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Monday 22 March 2010 - 23:29 by Splitney

Bezugnehmend auf den Videobeitrag des höchst erfrischenden Loren Feldman, der ehrlich und geradeheraus hier mal wieder voll ins Schwarze trifft.Ich war schon immer ein Verfechter des Eigenständigen. Nur wer unique ist, hebt sich von anderen ab und kann einen Unterschied machen. Das peinliche Selbstdarstellertum aus den früheren Jahren des Online-Daseins hat man hoffentlich hinter sich gelassen. Also nicht Auffallen um jeden Preis, sondern im Rahmen der vielen Möglichkeiten seine Persönlichkeit angemessen repräsentieren. Dies gilt für alle Webnutzer, ob privat oder kommerziell.Online gehört für mich selbstverständlich eine eigene Domain dazu. Da ich mit Websites arbeite, habe ich sogar mehrere. Hat man die eigene Webdomain, hat man praktischerweise auch eine eigene Email-Domain.In Bewerbungsschreiben gilt es als unprofessionell, wenn man bei der Email-Adresse seinen Chatnamen angibt. Mindestens genauso interessant ist aber eigentlich, was rechts vom "@" steht.
Bei Blogposts geben viele ihre Twitter- oder Facebookpage als Website an. Klar, soll jeder machen so wie er mag. Identitätsstiftender wäre in jedem Fall der Verweis auf eine eigene Website.
Beim Kennenlernen wird anstatt der obligatorischen Handynummer auch gerne mal die "eigene" Facebook- oder StudiVZ-Seite ausgetauscht: Besuch mich doch mal darauf, dann kann ich dich adden. Naja.
Von Freunden bekommt man Einladungen für diverse Social Networks zugeschickt. Dort soll man sein Profil erstellen, etwas von seinem Leben preis geben, Fotos reinstellen. Nur so als Alternative zur Datenkrake: Ein eigenes Webprojekt wäre doch viel spannender.Tut das Not, seine Eigenständigkeit in Form eines Userprofils an eine Firma abzutreten und damit dann hausieren zu gehen?Den Datenschutzaspekt mal außen vor: Im privaten Gebrauch kann man das irgendwie alles noch verstehen. Nicht jeder legt unbedingt Wert darauf, seinen ganz eigenen Webspace zu haben. Oft fehlt die Zeit und die Lust, außerdem möchte man sich ja vernetzen - es würde allerdings nichts dagegen sprechen, die eigene Website entsprechend mit den einschlägigen Plattformen zu verlinken. Sich aus den Fängen kommerzieller Unternehmen zu lösen, kann ein befreiendes Gefühl sein.Spätestens sobald es um Beruf und Geschäftliches geht, ist es jedoch einfach auch viel professioneller, einen eigenen Webauftritt zu besitzen. Deshalb ist bei Firmen und insbesondere bei Marken eine Marketingstrategie, die sich von fremden Firmen oder Marken abhängig macht, rational betrachtet nicht wirklich nachzuvollziehen.Beispiele aus der Corporate-Welt: Das ZDF betrieb gebührenfinanzierte Schleichwerbung, indem es seine Zuschauer während der Olympischen Winterspiele aufforderte, Fragen an den Snowboarder Shaun White per Youtube an die Redaktion zu senden, damit man diese dann im Aktuellen Sportstudio, wo er später zu Gast war, einspielen konnte.
T-Mobile setzt derzeit in der Fernsehwerbung für sein Smartphone voll auf die Fremdmarke, indem es die bequeme Nutzung von Facebook auf dem Endgerät als alleiniges Feature anpreist.
Diverse Zeitungen stellen News-Apps fürs Iphone in den App-Store ein und übergeben damit das komplette Handling für das Produkt an Apple, die auch gerne mal nicht genehme Applikationen einfach nach eigenem Gutdünken zensieren oder rauswerfen.
Firmen finden sich hip und werben in Zeitschriftenanzeigen mit der Erreichbarkeit über Twitter, Facebook und Co inklusive Darstellung der Logos. And so on..Was veranlasst Marken dazu, sich ohne Not anderen Marken auszuliefern, kostenlose Werbung für fremde kommerzielle Tools zu betreiben, sich "hinter dem Slash" als Domainanhang einer fremden Internetplattform darzustellen oder als dortiges Userprofil verwursten zu lassen? Traffic in erster Linie für eine andere Plattform zu generieren, anstatt auf der eigenen Website ihre User unbefangen ohne störende Einflüsse zu erreichen. Wer zum Teufel berät diese Firmen? Ach ja, "Social Media Berater", nuff said.Im Web sind für eine Unternehmung zwei Dinge von wesentlicher Bedeutung: Die eigene Marke und die eigene Domain. Beides gilt es auszubauen. Dies gelingt nicht, wenn man seinen teilweise über Jahrzehnte mühsam aufgebauten Markennamen verschmutzt und verwässert, indem man ihn an eine Social Media Plattform abtritt, die macht was sie will und über die man nicht die geringste Kontrolle hat. Und ja: auch wenn es die Web 2.0-Propheten nicht wahrhaben wollen: Eine kontrollierte Markenführung ist nach wie vor wichtig. All diese Services könnten aber morgen schon vergessen sein, Klagen am Hals haben, in einem schlechten Licht dastehen, uncool aussehen, einfach dicht machen, und dann? Man hat keinerlei Einfluss, man promotet die Fremdmarke mit eigenem Geld und hofft, dass sich irgendwelche Synergieeffekte ergeben. Wie kann man nur so blöd sein, seine Marke einer fremden Firma zu opfern? Es ist wirklich hirnrissig.Vernetzung, Markenbotschafter gewinnen, virale Kampagnen. Wäre wünschenswert, aber doch nicht, indem man alle Kernkompetenzen die man besitzt einfach abtritt und damit seine Marke komplett auf Risiko im Ungewissen aussetzt. Wo das hinführt, haben einige Unternehmen mit ihren dollen Social-Kampagnen ja bereits leidlich erfahren und dürfen den Scherbenhaufen nun aufkehren.Loren Feldman hat Recht: Jedem Unternehmen, dass sich von Beratern in diese Richtung dirigieren lässt, ist dringend anzuraten, die Agentur zu feuern.

1 comment

#1 - moti

Tuesday 23 March 2010 - 01:17

BTW ich fands schon immer lachhaft und opportunistisch, wenn z.B. gerade linksalternativ-hedonistische Partyveranstalter, Künstler und Clubs mit massiver bereitwilliger kostenloser Domain-Promo ihres Myspace-Profils aus allen Rohren das Netzwerk eines rechtslastigen Medienmoguls pushen. Vom Branding her wart ihr alle doch schon Myspace und nicht mehr ihr selbst. Where is the attitude? Na, wer ist wirklich regimekritisch und tut nicht nur so? Mediaspree versenken aber sich von Rupert Murdoch einwickeln lassen. Naja, die User sind weg und jetzt isses halt die nächste Kommerzplattform, der ihr Eure Individualität opfert, der Trend ist vorbei, die Karavane zieht weiter..

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