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Friday 18 June 2010 - 02:25 by Splitney

Phew! AOL hat Bebo (for those who don't know: ein Social Network) für höchstens 10 Millonen Dollar an einen Finanzinvestor verkauft. Bebo wurde erst vor gut zwei Jahren für 850 Millionen Dollar akquiriert. Was für eine gigantische Kapitalvernichtung. Dabei hat AOL eine lange Tradition, die Beiträge seiner Investoren in Luft aufzulösen. AOL ist noch weit vor Yahoo das größte Milliardengrab der Internetwirtschaft. Keine Bubble, auf die das Unternehmen nicht aufgesprungen wäre.Die bedeutendsten Akquisitions-Flops waren bis dato im Jahre 1998 der Instant Messenger ICQ zum Kaufpreis von 287 Millionen Dollar (vor kurzem glücklich abgestoßen für 188 Millionen Dollar) und der längst aufgegebene Netscape-Browser für sage und schreibe 4,2 Milliarden Dollar. Sowie weitere Einkäufe wie z.B. der Landkartenhersteller Mapquest 1999 für 1,1 Milliarden Dollar. Alles übertrumpfend natürlich die unsägliche inzwischen aufgelöste Fusion mit Time Warner, ein Totalausfall im Börsenwert von, festhalten: ca. 300 Milliarden Dollar.Bei diesen unwirklichen Summen wird einem verständlicherweise ganz schwindelig. Umso erstaunlicher, dass die Firma AOL noch heute weiterhin fröhlich vor sich hin wirtschaftet. Befeuert und geduldet von altem Investorenkapital aus Dotcom-Zeiten und immer wieder aufs Neue geschürten Hypes und Hoffnungen auf das nächste Big Thing, das nicht kommt und auf das die Öffentlichkeit immer wieder hereinfällt. Unbelievable.Die Sache mit Bebo war natürlich 2008 für jeden klar denkenden Menschen vollkommen abzusehen. Die Website wurde zu einem Zeitpunkt gekauft, als längst besiegelt war, dass sich a) das Netzwerk nur ganz begrenzt in einigen wenigen Ländern ausbreitet und b) der Höhepunkt in Sachen Reichweite und Usergunst bereits überschritten war. Bebo als Community für britische Unterschichten-Kiddies. Und wir alle wissen, was selbst aus Myspace, dem ehemals für kurze Zeit beliebtesten Social Network der Welt geworden ist. Ein Schatten seiner selbst, keine Chance gegen Facebook. Angesichts des aussichtslosen Kampfes konzentrieren sie sich nur noch auf ihre Kernkompetenz als Musiker-Plattform. Studivz sollte sich so langsam auch mal Gedanken machen, denn ohne Alleinstellungsmerkmal wird der Abschied nur beschleunigt. Die Amerikaner haben es innerhalb weniger Monate geschafft, den deutschen Klon hierzulande nicht nur zu überholen, sondern weit abzuhängen. Profitabilität my ass. Jedenfalls: Nur ein vollkommener Idiot zahlt für eine Website (Bebo in 2008) fast eine Milliarde Dollar. Mit gesundem Menschenverstand ist das in keinster Weise mehr zu erklären, eher mit kriminellen Machenschaften.Womit wir bei der Frage sind: Quo vadis Facebook? Es dürfte inzwischen klar geworden sein, dass der Markt bei Social Networks für fast alle Ecken der Welt letztendlich nur einen alles überragenden Anbieter zulässt. Ob und inwieweit dieses erstmals überhaupt erreichte fast weltweite Monopol eines Marktteilnehmers nun tragfähig und von Dauer ist, ist die höchst spannende Frage. Ist Facebook jetzt auch nicht zuletzt aufgrund der tiefgreifenden Einbindung ins Webgeschehen "too big to fail" oder kann beizeiten der nächste, coolere, bessere Dienst dem Netzwerk den Rang ablaufen? Natürlich könnten sie sich jederzeit selber durch Managementfehler rauskegeln - was angesichts der durchaus mangelnden Kompetenzanmutung ihres Chefs Mark "The Zuck" Zuckerberg nicht auszuschließen ist. Das größte Problem ist auf jeden Fall weiterhin die Monetarisierung. Es bleibt dabei: Bisher ist noch jedes größere Soziale Netzwerk sang- und klanglos beim Versuch gescheitert, die finanziellen Erwartungen zu erfüllen und die Investitionssumme einzuspielen. Social Networks? Massively overrated, massively overpaid.

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