Random Articles

Partytrends 2006 by Splitney

...

Thursday 07 January 2010 - 29.05.2006 - Yo, das hier war ne Anfrage einer Rep

Flattr vs. AdSense by Splitney

...

Friday 02 July 2010 - Die ersten validen Statistiken von deutschen Blogg

Politik und Web by Splitney

...

Tuesday 11 May 2010 - In Berichten über die Bloggermesse Republica war d

Identität in der Online-Gesellschaft by Splitney

...

Tuesday 05 October 2010 - Es ist ein zweischneidiges Schwert mit der Anonymi

Image Banner revisited by Splitney

...

Friday 30 July 2010 - Aus Jux und Dollerei habe ich auf dem Partyguide m

Friday 16 April 2010 - 02:24 by Splitney

Allein mit dem Einstellen von eigenen Texten ins WWW ist es fast unmöglich, hinreichende Erlöse zu erwirtschaften. Die Gründe dafür dürften bekannt sein: Eine Gebührenfinanzierung klappt nicht, weil - abgesehen von der immer noch weitgehend ungelösten Frage der Zahlungsmodalitäten - zu jeder Zeit die Anzahl der kostenlos anbietenden Konkurrenten mit gleichartigen Informationen die Zahlungsbereitschaft des Lesers gegen Null sinken lässt. Nennenswerte Werbeerlöse sind unter anderem nicht möglich, weil die Zahl der Anbieter von Werbeflächen die Nachfrage bei weitem übersteigt, weil die Reichweite eines einzelnen Blogs meistens zu gering ist und weil die Themensetzung oft schlecht geeignet ist, um Werbekunden zu akquirieren. Blogger und Journalisten sitzen hier in einem Boot, denn die Onlineausgaben der Verlagsprodukte haben ganz ähnliche Probleme.Man nimmt also Möglichkeiten außerhalb des Bloggens wahr, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Schreibt man die Bloggerarbeit im wahrsten Sinne des Wortes fort, ist man beim Buch angelangt. Man wechselt einfach das Medium und schwupps, lassen sich auf einmal Preise für den Zugang zu den veröffentlichten Informationen realisieren. Druckmaschine und Distribution als Eintrittsbarrieren zum Publishing auf Papier - bloggen kann ja jeder.Im Buch ist dann im Zweifelsfall nichts anderes niedergeschrieben, als was auch in Blogs steht oder stehen könnte. Denn überall kann alles veröffentlicht werden: Literatur ist vollkommen plattformunabhängig. Aber während ein Text im Internet als digitalisierte Ware einfach verschenkt wird bzw. werden muss, entlockt er auf Papier gedruckt dem Buchkäufer eine Zahlungsbereitschaft. Ist das nicht total verrückt?All die Webweisen und Netzapologeten verkünden uns mantraartig nun schon seit Jahren, welche unternehmerischen Möglichkeiten das Internet bietet. Erfolgreiche Firmen wie Google, Apple und Co werden als Beispiele herangezogen, wie man im Web und mit dem Web kommerziell erfolgreich sein kann. Auffallend ist, dass a) immer wieder nur die gleichen altbekannten Big-Player herhalten müssen und b) kaum jemand *innerhalb* des Mediums selber zeigt, wie man tatsächlich erfolgreich ist. Und zwar nicht bei der Anzahl von Twitter-Followern, Facebook-Friends oder Bloglesern, sondern im klassischen betriebswirtschaftlichen Sinne: Erfolg ausgedrückt als monetärer Ertrag.Statt dessen veröffentlicht man Bücher. Na klar, ohne eigenes Buch ist man ja kein ausgewiesener Online-Experte. Als Dreingabe gibts dann immer öfter ein begleitendes Blog. So wie bei Zeitschriften das Forum zum Heft. Ändert nichts an der Sache: das Buch ist die eigentliche Cash Cow - nur Gedrucktes bringt die benötigten Einnahmen. Das Blog bleibt kommunikativ-flankierend, zum Geldverdienen geht man dann doch lieber offline.Nachdem inzwischen wirklich keiner mehr lesen will, was Google und die anderen Dickschiffe alles richtig gemacht haben, versteift man sich bei den meisten Neuerscheinungen mittlerweile darauf, das Web als Kommunikationsmedium anzupreisen. Die Karavane zieht also einfach weiter zum nächsten Thema. In diesem Fall leichtes Spiel, denn da das Buch ein Medium ohne Feedback-Kanal ist, wird als Beweis für die Thesen zusätzlich eben ein Blog aufgesetzt, über das dann die Kommunikation ablaufen soll. Geschenkt.. sozusagen.Also nach wie vor: Erfolgsgeschichten, die man vom Internet behauptet, werden mangels Profitabilität in erster Linie nicht dort publiziert. Heute mal ohne Schlussfolgerung: Man sollte über diesen Widerspruch einfach nur mal nachdenken.

comment

Write a Comment

name

email (not displayed)

website (not required)

0.01 sec • © Coriola.com