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Tinderella Cut It Up One Time by Splitney

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Saturday 24 March 2018 - "Spinderella cut it up one time" Salt 'N Pepa, "Le

Saturday 24 March 2018 - 14:08 by Splitney

"Spinderella cut it up one time"
Salt 'N Pepa, "Let's Talk About Sex" (1991)Let's talk about Biochemie. Testosteron ist das Sexualhormon schlechthin. Männer besitzen im Vergleich zu Frauen ein Vielfaches davon. Auch, wenn manche etwas anderes behaupten, aber es liegt ziemlich deutlich auf der Hand: mehr Testo = stärkerer Trieb, stärkerer Druck, stärkere Initiative. Braucht es noch praktische Beweise? Na gut.Es ist der Grund, warum es im Hetero-Bereich ganz überwiegend nur weibliche Prostituierte gibt. Und warum auf männlicher Seite eine viel weiter verbreitete Zahlungsbereitschaft für körperliche Zuneigung besteht. Warum sich auf Sex-Plattformen fast ausschließlich Männer rumtreiben, die dort dann notgedrungen mit Bots chatten. Und warum du als durchschnittlicher Typ ohne eigene Aktion keine Post im Nachrichteneingang deiner Dating-App vorfinden wirst, die Frau aber hingegen im Schnitt mit dutzenden Messages pro Tag zugebombt wird, ohne einen Finger krumm zu machen. Warum du dich als normaler Mann erstmal ordentlich anstrengen musst, um ein Date zu bekommen während eine semi-attraktive Frau nur "Schnipp" machen muss und schon melden sich 20 Interessenten zum Abendessen.Es ist der Grund, warum die althergebrachten Verhaltensregeln trotz Gender nach wie vor gelten, warum Frauen immer noch gerne in den Mantel und durch die Tür geholfen bekommen und Männer das bereitwillig machen. Warum du dir die Körbe bei der Erstansprache im Club einfangen musst und nicht die Frau, die dankend auf derlei Unannehmlichkeiten verzichtet. Warum sich auch nach hunderten Jahren die alten Rollenklischees immer noch bestärken und von beiden Geschlechtern gelebt werden. Der Mann empfieht sich gemeinhin der Frau und die Frau sucht sich aus dem Pool der Verehrer den vermeintlich Besten aus. Wer hat noch gleich die Wahl bei diesem Spiel?Ja, Love is a Game und zwar ein komplett unterschiedliches, je nachdem ob Männlein oder Weiblein. Wer weniger Druck auf der Leitung hat, dem fällt es leichter sich zu disziplinieren, seine Triebe unter Kontrolle zu behalten und auch einfach mal Verzicht zu üben. Wohingegen sich derjenige, der größere Schwierigkeiten mit seiner Impulskontrolle hat abhängig und steuerbar macht. Er wird letztlich zum Bittsteller beim anderen Geschlecht bzw. muss sich seine Trieberfüllung auf anderen Wegen suchen.Das bedeutet fürs Spiel: Wer es weniger nötig hat bestimmt die Regeln und das sind ganz allgemein nun mal die Frauen. Machen wir uns nichts vor, so war es schon immer und so wird es aufgrund unserer biologischen Voraussetzungen auch bleiben. She says: "I have the pussy, I make the rules!" And it's true. Nirgendwo sonst kann man dieses Phänomen so konzentriert miterleben wie in einer Online-Partnerbörse. Und fast in Reinstform auf Tinder.Man liest auf gefühlt fast jedem zweiten Frauenprofil: No ONS, also: kein One Night Stand erwünscht. Frauen suchen also im Allgemeinen viel eher was Festes als wir Männer, denen gerne pauschal nachgesagt wird, wir wären eh alle nur auf "das eine" aus. Dadurch im Übrigen auch der plakative mediale Ruf von Tinder als Sexplattform. Kurze Zwischenfrage: Woher kommt das? Kurze Antwort: Ach ja genau, Testosteron.Warum ergeben sich bei der riesigen Online-Auswahl an potenziellen Partnern im Endeffekt dann doch so verhältnismäßig schwer wirklich tragfähige Konstellationen? Warum bleiben so viele Singles trotzdem auf der Strecke? Eine nüchterne statistische Betrachtung erklärt manchmal so vieles..Das Paretoprinzip (80/20-Regel)
In vielen Bereichen der Ökonomie gilt die 80/20-Regel. 80 Prozent des Ergebnisses sind mit 20 Prozent der Arbeitsleistung zu erreichen. 80 Prozent des Umsatzes werden mit 20 Prozent der angebotenen Produkte gemacht. 20 Prozent der Bevölkerung besitzen so viel wie die restlichen 80 Prozent usw. Zum Teil ist die Verteilung auch noch stärker in Richtung 90/10 oder sogar 99/1 verschoben, you get the idea.Auf dem sog. Heiratsmarkt gilt das gleiche und so auch auf der "Handelsplattform" Tinder. Ganz wichtiger Grundsatz nochmal: Der weniger Triebgesteuerte hat die Macht und bestimmt die Spielregeln. Hier also: Die Frauen sind am Hebel und wählen aus, die Männer in der defensiven Position bieten sich als Produkt lediglich feil. Liegt übrigens gar nicht in der Natur des Jägers, deshalb auch so blöd für uns - aber das nur am Rande.Wie in einem Katalog mit einer fast unerschöpflichen Auswahl an Waren, schränken Frauen - ihre Möglichkeiten antizipierend - die zu vergebenden Herzchen sinnigerweise ausschließlich auf die "besten" männlichen Exemplare ein. Ergebnis: 80 Prozent der Frauen wählen sich 20 Prozent der Männer heraus. Das sind die begehrten, von Frauen untereinander gemeinhin als die "guten" Männer bezeichneten Individuen. Nennen wir sie ruhig Alpha-Männer.Interessanterweise sind das immer mehr oder weniger die selben Typen, die da jeweils von den Frauen geklickt werden. Befragt man nämlich die Damen konkret nach ihren optischen Präferenzen - und um kaum etwas anderes kann es bei Tinder ja gehen - so stellt sich heraus, dass ihr Schönheitsideal sich untereinander nicht großartig unterscheidet. Wir Männer scheinen da etwas flexibler zu sein: manche stehen auf schlanke, schmale Frauen, manche auf ausgeprägte weibliche Rundungen. Manche auf Blondinen, manche auf Dunkelhaarige. Manche auf große, manche auf kleine usw. Frauen sind naturgemäß in den optischen Ansprüchen etwas gleichgültiger, konkret auf den Traummann festgenagelt dann aber allerdings gleichförmiger: Groß soll er sein, ein hübsches Gesicht, eher dunkler Typ, athletisch gebaut, breite Schultern, männlich-markant. Sowas in der Art wird man von den meisten Frauen zu hören bekommen.Auf Tinder haben wir die Profilbilder als primäres Auswahlkriterium. Wenige machen sich die Mühe, noch jedes Mal den Profiltext zu lesen. Das heißt: Es muss geradezu zwingend nach oberflächlichen Kriterien entschieden werden, also: nach Schönheitsideal. In die engere Auswahl von 80 Prozent der Frauen kommen somit die 20 Prozent der optisch Attraktivsten. Umgekehrt betrachtet: Diese 20 Prozent der Männer bekommen den Zugang zu 80 Prozent der Frauen. Konsequenz: Gerade diese, aber auch nur diese Jungs haben die freie Auswahl - genau wie die meisten Frauen!Schon mal aufgefallen? Warum berichten eigentlich fast nur Frauen von ihren ausschweifenden Tinder-Erlebnissen auf Vice und Bento? Weil der durchschnittliche Mann meistens gar nicht so mitreden kann! Es sind nämlich immer nur die gleichen Alpha-Typen, die regelmäßig Frauen beglücken und über die die Frauen ihre Dating-Stories erzählen. Läuft's gut? Ja sicher! Aber sie liefern ein falsches Bild der Gesamtlage, denn die Wahrheit ist, diese Jungs sind in der Minderheit.Es bleiben 80 Prozent Männer übrig, die sich um die restlichen 20 Prozent der Frauen rangeln. Wer sind diese Männer? Das ist die stille Mehrheit der Typen, die weder in den Medien noch in den Dating-Erlebnissen der meisten Frauen vorkommen. Schlicht, weil sie nicht oder nur selten gedatet werden. Es ist der Großteil der Männer, die eher Erfolglosen, von denen keiner spricht, weil sie selbst nicht darüber sprechen mögen. Keiner redet gerne über sein Unvermögen, Frauen kennen zu lernen. Wenn du es tust, giltst du direkt als frustrierter Loser, das macht furchtbar unattraktiv und verschlimmert deine Situation weiter. Also lügst du oder leidest still.Aber im Umfeld bekommt man die ungeschönten Tatsachen trotzdem mit. Es gibt diese Männer und es sind viele, die meisten nämlich. Wenn man nicht selbst betroffen ist, so doch männliche Singles im Freundeskreis. Gar nicht mal unattraktive, aber eben keine Alpha-Typen. Man denkt natürlich erstmal, man hätte selber schuld, dass es online nicht so klappt. Ein unpassendes Profilbild, ein zu langweiliger Text. Selbstoptimierung ist angesagt. Zudem senkt man seine Ansprüche immer weiter - so weit, dass man ohne hinzuschauen nur noch Herzchen verteilt. Eine beliebte Strategie unter Männern, um seine Chancen zu maximieren. Bzw. um überhaupt noch Chancen zu haben, denn viele der Konkurrenten machen es ja genau so. Was wiederum dazu führt, dass Frauen noch wählerischer werden usw.Trotz der Maßnahmen will es also nicht so klappen, irgendwie hat man mit der Zeit das Gefühl, dass man unter seinem eigentlichen Potenzial bleibt und einem die Frauen auf Augenhöhe versagt bleiben. Frust kommt dauerhaft auf, man fühlt sich verunsichert, zweifelt an seinem "Marktwert" und stellt seinen sozialen Status infrage. Verkauft sich im Endeffekt zu billig und nimmt sich zum Schluss womöglich eine Frau, mit der man nicht glücklich wird.Hoffentlich wirst du vorher merken, nicht du bist schuld, sondern die äußeren Faktoren, die Spielregeln, die du gar nicht beeinflussen kannst. Um zu solchen Erkenntnissen zu gelangen, hilft ein Blick auf Naturwissenschaften, Statistik und natürlich Psychologie oftmals ungemein.Wer sind nun die restlichen 20 Prozent Frauen? Das sind zum einen die Mängelexemplare (sorry, brutaler Sozialdarwinismus), die von den Alpha-Tieren sozusagen übriggelassen werden. Zum anderen sind dies unterschiedliche Frauen, die einfach einen anderen Männergeschmack haben als der Mainstream, z.B. weil spezielle Vorlieben oder ein Fetisch existieren. Um deren Gunst dürfen die 80 Prozent Männer dann - ähnlich dem Spiel "Reise nach Jerusalem" - in einem tendenziell eher aussichtslosen Kampf kämpfen. Auch in diesem Fall gilt, wenn du als Mann hier zum Date ausgewählt wirst, bist du für diese Frau immer noch "der Beste". Umgekehrt ist das dann allerdings naturgemäß nur vereinzelt der Fall, denn von einer Begegnung auf Augenhöhe kann hier eher weniger die Rede sein.Unter diesen Bedingungen ist glaube ich ganz gut ersichtlich, warum es so überraschend selten zu tragfähigen Beziehungskonstellationen kommt. Dadurch dass die Verhandlungsmacht in diesem Spiel bei den Frauen liegt, sind sie es, die sich aussuchen können, wen sie treffen. Die meisten Männer können da tendenziell eher nicht so wählerisch sein und müssen oft froh sein, dass sie überhaupt mal ein Date bekommen. Ihre Lösung liegt dann oftmals in der Eskalation, dem Gesetz der großen Zahl oder sonstigen verzweifelten Maßnahmen. Die wirklich unattraktiven männlichen Exemplare gehen mit ziemlicher Sicherheit leer aus. Denn Frauen tendieren unter solchen Umständen eher dazu, ihr Leben als Zweit- oder Drittfrau eines Mannes mit mehr Ansehen zu verbringen. Picklige Nerds haben so oder so keine Chance. Die meisten finden sich früher oder später damit ab, zumindest auf diesem Weg nie eine Partnerin bekommen zu können.Im Prinzip können Frauen ihre Ansprüche bis zum absoluten Limit hochschrauben. Selbst für graue Mäuse, die im realen Offline-Leben nie angesprochen werden, bleibt online was übrig. Wobei, das wäre in den meisten Fällen untertrieben, denn viel eher wird ihnen dort eine nie gekannte, völlig überwältigende Flut von Aufmerksamkeit zuteil. Gerade für diese Frauen ergeben sich in der Online-Welt ungeahnte Möglichkeiten. Vom verschmähten Mauerblümchen plötzlich zur begehrten Prinzessin. Das kann einen ganz schönen Kick bedeuten, der dazu verführt, sein Beziehungsleben nur noch übers Internet zu regeln. Diese Sorte Frauen ist dann auch am meisten von den Suchtgefahren bedroht, die das Medium mit sich bringt. Schaut euch um, es gibt eine nicht unerhebliche und zunehmende Zahl von Tinder-Abhängigen.Insgesamt bleiben aber auch die höchstens durchschnittlich attraktiven Frauen, besonders die älteren, alleinerziehenden oder sehr gebildeten eher unzufrieden zurück. Sie alle haben in den meisten Fällen zwar prinzipiell keine Probleme, Männer zum Daten zu finden. Jedoch merken sie, dass sich diejenigen, die sie gerne hätten, nicht fest binden wollen. Warum ist das so? Nun, wie wir gesehen haben, können Frauen beim Anbahnen von Online-Dates zunächst mal höhere Ansprüche durchsetzen. Allerdings: sich mit einem von den "guten" Männern zu treffen und ihn an sich zu binden sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe. Wie gesagt, Alpha-Männer haben ihrerseits die freie Auswahl. Die müssen sich nicht festlegen und schon gar nicht auf diesen Typ Beta-Frau. Vielmehr nutzen sie die Gunst der Stunde und lassen ihren biologischen Trieben freien Lauf. Und so wird dann oft lediglich Sex angeboten aber keine Beziehung. Denn dazu müsste sie ihm einen Grund geben, warum er unter den vielen, die er haben kann ausgerechnet sie nehmen sollte. Und dieser Grund lässt sich nur schwer finden.Die triebhaftere Männerwelt sieht im Online-Dating zunächst einmal tatsächlich auch eine Möglichkeit, ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Dabei gilt meistens: Je größer die eigenen Chancen bei der Damenwelt, desto größer der Schritt von unverbindlichem Sex zu einer festen Beziehung. Frauen lassen sich durch die scheinbar großartige Auswahl an datewilligen - dabei eigentlich aber nur paarungsbereiten - attraktiven Männern zu sehr blenden. Und manche Jungs ziehen dabei alle Register. Besonders bei den etwas naiv veranlagten Damen verursacht das einen unverhältnismäßigen Ego-Push, der teilweise sogar in der Realität beobachtbare kuriose Auswirkungen mit sich bringt. Sie bilden sich ein, sie hätten tatsächlich bei den ganzen tollen Männern eine ernsthafte Chance und kommen sich daher auch in der Öffentlichkeit begehrenswerter vor, als sie wirklich sind. Die Männer aus der zweiten Reihe hingegen, die für sie realistischerweise in Frage kommen und ein adäquates Match darstellen würden, werden mitunter gar nicht erst in Betracht gezogen. Das kann schon fast tragisch ausgehen, wenn einem guten Kerl, der wirkliches Interesse nicht nur vorheuchelt sondern ernsthaft bekundet, zugunsten der Utopie, es könne ja auch mit einem "besseren" klappen, keinerlei Beachtung geschenkt wird. Und hier sieht man, wie dämlich es sein kann, Kategorien wie "gut" oder "schlecht" allein auf Äußerlichkeiten zu beziehen, so wie es durch Tinder propagiert wird.Das Ganze ist ein Trugschluss, eine Mogelpackung. Die hohen Ansprüche, die Frauen beim Daten von Männern zunächst in der Lage sind durchzusetzen, fallen ihnen danach wieder auf die Füße. Eine Frau, die einen Mann sucht, der dann auch bleibt, muss wesentlich mehr Kompromisse bei der Auswahl eingehen. Get real! Ansonsten bekommt ihr höchstens Sex- aber keine Beziehungsangebote. Das Gequengel darüber kennt man. Ja, richtig gelesen: Die Frauen sind schuld! Nein, eigentlich das Testosteron! Haha!

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