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Wednesday 21 April 2010 - 15:11 by Splitney

Vor 11 Jahren kaufte ich einen BMW, ein "Mobility-Service" (oder wie auch immer die das nannten) war inbegriffen. Damals war ich bereits im ADAC und spielte mit dem Gedanken, dort - zumindest für die Dauer der Gültigkeit dieser Herstellergarantie - auszutreten, denn im Fall einer Panne konnte ich den mobilen Werkstattdienst von BMW kostenlos in Anspruch nehmen. Was ich dann auch tat, als es so weit war. Ich erinnere mich noch an den dicken Aufkleber im Kofferraumdeckel mit der Telefonhotline. Dass man im Pannenfall auch bloß nicht auf die Idee kommt beim ADAC anzurufen, sondern immer schön beim BMW-Service.Es stellt sich natürlich schon die Frage, welchen Sinn unter diesen Umständen die ADAC Pannenstatistik als eine der wichtigsten Entscheidungshilfen für deutsche Verbraucher beim Fahrzeugkauf und PR-Standardwerk für die automobile Werbewirtschaft mit ihrer Hitliste der zuverlässigsten Autos macht. Einige - besonders die deutschen - Hersteller bieten seit Jahren ihren eigenen Pannenservice an - bei Neuwagen inklusive, aber auch beliebig verlängerbar für Gebrauchtfahrzeuge. Und falls ich so einen Service habe, nehme ich den natürlich auch in Anspruch. Die Ergebnisse des ADAC, die auf der prozentualen Inanspruchnahme seiner Dienstleistung im Vergleich zum Gesamtbestand des Fahrzeugmodells basieren, werden dadurch logischerweise stark verfälscht und somit insbesondere für neuere Fahrzeuge unbrauchbar.
Kein Wunder, dass z.B. der BMW X1 im letzten Jahr auf Platz eins in seiner Kategorie stand, wenn jeder Kunde im Pannenfall bei BMW statt beim ADAC anruft.
Es kommen auch noch diverse andere elementare Dinge hinzu, z.B. dass nicht berücksichtigt wird, wie viele Kilometer mit dem jeweiligen Modell im Vergleich zu anderen Modellen im Schnitt gefahren werden usw. Alles wirklich einfache und grundlegende Geschichten, bei denen es sich lohnen würde, mal einen investigativen Blick drüber zu werfen.Und was macht die Presse? Ich kann mich an keinen einzigen Artikel erinnern, in dem ich jemals auf diese Problematik hingewiesen worden wäre. Statt dessen ist seit längerem regelmäßig bei Erscheinen des jährlichen Reports eine Lobhudelei auf deutsche Automarken zu lesen: "Audi, BMW und Mercedes überholen die Japaner in der Zuverlässigkeit". Ach nee, gerade deutsche Hersteller bieten diese Mobility-Services seit Jahren offensiv für ihre Modelle an. Wer weiß, wo die ansonsten in der Tabelle stehen würden..Ehrlich, selbst einem Journalisten, der keine Ahnung von Statistik hat, müsste doch über die Jahre mal aufgefallen sein, dass da was nicht ganz stimmen kann. Und sei es aus seiner privaten Erfahrung heraus. OK, ich habe selber schon an meinem gesunden Menschenverstand gezweifelt, der Sachverhalt ist ja auch einfach zu offensichtlich, um nicht von irgendjemandem aus den Medien mal bemerkt und aufgegriffen worden zu sein, nicht wahr? Es gab auch nie einen Leserbrief in der hauseigenen ADAC Motorwelt zu diesem Thema - warum nur?
Jedenfalls habe ich erstmals gestern - nach 11 Jahren - einen kritischen Artikel dazu bei Zeit Online gelesen - und selbst der spielt die Auswirkung der Mobilitätsgarantien auf die Statistik noch herunter.Ja ist denn die ganze deutsche Presselandschaft gleichgeschaltet? Diese Geschichte ist doch jetzt wirklich nicht schwierig zu durchschauen. It's no rocket science. Trotzdem versagen alle Medien durch die Bank. Millionen von Autokäufern werden hinters Licht geführt. Das ist doch wohl wirklich mal ein Thema, oder etwa nicht? Wie lange will man mit solchen Meldungen warten? Bis auch der letzte Verbraucher sich selbst aufgeklärt hat und sagt: "Och, das ist doch allgemein bekannt"? Statt den "Skandal" aufzudecken, wird beeinflusst und abhängig von den Werbegeldern der Autoindustrie lieber gutgläubige dummdreiste Propaganda für deutsche Hersteller betrieben. Genau diese Desinformationskampagnen sind es, die einen nicht mehr dem herkömmlichen Medienapparat über den Weg trauen lassen. Ich glaube, unabhängige Blogs und Foren können und werden solche Sachen viel eher mal zum Thema machen.Bis dahin gilt natürlich wie immer: Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

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