wir alle als Leser regelmäßig mit billig produzierten, schlecht recherchierten, PR-lastigen Texten abgespeist und hinters Licht geführt werden.Irgendwann aber, spätestens nach dem hundertsten Draufhauen auf immer den gleichen Sachverhalt, wirds langweilig. Ehrlich gesagt widert mich inzwischen dieses Treten auf den am Boden Liegenden immer mehr an. Nicht, dass ich ein Sympathisant von profitgierigen Verlegerfamilien wäre. Ich halte nur das ganze herkömmliche Konstrukt angesichts der elektronischen Medien für überholt. Was hier verlangt wird, ist tote Pferde zu reiten. Man macht es sich zu einfach, man denkt nicht zu Ende. Es ist ein Problem da, es muss ein Schuldiger gefunden werden, so die schlichte Vorgehensweise. Was aber, wenn es gar keinen Schuldigen in dem Sinne gibt, sondern die veränderten Marktbedingungen einfach nicht mehr hergeben?Wo würde man als Verleger denn heute investieren? In einen absterbenden Wirtschaftszweig? Unsinnig. In die Online-Präsenz? Notgedrungen. Aber die fetten Jahre sind vorbei und kommen aller Wahrscheinlichkeit nach auch nie wieder. Denn online lässt sich bekanntermaßen u.a. aufgrund der fehlenden Barrieren zum Publishing für jedermann und der damit einhergehenden Konkurrenzsituation für die Ware "News" kein vernünftiges Geld verdienen. Das ist eine glasklare Absage an sämtliche Phantasien bezüglich der Aufrechterhaltung liebgewonnener Besitzstände.Wenn man denn schon einen Schuldigen suchen muss, dann also doch bitte das Medium Internet. Da dieses aber zunächst einmal ein von uns allen mitgestaltetes technisches Konstrukt ist, in dem gewisse natürliche Marktzustände herrschen, ist jegliche Schuldzuweisung überhaupt in Frage gestellt. Wenn man an den Bedingungen etwas ändern wollte, so müsste letztlich eine höhere Stelle, der Gesetzgeber lenkend eingreifen - durch Regulierung, Subventionierung, Gebühren. Ob wir das wollen, steht auf einem anderen Papier. Dem allgemeinen Problem, dass dringend benötigter hochwertiger Journalismus auf andere Weise kaum mehr finanzierbar wird, muss aber nun mal tatsächlich ins Auge geblickt werden.Also, während der Markt für Printprodukte wegbricht, gibt der Marktplatz Internet keine existenzsichernden Preise für journalistische Erzeugnisse her. Statt dessen hält sich die enorme Zahl der Player mit gleichartigen Angeboten gegenseitig dauerhaft außerhalb der Gewinnzone. Sofern sich nicht völlig neue Publikationsstrukturen bilden, wird sich nichts ändern. Jammern über die Arbeitsbedingungen in Printverlagen ist mit diesem Ausblick sowas von gestern.

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Saturday 01 May 2010 - 02:48:49 by Splitney

Internet Marketing wird gerne mit SEO (Search Engine Optimization) gleichgesetzt. Das war ein natürlicher Prozess, der eigentlich mit der eintretenden Dominanz von Google als Suchmaschine für die Massen so richtig an Fahrt gewann. Seitdem gilt als oberste Priorität: gefunden werden. Diese Maßgabe wurde dann speziell unter dem Einfluss der aufkeimenden Beraterwirtschaft mit dem Begriff "Internetmarketing" an die Kunden getragen.Mittlerweile sind andere Player zu berücksichtigen, die in der Lage sind, Google einen Teil des Traffics abzunehmen, in jedem Fall aber eine gewisse Nutzerschaft anzusprechen, die dann nicht mehr in erster Linie bei Google aufschlägt. Neben den klassischen Verkaufsplattformen wie Ebay und Amazon sind Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter hier als ernstzunehmende Kandidaten zu nennen, wodurch sich der Beraterbereich um Social Media Tools erweitert hat.SEO ist nur eine Teildisziplin des Internetmarketings. Es ist in den meisten Fällen gerade auch in Deutschland bei Websites nach wie vor essenziell, sich beim Suchmaschinen-Monopolisten mit über 90 Prozent Marktanteil prominent in vorderster Reihe in den Suchergebnissen zu platzieren. Neben Grundlagen wie Webdesign und Programmierung nimmt Suchmaschinenoptimierung immer noch eine bedeutende Rolle als Marketingstrategie ein. Allerdings gewinnen weitere Dienstleistungen an Bedeutung. In puncto Firmenpräsenz im Netz knüpfen die Bereiche Werbung, Kommunikation und Medien sehr stark als Erweiterung der Möglichkeiten an.Internet Marketing beinhaltet Komponenten aus Internetökonomie und Websitemarketing - von wissenschaftlicher Theorie einerseits bis Geld verdienen vor Ort andererseits. Die Beobachtung von Playern im Web Business und das Überprüfen der eigenen Thesen am Wirtschaftsgeschehen gehören genauso dazu wie praxisbezogene Ansätze rund um die Monetarisierung im Netz und daraus zu entwickelnde Erfolgsstrategien.Die Marketinginstrumente sollten auf Basis der eigenen Webpräsenz eingesetzt werden, sowie zusätzlich auf Social Media, Suchmaschinen und auch Apps, Tools und Gadgets, sofern sie marktbedeutend sind. Überall da also, wo die Person bzw. das Unternehmen mit dem User in Kontakt kommt. Als Strategie betrifft Internet Marketing als betriebswirtschaftlicher Fachbereich besonders auch benachbarte Disziplinen wie Journalismus, Politik und Rechtswissenschaft. All diese benötigen spezielles Know-How bei der Fusion mit dem Internet.

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