Blog CMS • Demo Version

search:

archive:

Articles on this Page

YouTube's Business Model by Splitney

...

Friday 25 June 2010 - 23:44:56 - Boy was I miffed when they shut down Napster back

Adblock Blocker für Adsense by Splitney

...

Wednesday 23 June 2010 - 17:33:53 - Natürlich ist es jedem Internetnutzer freigestellt

AOL - destroying shareholder value since 1998 by Splitney

...

Friday 18 June 2010 - 02:25:12 - Phew! AOL hat Bebo (for those who don't know: ein

Der digitale Graben by Splitney

...

Tuesday 08 June 2010 - 22:09:28 - Einigen Lesern wird es vielleicht schon aufgefalle

Mit Apple freiwillig in die Abhängigkeit by Splitney

...

Monday 31 May 2010 - 14:30:10 - Es ist schon wirklich erstaunlich, wie es die Jung

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Friday 25 June 2010 - 23:44:56 by Splitney

Boy was I miffed when they shut down Napster back in the days. Lesson learned: Just because something is there for years doesn't mean it's legal. And nothing lasts forever.I come to the conclusion, that there's no legal business case in providing a (costly) infrastructure for user submitted content, just like a hosting service without the obligation to supervise what's going on at the platform - but nevertheless with the firm intention to earn money out of this constellation just like a commercial publisher.Profit without responsibility, you can't have it both ways. Youtube is fueled by persistent copyright violations, which can't be endured any longer. On the other hand, users wouldn't agree to all legal risk being shifted towards them - they would stop uploading content instantly after the first lawsuits.Perspectives without legal pitfalls? Either decentralize and just aggregate the links to the respective media. Or be a host in the strict sense of the word, imperatively without commercial ambitions regarding the platform content. Both not very compelling prospects.So what's left for platforms like Youtube? Paid hosting, paid content.

comment

Wednesday 23 June 2010 - 17:33:53 by Splitney

Natürlich ist es jedem Internetnutzer freigestellt, ein Webangebot ohne Werbung zu nutzen. Diverse Tools, allen voran das sehr beliebte Firefox-Addon "Adblock Plus" geben dem User weitreichende Optionen an die Hand, werbefrei durchs Internet zu surfen.Allerdings ist es nur gerecht, wenn auch umgekehrt für den Website-Betreiber die Möglichkeit besteht, die betreffenden Besucher vom Konsum des Contents auszuschließen. Schließlich sind viele Webangebote auf Werbefinanzierung angewiesen. Kommt ein Nutzer mit eingeschaltetem Adblocker auf eine Website, so besteht keine direkte Chance, dass er zum Weiterbestehen des Webangebotes einen Beitrag leisten kann.Wie man die Dinge auch sehen mag, es gibt Möglichkeiten, Adblock-User von einer Website auszuschließen. Allerdings sind diese wenig bekannt und oft unzuverlässig oder kompliziert zu implementieren, da sie meist auf eigenen, teils serverseitigen Hacks beruhen. Deshalb hier ein von mir in der Vergangenheit benutztes ultrakurzes und einfaches Javascript für Adsense-Anzeigen:if (!window.google_ad_url){
setTimeout("window.location.replace('/blocker.htm')",8000);}
Was macht das Ding? Die Variable window.google_ad_url wird nur definiert, wenn Adsense-Code geladen ist. Wenn ein Adblocker Google-Anzeigen blockt, wird der Adsense-Code nicht ausgeführt und somit ist die Variable unbekannt. Das Script prüft also, ob die Variable existiert. Sollte dies nicht der Fall sein, wird der Besucher auf eine vom Webmaster bestimmte Webseite des eigenen Webangebots (hier: /blocker.htm) umgeleitet, in diesem Beispiel nach einer Zeitverzögerung von 8 Sekunden (8000 ms). Eine Zeitverzögerung ist erstens sinnvoll zur Fehlervermeidung, um sicherzustellen, dass die Adsense-Werbeblöcke bereits geladen werden konnten (mindestens 1 Sekunde). Und zweitens, um die geblockte Webseite anzuteasern, d.h. dem User die Möglichkeit zu geben, einen kurzen Blick auf den Content zu werfen, um zu sehen, was er verpasst und entscheiden zu können, ob er dafür seinen Adblocker deaktivieren soll.Auf der Webseite blocker.htm sollte dann möglichst a) eine kurze Beschreibung des Sachverhalts stehen, warum der User geblockt wurde, b) eine Anweisung, was zu tun ist, um den Content uneingeschränkt nutzen zu können, sowie c) ein Link zurück zu der geblockten Webseite.Etwa so in der Richtung: "This service lives on ads. If you block ads, you aren't able to support this service. Please turn off your ad blocker."CAUTION! USE AT OWN RISK! Auf den betreffenden Webseiten, auf denen das Script ausgeführt wird, muss dann auch zwingend Adsense ständig vorhanden sein. Sonst leitet man natürlich alle Besucher fälschlicherweise immer wieder um. Das wäre katastrophal. Wenn nicht sichergestellt ist, dass sich bei jedem Aufruf Adsense-Werbeblöcke auf der eigenen Webseite befinden (z.B. bei einer Rotation mit Werbebannern von anderen Werbepartnern), muss man eine Vorsichtsmaßnahme ergreifen. Beispielsweise kann man den Werbeblock serverseitig in ein Div mit der ID "adbox" einschließen, und zwar nur dann, wenn Adsense in dem Werbeblock eingeblendet wird. Man fragt dann im Javascript zusätzlich ab, ob ein Element mit der ID "adbox" existiert.adbox=document.getElementById("adbox");
if (adbox && !window.google_ad_url){
setTimeout("window.location.replace('/blocker.htm')",8000);}
Das Javascript darf in jedem Fall erst aufgerufen werden, wenn das Webseiten-HTML geladen ist. Es wird in eine Datei ausgelagert, welche am Seitenende aufgerufen wird. Diese Datei sollte am besten nicht nur aus dem Adblock-Blocker-Script bestehen, sondern auch alle anderen Javascripts enthalten, damit sie zur korrekten Funktionsweise der Webseite vom User nicht wiederum geblockt wird.Nichts ist ärgerlicher, als wenn Besucher ohne Adblocker fälschlicherweise geblockt werden. Deshalb sollte in regelmäßigen Abständen die richtige Funktionsweise des Scripts mit und ohne eingeschaltetem Adblocker überprüft werden. Insgesamt kann ich aber sagen, dass es bei korrekter Implementierung sehr zuverlässig funktioniert hat.

1 comment

Friday 18 June 2010 - 02:25:12 by Splitney

Phew! AOL hat Bebo (for those who don't know: ein Social Network) für höchstens 10 Millonen Dollar an einen Finanzinvestor verkauft. Bebo wurde erst vor gut zwei Jahren für 850 Millionen Dollar akquiriert. Was für eine gigantische Kapitalvernichtung. Dabei hat AOL eine lange Tradition, die Beiträge seiner Investoren in Luft aufzulösen. AOL ist noch weit vor Yahoo das größte Milliardengrab der Internetwirtschaft. Keine Bubble, auf die das Unternehmen nicht aufgesprungen wäre.Die bedeutendsten Akquisitions-Flops waren bis dato im Jahre 1998 der Instant Messenger ICQ zum Kaufpreis von 287 Millionen Dollar (vor kurzem glücklich abgestoßen für 188 Millionen Dollar) und der längst aufgegebene Netscape-Browser für sage und schreibe 4,2 Milliarden Dollar. Sowie weitere Einkäufe wie z.B. der Landkartenhersteller Mapquest 1999 für 1,1 Milliarden Dollar. Alles übertrumpfend natürlich die unsägliche inzwischen aufgelöste Fusion mit Time Warner, ein Totalausfall im Börsenwert von, festhalten: ca. 300 Milliarden Dollar.Bei diesen unwirklichen Summen wird einem verständlicherweise ganz schwindelig. Umso erstaunlicher, dass die Firma AOL noch heute weiterhin fröhlich vor sich hin wirtschaftet. Befeuert und geduldet von altem Investorenkapital aus Dotcom-Zeiten und immer wieder aufs Neue geschürten Hypes und Hoffnungen auf das nächste Big Thing, das nicht kommt und auf das die Öffentlichkeit immer wieder hereinfällt. Unbelievable.Die Sache mit Bebo war natürlich 2008 für jeden klar denkenden Menschen vollkommen abzusehen. Die Website wurde zu einem Zeitpunkt gekauft, als längst besiegelt war, dass sich a) das Netzwerk nur ganz begrenzt in einigen wenigen Ländern ausbreitet und b) der Höhepunkt in Sachen Reichweite und Usergunst bereits überschritten war. Bebo als Community für britische Unterschichten-Kiddies. Und wir alle wissen, was selbst aus Myspace, dem ehemals für kurze Zeit beliebtesten Social Network der Welt geworden ist. Ein Schatten seiner selbst, keine Chance gegen Facebook. Angesichts des aussichtslosen Kampfes konzentrieren sie sich nur noch auf ihre Kernkompetenz als Musiker-Plattform. Studivz sollte sich so langsam auch mal Gedanken machen, denn ohne Alleinstellungsmerkmal wird der Abschied nur beschleunigt. Die Amerikaner haben es innerhalb weniger Monate geschafft, den deutschen Klon hierzulande nicht nur zu überholen, sondern weit abzuhängen. Profitabilität my ass. Jedenfalls: Nur ein vollkommener Idiot zahlt für eine Website (Bebo in 2008) fast eine Milliarde Dollar. Mit gesundem Menschenverstand ist das in keinster Weise mehr zu erklären, eher mit kriminellen Machenschaften.Womit wir bei der Frage sind: Quo vadis Facebook? Es dürfte inzwischen klar geworden sein, dass der Markt bei Social Networks für fast alle Ecken der Welt letztendlich nur einen alles überragenden Anbieter zulässt. Ob und inwieweit dieses erstmals überhaupt erreichte fast weltweite Monopol eines Marktteilnehmers nun tragfähig und von Dauer ist, ist die höchst spannende Frage. Ist Facebook jetzt auch nicht zuletzt aufgrund der tiefgreifenden Einbindung ins Webgeschehen "too big to fail" oder kann beizeiten der nächste, coolere, bessere Dienst dem Netzwerk den Rang ablaufen? Natürlich könnten sie sich jederzeit selber durch Managementfehler rauskegeln - was angesichts der durchaus mangelnden Kompetenzanmutung ihres Chefs Mark "The Zuck" Zuckerberg nicht auszuschließen ist. Das größte Problem ist auf jeden Fall weiterhin die Monetarisierung. Es bleibt dabei: Bisher ist noch jedes größere Soziale Netzwerk sang- und klanglos beim Versuch gescheitert, die finanziellen Erwartungen zu erfüllen und die Investitionssumme einzuspielen. Social Networks? Massively overrated, massively overpaid.

comment

Tuesday 08 June 2010 - 22:09:28 by Splitney

Einigen Lesern wird es vielleicht schon aufgefallen sein. Hier wird so manches aufgeschrieben, was für den ein oder anderen völlig selbstverständlich klingen mag. Während die genauere Betrachtung von Marktmechanismen in der Internetbranche zumindest für Leute außerhalb des Wirtschaftsfachs einige wissenswerte Fakten hervorzubringen vermag, muss man gewisse onlinespezifische Techniken und Abläufe doch einfach nicht mehr in der Form erklären, weil sie jeder kennt und jeder benutzt.Jeder? Genau das ist der Knackpunkt. Wenn ich (35) durch die unbekannteren Gefilde der Blogosphäre streife, sehe ich inzwischen naturgemäß besonders viele Autoren mit Jahrgang 80er/90er wie Pilze aus dem Boden schießen. Digital Natives, für die Social Networks und der Gebrauch von einschlägigen Tools und Gadgets vollkommen selbstverständlich sind und zum täglichen Leben gehört. Auf der anderen Seite erscheint mir vor allem beim Blick auf die Mainstream-Medien, die traditionellen Printerzeugnisse sowie auch teilweise im persönlichen Umfeld, dass sich die Menschen primär mit ganz anderen Dingen als dem Neuesten aus dem WWW beschäftigen. Nerdtalk, Gossip und Insider-Geschichten aus der Bloggerszene interessieren gar nicht oder allenfalls periphär.Twitter ist ein ganz gutes Beispiel: Hält man sich als Teilnehmer innerhalb des Nutzerkreises auf und wüsste man es nicht besser, so könnte man den Eindruck gewinnen, dass hier mittlerweile jeder halbwegs onlineaffine Mensch anzutreffen ist. Ein eingeschweißter Freundes- und Kollegenkreis, der sich rege auf dieser Plattform austauscht. Blickt man jedoch auf die nüchterne Statistik oder fragt herum, so wird man feststellen, dass die meisten Leute dort nicht präsent sind und auch gar kein Interesse daran haben, sich mit derartigen Tools zu beschäftigen - was ich verstehen kann. Diesen Leuten fehlt auch nichts, sie sind glücklich und für sie sind andere Sachen wichtig, mit denen sie sich tagein tagaus beschäftigen.Mit Mitte 30 merkt man genau diesen Unterschied, man hat hier und da das kuriose Gefühl, dass man auf einem schmalen Pfad genau zwischen diesen zwei Welten entlang wandert. Mit Vertretern beider Lager hat man an für sich täglich zu tun.Ich weiß, dass man eigentlich keinem, der jünger ist als ich noch Facebook, Iphones oder Grafikkarten erklären muss. Ich weiß aber auch, dass viele, die älter sind, kaum irgendwelche direkten Erfahrungen damit haben. Was für den einen vollkommen tautologisch ist, ist für den anderen absolutes Neuland.
Das hängt nicht zwingend vom Alter ab. Senioren sind nicht dazu verdammt, keine Ahnung von moderner Technik zu haben. Und es gibt genauso junge Noobs wie alte Geeks. Es liegt meines Erachtens auch gar nicht so sehr an der Bildung oder am Einkommen. Es gibt prekäre Randexistenzen, die absolute Web-Experten sind, genauso wie intellektuelle "Internetausdrucker" in Chefposition, die sich mit dem ganzen Onlinekrempel nicht abgeben wollen.
Im Gesamten macht sich aber schon vieles daran fest, ob man mit der neuen Technik aufgewachsen und inwieweit man mit ihr durch tagtägliche Anwendung vertraut ist. Oder eben aufgrund einer unterschiedlichen Konstitution eher zögerlich bis desinteressiert ist und sich anderen Dingen des Lebens widmet. Ein zumindest statistischer Zusammenhang mit dem Lebensalter ist hier nicht zu bestreiten.Eine wichtige Grundlage ist sicherlich die natürliche Neugierde, eine Wissbegierde nach dem, was sich aktuell so bewegt. Um sich ein Urteil zu erlauben, ist eine gewisse Aufgeschlossenheit unabdingbar. Man sollte sich selbstverständlich bis zu einem bestimmten Grad mit der Materie befasst und mit den diversen Optionen zumindest bekannt gemacht haben. Denen, die das nicht tun, kann man das zum Teil durchaus vorwerfen. Die Gründe können unterschiedlich sein: Faulheit, Lethargie, Überforderung, Misstrauen, Angst. Auch hapert es gewiss an einer gesellschaftlichen Aufklärung, Stichwort Medienkompetenz.
Durch Ausprobieren sind jedenfalls die größten Gegner von technischen Innovationen schon zu deren größten Sympathisanten geworden. Andererseits kann sich dadurch auch erst eine kritische Abgeklärtheit entwickeln mit der Erkenntnis, dass vieles, was als Neuerscheinung daherkommt, schon mal da war, dass man vieles nicht braucht und dass viele dieser Sachen reine Zeitfresser sind, die verhindern, sich um wichtigere Angelegenheiten zu kümmern.Es macht den Anschein, als ob die meisten Menschen über eine digitale Spaltung der Gesellschaft gar nicht nachdenken. Auch, weil das soziale Umfeld, in dem sie sich bewegen, sehr ähnlich tickt wie sie selbst. Man nimmt dann einfach je nach dem die eine oder die andere Grundeinstellung für sich als gegeben hin. Manche Leute bewegen sich nur in ihrem beschränkten Mikrokosmos und realisieren die Probleme und Belange der restlichen Welt gar nicht. Die Überraschung ist groß, wenn man beizeiten feststellt, dass es Menschen gibt, die eine komplett andere Einstellung und Wertung den digitalen Lebensaspekten gegenüber haben.
So mokiert man sich beispielsweise über Journalisten der Printbranche, die angeblich das Internet nicht verstanden haben - nur weil diese schreiben, dass ihnen das alles zu schnell geht und den eigentlich verständlichen Wunsch äußern, dass sie auch mal gerne ihre Ruhe hätten vor dem ganzen technischen Krimskrams. Die andere Seite wiederum reibt sich verwundert die Augen angesichts des sonderbaren Lifestyles von Power-Usern, Gadget-Fanboys und Hardcore-Gamern.Wollte man tatsächlich eine Altersgrenze ziehen, so verläuft der digitale Graben Pi mal Daumen und mit vielen Ausreißern besonders nach oben hin in etwa entlang der heute um die Mitte 40jährigen. Das ist die Generation, die nicht schon seit ihrer frühen Jugend den Homecomputer oder die Spielekonsole zu Hause stehen hatte. Auffällig ist, dass gerade Menschen in diesem Alter, viele davon aus der einschlägigen Bloggerszene, besonders lauthals die Vorteile des digitalen Lebens anpreisen. Das könnte dadurch bedingt sein, dass ab dieser Altersgruppe die Zahl der "Verweigerer" noch/schon eine Mehrheit darstellt. Und dass die Onlineaffinen sich angesichts dieser Ausgangslage genötigt sehen, sich durch besonders deutliches Kundtun ihrer so gesehen moderneren Einstellung Gehör bei den vielen Skeptikern ihrer Generation zu verschaffen. Leute, mit denen sie sich evtl. tagtäglich auseinanderzusetzen haben.
Interessant daran auch, dass diese fourty-somethings als selbsternannte Webexperten aufgrund ihrer oftmals ausgeprägten computerlosen Vergangenheit gerade selber nicht zu den erfahrensten Usern gehören - obwohl sie selbst das gerne anders sehen. Als Digital Immigrants tun sie sich nämlich schwer mit der kritischen Reflexion insbesondere der vergangenen 15 Jahre - genau so wie die ganz Jungen. Ebenso lächerlich mag dann nämlich genau solch eine besserwisserische Verhaltensweise dem ein oder anderen konservativer Gesinnten gleichen Alters erscheinen, der eher mit ablehnendem Unverständis auf die seiner Auffassung nach Berufsjugendlichen reagiert. Die digitalen Grabenkämpfe in der Alterskategorie 40+, mit in etwa gleicher Mannstärke über die klassischen sowie digitalen Medien ausgetragen, sind nicht umsonst die erbittertsten.Alles in allem darf man einfach die gesellschaftliche und demografische Konstellation, in der wir uns befinden, nicht übersehen. Man muss einfach mal über den Tellerrand hinaus in die Welt schauen. Dabei wird der ein oder andere dann feststellen, dass es Lebensentwürfe gibt, die vollkommen anders geartet sind als die eigenen - mit ebenso guten Argumenten für und gegen die neuen Errungenschaften des Online-Zeitalters.Eine wichtige Erkenntnis ist, dass keinesfalls immer mangelnde Neugier oder Verweigerung dahinter steckt. Es gibt ganz unterschiedliche Beweggründe für eine eher reservierte Haltung. Manchmal verhält es sich nämlich bei denjenigen, denen mangelnde Sachkenntnis und Ignoranz vorgeworfen wird, genau umgekehrt: eine Abgeklärtheit und das souveräne Wissen, nicht auf jeden Zug aufspringen zu müssen. Sie haben im besten Fall innerhalb der Onlinewelt durch Erfahrung genau die kritische Distanz aufgebaut, die den Enthusiasten abhanden gekommen ist.Auch wenn die überwiegende Zahl der Blogleser naturgemäß eher eine progressive Auffassung vertritt, so ist es definitiv interessant, auch diejenigen zu erreichen, die sich abseits der einschlägigen Internetszene positionieren. Nicht die Erzkonservativen und Komplettverweigerer, sondern diejenigen, die das Onlinegeschehen aus einer differenzierten Perspektive bewerten. Man sollte einfach den Blickwinkel der jeweils Anderen respektieren.Abschließend: Man muss nicht überall dabei sein, um mitreden zu können. Der Beobachter hat oftmals mehr Ahnung als der Partizipant. Der digitale Graben ist nicht der, der Teilnehmer von Außenstehenden trennt, sondern Wissende von Unwissenden.

comment

Monday 31 May 2010 - 14:30:10 by Splitney

Es ist schon wirklich erstaunlich, wie es die Jungs aus Cupertino immer wieder schaffen, einen solchen Hype um ihre Produkte aufzubauen. Auch unverschämt hohe Preise und grundlegende Ausstattungsmängel können die Klientel nicht stoppen - wenn ein angebissener Apfel hinten drauf steht, wird das Gerät gekauft.Die mittlerweile unglaubliche Markenmacht ist ein Erfolgsgarant: Apple als Lebenseinstellung. Unterstützt durch bereitwillige kostenlose Promotion durch sämtliche Medien. Zum einen durch die immer wieder Beifall klatschende Berichterstattung über neue Produkte und Anwendungen, zum anderen durch eigens für die Apple-Plattform entwickelte Derivate des eigenen Medienangebots, sogenannten Apps, die speziell auf Apple-Geräten laufen.Von den Apps verspricht man sich sehr viel. Sie sollen sozusagen die Medienwelt retten. Steve Jobs als der Messias, der den darbenden Printmedien nun endlich die passende Ausstattung zur Durchsetzung kostenpflichtiger Online-Dienste an die Hand gibt. Die wohlwollend berichtenden Medien haben also das Bestreben, dass Apple weiterhin eine Erfolgsgeschichte bleibt, weil sie mit starkem finanziellen Eigeninteresse direkt involviert sind. Ein wirklich ausgebuffter Schachzug. Dabei merken sie nicht, dass sie im Grunde genommen mit den Jubelarien über den vermeintlichen Retter in erster Linie kostenlose Werbung für die Plattform der Kalifornier machen, ohne selbst jemals die Aussicht zu haben, halbwegs gesichterte adäquate Profite aus ihrem Beitrag zu erzielen. Denn Apple besitzt nicht nur die technische Infrastruktur, ohne die nichts läuft, sondern übt außerdem die Kontrolle über den Zugang zu den Apps und deren inhaltliche Beschaffenheit aus.Erst beklagte man sich über die Abhängigkeit von der Suchmaschine Google. Mit der Strategie von Medien, sich nun auf die proprietäre Plattform von Apple zu konzentrieren, kommen sie vom Regen in die Traufe. Sie werden nicht nur weiterhin die Rolle des abhängigen Contentzulieferers spielen und sich hinterher, wenn die ernüchternde Erkenntnis gekommen ist, wieder über den alles unterdrückenden Moloch eines übermächtigen Unternehmens beklagen. Nein, sie sind dabei noch nicht mal frei: weder in der Erreichbarkeit, noch in der Gestaltung, noch in der Meinung.Das könnte vermieden werden. Indem man sich nicht immer wieder auf die Heilsversprechen der großen Profiteure einlässt, die einen letztendlich doch immer nur für ihre eigenen Zwecke einspannen wollen, sondern eigenständig und unabhängig bleibt, indem man sich der offenen Bewegung verpflichtet, innerhalb derer man die eigenen Produkte weiterentwickelt. Eine eigenständige Präsenz im World Wide Web muss somit der Ausgangspunkt der eigenen Firmenaktivitäten bleiben.

1 comment

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

0.02 sec • © Coriola.com