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Friday 09 July 2010 - 21:27 by Splitney

Was sind die Beweggründe für Wissenschaftler, ihre Arbeiten auf einer fremden Plattform im Internet zu veröffentlichen? Es gibt bei den einschlägigen in Frage kommenden Webangeboten im allgemeinen nicht sonderlich viel zu verdienen. Es sieht aber so aus, dass diese Leute häufig aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit im Bildungswesen oder in der Forschung steuersubventioniert sind. Sie können sich deshalb sozusagen erlauben, nebenher mehr oder weniger unentgeltlich im Netz zu publizieren. Ein gemeinsames netzbasiertes Forum ermöglicht außerdem den gedanklichen Austausch mit anderen über fachspezifische Themen. Dieser Nutzenaspekt muss natürlich nicht noch zusätzlich entgolten werden. Zusammen mit dem ureigenen Streben nach menschlicher Anerkennung und Aufmerksamkeit werden hier also die monetären Gesichtspunkte vernachlässigt.Veröffentlicht man im Rahmen solcher Webpräsenzen als Wissenschaftler seine Arbeiten, dann sollte man aber in jedem Fall auf eine adäquate Bezahlung pochen, egal ob man das Geld jetzt braucht oder man anderweitig finanziert wird. Das hat mit Selbstachtung, aber auch mit Anstand und Fairness gegenüber anderen Autoren zu tun.Denn wer nutzenstiftende eigene wissenschaftliche Texte ohne entsprechende Bezahlung auf eine fremde Plattform stellt, unterstützt damit indirekt das Lohndumping und wirkt letzten Endes daran mit, dass andere Publizisten kaum Chancen auf eine leistungsgerechte Entlohnung haben. Der Verweis auf die niedrigen marktüblichen Gehälter reicht den Verlagen bei der Preisfindung dann schon aus. Wenn noch nicht einmal qualitativ hochwertige wissenschaftliche Artikel angemessen monetär honoriert werden, was soll denn sonst unterstützenswert sein?Die Finanzierung solcher Leistungen seitens des Plattformbetreibers sollte hierbei ausdrücklich nicht das Problem des Autors sein. Gerade als Wissenschaftler mit gut dotiertem Hauptjob muss man sich nicht billigst verkaufen - dieser Punkt würde letztlich auch im Widerspruch zum Bestreben stehen, sich durch die Publikation einen guten Ruf zu erarbeiten.Es geht um die Veröffentlichung von eigenen wissenschaftlichen Arbeiten auf einer kommerziellen Plattform mit dem gleichzeitigen Verzicht auf eine adäquate Bezahlung und Einflussnahme. Maßgeblich erleichtert wird dieser Verzicht hierbei durch die Subvention der Publizisten an anderer Stelle sowie das Ausnutzen ihres Selbstdarstellungstriebs. Durch falschen Idealismus wird somit dem Mißbrauch durch die Werbeindustrie Tür und Tor geöffnet und andererseits dafür gesorgt, dass sich Leistung im Netz nicht lohnt. Man kann deshalb hier nur an alle Autoren appellieren, sich nicht unter Preis zu verdingen.

7 comments

Sunday 11 July 2010 - 12:01

Das ist so ziemlich der ahnungsloseste und dümmste Text, den ich zum Thema Wissenschaftsblogs und wissenschaftliches Publizieren je gelesen habe. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit kritisieren und richtig stellen. Am besten mit Dieter Nuhr: http://www.youtube.com/watch?v=j8uefBUOfgA

#2 - Splitney

Sunday 11 July 2010 - 14:16

Danke für die "qualifizierte" Kritik. Ich fasse die Aggressionen, die der Artikel offenbar hervorruft so auf, dass da wohl ein wunder Punkt angesprochen wurde.Es geht darum, dass wissenschaftliche Blogger sich bis dato fast immer aus anderen Quellen finanzieren, als direkt über ihre Arbeit auf einer solchen Plattform.Entweder es geht dem Publizisten in erster Linie um Renommee und Werbung in eigener Sache. Dafür kann eine kommerzielle Verlagswebsite aber nicht die erste Wahl sein.
Oder es geht tatsächlich um professionelles Bloggen, das ordentlich bezahlt wird.Idealismus in allen Ehren, meines Erachtens ist kostenloses Bereitstellen von eigenem Qualitätscontent auf einer Fremdplattform a) Selbstausbeutung und b) marktverzerrend.

Sunday 11 July 2010 - 16:09

Splitney,
1. Es geht um Spaß.
2. Es geht darum, spezifische wissenschaftliche Themen Fachfremden und Laien näher zu bringenLies doch einfach mal einen von diesen Wissenschaftsblogs. Könntest ja noch was lernen.

#4 - Splitney

Monday 12 July 2010 - 22:44

Schön und gut. Nur leider scheinst du überhaupt keinen Plan von dem zu haben, wovon ich rede. Du hast keinerlei Problembewusstsein für die ökonomische Komponente.Die Krux ist: Der Betreiber von Scienceblogs ist nicht gemeinnützig, sondern ein privatwirtschaftliches Unternehmen. Als solches will er eben nicht nur - wie z.B. Wikipedia - seine Kosten decken, sondern verhält sich typischerweise profitmaximierend.Wissenschaftler arbeiten, wie du es sagst, aus Spaß und aus idealistischen Gründen ohne nennenswerte Bezahlung für diesen kommerziellen Plattformbetreiber. Dieser wiederum verdient mit eurem guten Ruf und euren kostenlos eingestellten Inhalten Geld. Er bietet Werbeflächen an, betreibt einen Shop etc.Das mag euch zunächst mal egal sein. Diese Verhaltensweise, seine Texte für lau auf einer solchen Plattform unter die Leute zu bringen, führt aber nun dazu, dass das Erstellen von (wissenschaftlichem) Content immer weniger wert ist. Die Preise für Inhalte solcher Art werden mit Hilfe von Leuten, die das umsonst machen, nach unten gedrückt.Für online abhängig Beschäftigte wie Redakteure und Journalisten bedeutet das, dass ihre Einkommensmöglichkeiten sich noch weiter verschlechtern. Denn ein Verlag kann ja auf die marktüblichen Preise für vergleichbare Inhalte verweisen, die durch nützliche Idioten wie euch in den Keller getrieben werden. Das nennt sich dann Lohndumping. Und wenn nicht mal wissenschaftliche Texte etwas wert sind, was dann?Noch was: Letzten Endes subventioniert der Staat nicht nur euch, die ihr nicht zuletzt mit Hilfe von Steuergeldern euer Wissen in den Bildungseinrichtungen erlangt und später in Forschungsinstituten vertieft habt (kein Vorwurf an dieser Stelle). Aber er finanziert indirekt auch noch diese privaten Verlage, für die ihr eure Zeit und euer Wissen umsonst hergebt. Mehr noch: Von diesen Verlagen müssen dann sogar noch für teuer Geld teilweise diese Publikationen als Lehrmaterial zurückgekauft werden.Darüber bitte ich einfach mal nachzudenken, bevor mir hier Ahnungslosigkeit und Dummheit unterstellt wird.

Tuesday 13 July 2010 - 01:26

Splitney,
ich bin trotz naturwissenschaftlicher Ausbildung durchaus fähig in ökonomischen Bahnen zu denken. ScienceBlogs hat Kosten: Server, Traffic, Technik, Redaktion, Bloggergehälter. ScienceBlogs hat Einnahmen: Banner, Shop, gesponserte Gastblogs. Reich wird hierbei bislang niemand, und daher fühle ich mich auch nicht ausgebeutet.Ich habe vor ScienceBlogs auch schon geblogt. Bei Wordpress (auch ein Unternehmen, das typischerweise profitmaximierend arbeitet). Mich hat an SB gereizt, dass durch das Netz der Wissenschafts-Blogger Synergien entstehen und so mehr Traffic generiert wird. Das hat sich bewahrheitet.Ob ich meinen Content bei Wordpress oder bei ScienceBlogs online blase ist aus meiner Sicht komplett egal, denn für mich ändert sich nichts: Ich nehme vor allem mein Grundrecht auf freie Meinungsäußerung wahr, ich schreibe was ich will und wann ich will. Und das ist doch die Idee von Blogs, oder?Übers wissenschaftliches Veröffentlichen und die zugundeliegenden Publikationsmodelle können wir uns ein anderes Mal unterhalten. Das hat mit bloggen in etwa soviel zu tun, wie dein Blog hier mit Wirtschaftswissenschaften.re: Subventionen: Es ist richtig, ich bin mit öffentlichen Geldern ausgebildet worden. Gebe ich dadurch, dass ich mein Wissen kostenlos im Internet teile nicht etwas davon an die Gesellschaft wieder zurück?

Tuesday 13 July 2010 - 09:15

Die meisten Wissenschaftler tragen mit den von ihnen eingeworbenen Drittmitteln (Steuergelder) bereits dicke zur Gewinnmaximierung von Privatverlagen bei (bzw. sind sogar deren Hauptgrundlage). Unsere wissenschaftlichen Artikel in Fachzeitschriften kosten uns Geld (Steuermittel) wenn wir sie veröffentlichen ('page charges') und unsere Bibliotheken müssen Abonnements bezahlen (wieder Steuermittel), damit wir unsere eigenen Artikel lesen können. Die Begutachtung der Artikel leisten wir auch noch pro bono.Nicht einen einzigen Cent bekommen Wissenschaftler für ihre Autoren- und Gutachtertätigkeit!Das macht alleine bei den Top drei internationalen Verlagen (Thomson Reuters, Reed Elsevier und Wolters Kluwer) runde 4 Milliarden Dollar Reingewinn nach Steuern jährlich aus.Gegen diese massive Ausbeutung von Arbeitskraft und Subventionierung von privaten Verlagen (einige selbst in 2009 mit zweistelligen Wachstumsraten!) sollte man viel mehr schreiben, als die paar Mark die meist junge Wissenschaftler aus Spass oder zur eigenen Vermarktung ausgeben. Das hier angeschnittene Thema mag einen richtigen Gedanken aufgreifen, ist aber ob der wirklichen Gewinne die internationale Konzerne mit reinen Steuermitteln erwirtschaften, geradezu lächerlich irrelevant. Der Effekt den eine handvoll Wissenschaftsblogger auf die Verlagslandschaft haben ist, verglichen mit den alljährlichen Milliarden in der Primärliteratur ungefähr so relevant wie die Spinänderung eines Elektrons in einem chinesischen Fahrrad für die Klimaanlagen in deutschen ICEs :-)Dieses Ungleichgewicht erklärt vermutlich zum Teil, warum Tobias so deutliche Worte findet: es zeigt, dass dem Autor hier die Perspektive und vielleicht auch ein wenig die nötige Fachkompetenz fehlt.

#7 - Splitney

Wednesday 14 July 2010 - 01:16

Richtig, ich bin kein Wissenschaftler und habe demzufolge auch wenig Ahnung von den Schwierigkeiten, die wissenschaftliches Publizieren andernorts mit sich bringt. Wovon ich Ahnung habe ist Monetarisierung von Content im Internet.Als Volkswirt und Unternehmer, der sich bislang im Rahmen seiner Tätigkeit im Web jeden Cent selbst verdient hat, befremdet es mich doch schon, dass es Leute gibt, die mehr oder weniger ohne Entlohnung für ein kommerzielles Unternehmen arbeiten. Meine Güte, lasst euch doch wenigstens online ordentlich bezahlen, anstatt ohne Not diese Ausbeutung hier auch noch fortzuführen.Ich bin mir sicher, Tobias, dass du nur für dich sprichst. Deine Kollegen mögen ganz andere Beweggründe haben, warum sie dort bloggen. Spaß ist natürlich zunächst mal ein Totschlagargument. Allerdings: Spaß muss man sich auch leisten können. Man nimmt sich hier mit dem weitgehend unbezahlten Publizieren freiwillig eine Einnahmequelle. Das Geld muss demzufolge an anderer Stelle verdient werden. Man sollte sich also überlegen, nicht nur Geschenke an die Menschheit zu verteilen, schon gar nicht an private Verleger, sondern auch selber schauen, wo man bleibt. Und zwar idealerweise nicht in einer subventionierten Arbeit, die außerhalb der entsprechenden Einrichtungen stattfindet. Schließlich wurde man ausgebildet, um dann auch mal auf eigenen Beinen zu stehen.Die paar Wissenschaftsblogger mögen ob der von Björn angesprochenen Probleme tatsächlich erstmal irrelevant erscheinen. Aber es geht ums Prinzip, und das ist in beiden Fällen das selbe: Arbeit ohne Bezahlung. Erinnert mich irgendwie an die Generation Praktikum.. Ist natürlich die Frage, wem man den Schwarzen Peter zuschiebt. Dem ausbeuterischen System, dem man sich kaum noch entziehen kann - oder jedem, der dabei bereitwillig mitmacht. In dem in meinem Artikel erwähnten Fall neige ich allerdings stark dazu, es den Wissenschaftlern selber anzukreiden, denn das "System Internet" lässt Spielräume und man wird nicht gezwungen für lau seine Beiträge dort einzustellen.Naja, im Grunde genommen kann man sich den Appell sparen. Denn es bleibt nur die nüchterne Feststellung, die ich an anderer Stelle schon oft geäußert habe: Es gibt jederzeit einen unbegrenzten Nachschub an Menschen, die - aus ganz verschiedenen Gründen - kostenlos auch für kommerzielle Unternehmen im Internet arbeiten. Damit wird das Geldverdienen für beschäftigte Ersteller von Inhalten immer unwahrscheinlicher, wohingegen sich für Unternehmer durch minimale Personalkosten neue Möglichkeiten ergeben.

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