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Oh yeah, dieser Typ bringt mich wirklich auf die Palme. Kurz zur Personalie: Robert Basic, zunächst mit seinem Tech-, Gadget- und Privatblog basicthinking.de eine der bekanntesten Gestalten der Bloggerszene. Deutscher Robert Scoble. Anfang 2009 Verkauf des Blogs, danach gescheitertes Projekt "Buzzriders". Heute mit robertbasic.de unterwegs.Ich mag ihn nicht. Das liegt nicht daran, dass er fett und hässlich ist, sondern an seiner ekelerregenden Arroganz und Selbstgefälligkeit, die er sich mit den Jahren angeeignet hat. Sein damaliges Blog war bei mir gebookmarkt. Abgesehen von seinen uninteressanten Beiträgen aus seinem Privatleben und einem in Youtube-Videos offenbarten fiesen Musikgeschmack hatte er immer viele News über das einschlägige Internet-Geschehen. Diese mit erkennbarem Eifer verfassten Infos boten vor ein paar Jahren noch eher wenige Websites. Dementsprechend auch seine recht ansehnlichen Trafficzahlen. Der monetäre Erfolg kam in der Folge wohl auch nicht zuletzt daher, dass er ein guter Networker ist. Er war einer der ersten, die die Vermarktung des eigenen Blogs selbst in die Hand nahmen und damit angeblich auch ganz passable Einkünfte generierten. Ein wirklich beachtlicher persönlicher Erfolg, gekrönt mit dem wohl eher aus einer spontanen Laune heraus vollzogenen Verkauf seiner Website auf Ebay für knapp 47.000 Euro an einen Hoster. Also: Sowohl die erkennbare Leidenschaft, der Trafficaufbau als auch die Monetarisierung nötigten mir als Leser und Webmaster allen Respekt ab.Es gab damals schlichtweg noch nicht sehr viele Blogger. Die, die es gab und die auf einem gewissen Niveau durchgehalten haben, sind heute oftmals noch in den Blogcharts - und zwar überproportional - präsent. Blogger wie Basic sind qualitativ nicht besser, als vieles, was sich mittlerweile vor allem auch an Nachwuchs auf dem Markt tummelt. Das gibt er sogar selber zu und geht damit hausieren: "Da es mir gelungen ist, kann es auch anderen gelingen". Was ihm entgangen zu sein scheint, ist, dass das Konkurrenzumfeld sich in den letzten Jahren so radikal verändert hat, dass man selbst mit sehr guten Inhalten, viel Disziplin, hoher Motivation und unter Einbeziehung der neuen Möglichkeiten durch Social Networking kaum noch in der Lage ist, als Blogger dauerhaft auch nur annähernd soviel Aufmerksamkeit und Traffic zu erlangen, wie es damals in der guten alten Zeit möglich war.Ernsthaft kein Neid meinerseits - ich weiß nur, wovon ich spreche. Ich habe 2003 nicht mit einem Blog, sondern mit einer Plattform angefangen und einige Jahre selber durchaus beachtliche Erfolge in Sachen Traffic und Einnahmen erzielen können. Nur mache ich mir nichts vor: Würde ich heute mit dem selben Dienst starten: Nicht den Hauch einer Chance! Damals war genau die richtige Zeit, es gab wenig und unprofessionelle Konkurrenz, ich besetzte eine Marktnische, dann kam Google, erst mit der Suchmaschine, dann mit Adsense.. Wenn ich eins gelernt habe aus meiner unternehmerischen Tätigkeit als Website-Betreiber: Natürlich musst du in dein Projekt einen ganzen Haufen Blut, Schweiß und Tränen stecken. Und natürlich brauchst du ein Produkt, was Kundenbedürfnisse erfüllt. Aber: Du musst zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das Timing ist entscheidend.Genau so war es auch bei ihm und den anderen Alteingesessenen, die heute noch unverhältnismäßig häufig in den Blogcharts auftauchen: Ranklotzen, good enough Content, eine Menge Biss und Durchhaltevermögen, Vermarktungschancen nutzen, aber das Entscheidende: Rechtzeitig am Start. Das ist das ganze Geheimnis.Gerade diesen Punkt sieht der Herr Basic nicht oder verschweigt ihn vorsätzlich. Statt dessen hört er nicht auf, in seinem Blog ständig immer wieder neue Tipps vorzukauen, wie man mit Blogs (erfolg)reich wird. Und seine Leser - mittlerweile liest sich das in den Kommentaren eher wie seine Jünger, denn es gibt kaum Widerspruch - wollen das anscheinend auch genau so hören. Tschakka, du schaffst es! Stellt sich die Frage, ob er wider besseres Wissen immer wieder diese Sülze bringt, ob er es bewusst macht, um seine treuen Leser bei Laune zu halten und sich anderweitige Möglichkeiten in der Beraterbranche verspricht. Letzteres wäre kein Einzelfall, der aufmerksame Leser erlebt immer wieder mal, wie die Qualität eines Blogs genau zu dem Zeitpunkt zugunsten von monoton-positivistischem Eigen-PR-Gewäsch geopfert wird, da der Autor bestimmte andere berufliche Tätigkeiten außerhalb seiner Bloggerei anstrebt.Dabei müsste er es wirklich besser wissen. Das großspurig angekündigte Projekt "Buzzriders", das er vor einiger Zeit mit viel Tamtam, diversen Barcamps, Workshops, Networking und Schlagmichtot angeschoben hat, sollte wohl ein deutschlandweites Portal für lokalen Journalismus werden. Schon anfangs habe ich mir einfach nur an den Kopf gefasst - was für eine Gigantomanie, Hybris, maßlose Selbstüberschätzung und mangelnde Markteinschätzung. Natürlich ist das Projekt grandios gescheitert - aus vielfältigen und ganz banalen Gründen, die man hier gar nicht aufzählen muss. Aber eines hätte der Herr Basic doch schon aus dieser Pleite mitnehmen und offen darlegen können: Es klappt halt nicht alles, was man anpackt und vor allem: ungeachtet aller anderen Dinge, dass er diesmal wohl offensichtlich nicht den richtigen Zeitpunkt erwischt hat.Ich vermute mal, dass er wirklich denkt, er hilft den Menschen weiter mit seinen Blog-Businessplänen und salbungsvollen Anleitungen. In der Rolle des Motivators tut er das bei dem ein oder anderen vielleicht auch, nur eines werden diese Gläubigen garantiert nicht mit ihren eigenen Webprojekten haben: Erfolg. Warum nicht realistisch sein und ganz nüchtern sagen, dass es mittlerweile kaum noch eine Chance für Blogger gibt, halbwegs bekannt zu werden, geschweige denn von der Arbeit leben zu können? Klar haben es auch schon damals nur wenige zu was gebracht. Aber die Zeiten haben sich nachhaltig geändert und die Fakten liegen auf der Hand: Trafficerfolge in überschaubarer Zeit sind nicht mehr möglich: dafür gibt es für fast alle Themen zu viele Mitstreiter. Monetäre Erfolge sind kaum noch drin: zu viel Konkurrenz um die Werbeflächen.Basic negiert sogar, dass man gut sein muss, in dem was man tut. Dabei reicht das heutzutage noch nicht mal als Grundvoraussetzung. Es gibt mittlerweile einfach viel zu viele, die sich vom Bloggen mehr versprechen als Spaß. Und gerade durch solche windelweichen Versprechungen erhöht man diese Zahl immer weiter. Wo doch die allermeisten, denen solche Dinge in Aussicht gestellt werden, sang- und klanglos scheitern werden. Warum nicht zur Abwechslung mal Tacheles reden: Bloggerei als Beruf? Forget it!Klar wird es immer wieder Ausnahmen geben. Aber man sollte bei der Wahrheit bleiben. Und es ist einfach schäbig und unredlich, den Leuten angesichts der heute wesentlich ungünstigeren Marktchancen mit irgendwelchen altklugen Ratschlägen falsche Hoffnungen zu machen und sich selbst dabei abzufeiern nach dem Motto "Seht her, ich habs geschafft und ihr könnt das auch". Man tut seinen Lesern letztendlich keinen Gefallen, im Gegenteil: man verhöhnt sie mit dieser Art Beratergeschleime. Und das ist, was ich Robert Basic vorwerfe: Er erzählt nur die halbe Wahrheit.

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