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Die neuen Micropayment-Dienste ermöglichen das Übersenden von Spendengeldern an Online-Publisher. Klingt zunächst mal gut, werden hiermit doch Texte im Bezug auf deren Monetarisierung endlich von der primären Frage der Werbetauglichkeit befreit und der Nutzwert für den Leser in den Fokus gestellt. Allerdings sprechen gewichtige Punkte dafür, dass sich allein durch die Möglichkeit Micropayment die Erwartungen der Autoren an nennenswerte monetäre Erträge nicht erfüllen können.Erstens: Die Hürde des Mitmachens. Alle Dienste, bei denen es um finanzielle Transaktionen geht, haben vergleichsweise unangenehme Eintrittsbarrieren. Neben der benötigten grundlegenden Motivation zur Teilnahme existieren vor allem generelle Bedenken im Bezug auf alles, was mit Bezahlung im Internet zu tun hat. Ein Paypal-Konto wird benötigt, Informationsdefizite spielen eine Rolle, Anmeldeformalitäten, Sicherheitsfragen. Der potenzielle Nutzer kann im Vorhinein nicht abschätzen, was ihn an Aufwand erwartet und welche möglichen - vielleicht auch völlig unbegründeten - Gefahren lauern. An diesem Punkt kann man bereits mit einer Durchfallquote rechnen, die der Enthaltsamkeit bezüglich anderer Mitmach-Aktionen in nichts nachsteht, sprich: nur ein kleiner Bruchteil der Leute wird an so einem Programm überhaupt jemals teilnehmen, auch weil sie es nicht müssen, es besteht kein gewichtiger Grund.Womit wir beim zweiten Punkt wären. Es fehlen überzeugende Argumente, warum man in der Rolle des Spenders bei solchen Projekten mitmachen sollte. Allein die Bereitstellung der Infrastruktur ist nicht hinreichend, dass Transaktionen auch tatsächlich stattfinden. Warum für etwas zahlen, was es in Hülle und Fülle umsonst gibt? Es wird also der soziale Gönner gesucht, der großzügige Sponsor, der Mäzen. Die meisten Menschen entsprechen nicht diesem Typus, sie nehmen mit, was sie bekommen können und versuchen alle Angebote, die mit Kosten verbunden sind, wenn es irgend geht zugunsten der kostenfreien Alternative zu meiden. Was einem im Internet auch wirklich leicht gemacht wird, denn hier ist es eher umgekehrt: Selbst wenn man zahlen wollte, es ist oft schon mit zu großem Aufwand verbunden, dies überhaupt für ein Angebot, welches gar nicht danach verlangt, freiwillig zu tun.
Krass ausgedrückt könnte man den ganzen Vorgang auch als eine Art netzbasiertes Pennertum sehen. Der "Bettel-Button" ist weitaus weniger aufdringlich als die direkte Ansprache und eine Gegenleistung wird bestenfalls sogar erbracht. Aber solche Systeme, die nur auf Großzügigkeit basieren haben es verdammt schwer.Drittens: die Qualität. Ein User wird nur zum Spender, wenn er vom Angebot überzeugt worden ist. Doch welches Contentprodukt ist für ihn wirklich unterstützenswert? Sicherlich nicht die vielen 08/15-Blogs, deren Autoren mit rudimentären Schreibkünsten hauptsächlich für die Allgemeinheit eher belanglose Dinge über sich und ihren Alltag in den Mittelpunkt stellen. Sondern allenfalls hochrelevante, wertvolle und dabei absolut einzigartige Informationen von Schreibern, die sich bereits durch in puncto Qualität und Frequenz gleichbleibend hohen Output über einen längeren Zeitraum einen Namen gemacht haben. Da scheidet der Großteil der Publizisten aus dem Rennen um nennenswerte Spendenaufkommen aus.So wird das nichts als reine Form der Erlösgenerierung für Blogger. Momentan besteht die Teilnehmerschaft überwiegend aus ihresgleichen, d.h. die Erzeuger des Contents sind als mögliche Zahlungsempfänger auch gleichzeitig die Geber. Auf diese Weise gelangt natürlich kein zwingend benötigtes ungebundenes Frischgeld von außen in den Kreislauf, um den Motor überhapt erstmal ans Laufen zu bringen. Statt dessen schieben sich die Nutzer dieser Dienste derzeit lediglich die geringen Einzahlungen hin und her.Das Monetarisieren von Blogs bleibt ein schwer zu lösendes Problem. Wer sich von der Installation eines Spendenbuttons auf seiner Website große Dinge verspricht, wird enttäuscht werden. Eine Mischform aus verschiedenen Einnahmequellen sollte nach wie vor angestrebt werden.

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