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Inzwischen fast schon ein Tabuwort, gerne von Verlegern zur Stimmungsmache missbraucht, das große Aversionen bei eingefleischten Netzbewohnern hervorruft: Kostenloskultur. Größtenteils bekräftigt man damit nur das Rumgeheule, dass man ja durch diese eigenartige Mentalität der Webnutzer nicht mehr in der Lage sei, online Geld für seinen Content zu verlangen. Als ob das Beklagen, dass sich Kunden - wenn es die Möglichkeit dazu gibt - umsonst bedienen, diese zu einer Handlungsänderung animieren könnte. Mit dem Appell an Ethik und Moral ist da nichts zu holen - das hat noch nie ein Geschäftsmodell gerettet. "Contentmafia" hallt es aus dem Netz völlig undifferenziert zurück. Womit dann wieder die total verkorkste Diskussion über Sinn und Unsinn von Gebühren für digitalisierbare Produkte und Dienstleistungen heraufbeschworen wird.Ja, es gibt eine Kostenloskultur, ohne Frage. Aber dabei geht es nicht darum, dass Menschen kostenlose Angebote wahrnehmen. Sondern eher, dass sie wie selbstverständlich davon ausgehen, dass für eine angeforderte Leistung keine Gegenleistung verlangt werden kann. Diese Konditionierung begegnet einem mittlerweile allerorten. Leute beschweren sich, wenn sie durch Bezahlschranken daran gehindert werden, Webangebote wahrnehmen zu können. Ja sie beschweren sich gar über mangelnde Qualität von Umsonstinhalten. Im Grunde genommen hochgradig unverschämt. Es geht noch weiter: Selbsternannte Netzaktivisten wollen kostenpflichtige Inhalte sogar aus den Klauen der Urheber "befreien", mit dem hehren Ziel, sie für die Menschheit zugänglich zu machen. Als ob ein Anbieter noch nicht mal ein prinzipielles Recht darauf hätte, seine Waren gegen Geld anzubieten. Der Idiotie sind scheinbar keine Grenzen gesetzt."Den Dreck will doch eh keiner haben!" ist eine berühmte Ausflucht, um den Ärger zu kompensieren, wenn man sich dann doch die Nase vergebens am virtuellen Schaufenster plattgedrückt hat, zu lange warten muss oder sonstige Komplikationen auftreten. Und "wenn die Qualität wenigstens stimmen würde, dann würde ich ja in Erwägung ziehen, etwas dafür zu bezahlen". Papperlapapp! Wir sind verwöhnt geworden. Kein Mensch zahlt für Angebote, die er einen Klick weiter in ganz ähnlicher Form umsonst bekommt. Dass dies dauerhaft sichergestellt bleibt, dafür sorgt der Markt von ganz alleine. Es wird immer und zu jeder Zeit genügend Anbieter geben, die aus unterschiedlichen Gründen in der Lage sind, ansprechenden Online-Content für den Preis von 0 Euro anzubieten. Dass sie sich nicht durch direkte Zutrittsgebühren refinanzieren können, hindert die Marktteilnehmer nicht daran, trotzdem präsent zu sein. Wir erleben das seit vielen Jahren. Gratiscontent einzelner Anbieter gibt es manchmal auch nur vorübergehend, aber über alternative Quellen immer in ausreichend großer Anzahl.Überall wo die Möglichkeit besteht, kostenlos an Inhalte zu kommen, wird dies natürlich auch genutzt. Legal oder illegal. Im Internet stellt sich für Anbieter nicht mehr die Frage "wie können wir das bekämpfen?" Der Zug ist abgefahren - systembedingt. Man muss langsam erkennen, dass Anzahl und Möglichkeiten der Webnutzer einfach übermächtig sind. Es bringt nichts mehr, über die bösen Raubkopierer zu lamentieren. Das wird kein Buch, keine DVD, keine Software zusätzlich verkaufen. User lassen sich nicht länger kriminalisieren. Letzten Endes wird der Markt für kostenpflichtige digitalisierbare Güter größtenteils aufgegeben werden müssen. Jedenfalls dann, wenn Menschen nicht mit DRM und Co gegängelt oder von Hardwareherstellern mittels proprietärer Geräte in einen goldenen Käfig gepackt werden können. Was neben dem Verkauf von hochwertigen Spezialinhalten praktisch die einzige Lösung ist, um mit diesen immateriellen Gütern noch Gewinne zu machen. Ansonsten: Finito! Man wird es sich nur irgendwann einmal eingestehen müssen.Für Künstler und Kreative heißt das: Monetarisierung nur mit handfesten Produkten oder Dienstleistungen außerhalb des Netzes. Bücher, Konzerte, Lesungen, Events, Podien, Merchandising - nur eben keine adäquaten Einnahmen aus digitalen Datenströmen. Für Verlagsmanager: Die Offline-Kühe melken, solange es noch geht, danach abwickeln. Die klassischen Informationsmittler werden im Netz in dieser Form nicht mehr gebraucht. Zeit, sich nach neuen Geschäftsmodellen umzuschauen.

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