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Natürlich ist es jedem Internetnutzer freigestellt, ein Webangebot ohne Werbung zu nutzen. Diverse Tools, allen voran das sehr beliebte Firefox-Addon "Adblock Plus" geben dem User weitreichende Optionen an die Hand, werbefrei durchs Internet zu surfen.Allerdings ist es nur gerecht, wenn auch umgekehrt für den Website-Betreiber die Möglichkeit besteht, die betreffenden Besucher vom Konsum des Contents auszuschließen. Schließlich sind viele Webangebote auf Werbefinanzierung angewiesen. Kommt ein Nutzer mit eingeschaltetem Adblocker auf eine Website, so besteht keine direkte Chance, dass er zum Weiterbestehen des Webangebotes einen Beitrag leisten kann.Wie man die Dinge auch sehen mag, es gibt Möglichkeiten, Adblock-User von einer Website auszuschließen. Allerdings sind diese wenig bekannt und oft unzuverlässig oder kompliziert zu implementieren, da sie meist auf eigenen, teils serverseitigen Hacks beruhen. Deshalb hier ein von mir in der Vergangenheit benutztes ultrakurzes und einfaches Javascript für Adsense-Anzeigen:if (!window.google_ad_url){
setTimeout("window.location.replace('/blocker.htm')",8000);}
Was macht das Ding? Die Variable window.google_ad_url wird nur definiert, wenn Adsense-Code geladen ist. Wenn ein Adblocker Google-Anzeigen blockt, wird der Adsense-Code nicht ausgeführt und somit ist die Variable unbekannt. Das Script prüft also, ob die Variable existiert. Sollte dies nicht der Fall sein, wird der Besucher auf eine vom Webmaster bestimmte Webseite des eigenen Webangebots (hier: /blocker.htm) umgeleitet, in diesem Beispiel nach einer Zeitverzögerung von 8 Sekunden (8000 ms). Eine Zeitverzögerung ist erstens sinnvoll zur Fehlervermeidung, um sicherzustellen, dass die Adsense-Werbeblöcke bereits geladen werden konnten (mindestens 1 Sekunde). Und zweitens, um die geblockte Webseite anzuteasern, d.h. dem User die Möglichkeit zu geben, einen kurzen Blick auf den Content zu werfen, um zu sehen, was er verpasst und entscheiden zu können, ob er dafür seinen Adblocker deaktivieren soll.Auf der Webseite blocker.htm sollte dann möglichst a) eine kurze Beschreibung des Sachverhalts stehen, warum der User geblockt wurde, b) eine Anweisung, was zu tun ist, um den Content uneingeschränkt nutzen zu können, sowie c) ein Link zurück zu der geblockten Webseite.Etwa so in der Richtung: "This service lives on ads. If you block ads, you aren't able to support this service. Please turn off your ad blocker."CAUTION! USE AT OWN RISK! Auf den betreffenden Webseiten, auf denen das Script ausgeführt wird, muss dann auch zwingend Adsense ständig vorhanden sein. Sonst leitet man natürlich alle Besucher fälschlicherweise immer wieder um. Das wäre katastrophal. Wenn nicht sichergestellt ist, dass sich bei jedem Aufruf Adsense-Werbeblöcke auf der eigenen Webseite befinden (z.B. bei einer Rotation mit Werbebannern von anderen Werbepartnern), muss man eine Vorsichtsmaßnahme ergreifen. Beispielsweise kann man den Werbeblock serverseitig in ein Div mit der ID "adbox" einschließen, und zwar nur dann, wenn Adsense in dem Werbeblock eingeblendet wird. Man fragt dann im Javascript zusätzlich ab, ob ein Element mit der ID "adbox" existiert.adbox=document.getElementById("adbox");
if (adbox && !window.google_ad_url){
setTimeout("window.location.replace('/blocker.htm')",8000);}
Das Javascript darf in jedem Fall erst aufgerufen werden, wenn das Webseiten-HTML geladen ist. Es wird in eine Datei ausgelagert, welche am Seitenende aufgerufen wird. Diese Datei sollte am besten nicht nur aus dem Adblock-Blocker-Script bestehen, sondern auch alle anderen Javascripts enthalten, damit sie zur korrekten Funktionsweise der Webseite vom User nicht wiederum geblockt wird.Nichts ist ärgerlicher, als wenn Besucher ohne Adblocker fälschlicherweise geblockt werden. Deshalb sollte in regelmäßigen Abständen die richtige Funktionsweise des Scripts mit und ohne eingeschaltetem Adblocker überprüft werden. Insgesamt kann ich aber sagen, dass es bei korrekter Implementierung sehr zuverlässig funktioniert hat.

1 comment

Monday 20 February 2012 - 01:02:29

Leser gänzlich auszusperren halte ich nicht für Klug. Ist der Leser genervt, kommt er nicht wieder. Zur Not lieber einen Leser mit Adblocker als keinen Leser. Ich zeige meinen Adblock Lesern einen dezenten Hinweis und erkläre warum es Sinn macht den Adblocker abzuschalten. Feste Banner die per Sale abgerechnet werden maskiere ich, so das diese trotz Adblocker angezeigt werden.

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