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Sunday 31 January 2010 - 22:58 by Splitney

09.07.2007 - Wohl eines meiner Lieblingsthemen.Genau darauf sind sie alle hereingefallen. Eigenständige Communities sind kein *direktes* Geschäftsmodell, aus dem man Werbeerlöse ziehen könnte, die die Millioneninvestitionen auch nur annähernd decken könnten.
Der Zusammenhang zwischen Trafficzahlen und Werbeeinnahmen ist nicht gegeben. Die allermeisten User sind naturgemäß nicht in der Stimmung, Werbung zu konsumieren, sondern mit den Community-Features (posten, chatten, flirten etc.) beschäftigt.Wie sieht das Werbemittel auf einer Kommunikationsplattform aus? Nun, in einer Community müsste man - anstatt wie bisher einfach Werbeanzeigen reinzuklatschen - passenderweise "getarnt" in die Plattform integriert werden. Im Fall StudiVZ läuft dies dann wohl tatsächlich nur über die Einbindung als kommerzielle Gruppe, um möglichst nah aber unaufdringlich an den Konsumenten ranzukommen. Sofern es sich nicht um Viral-Marketing handelt, hast du nach wie vor immer noch das klassische Prinzip des einen Senders (dort dann quasi der Gruppen-Moderator), der die Werbebotschaft einstellt. Anders gehts doch nicht, denn das schäbige Schmieren von Multiplikatoren und die damit einhergehende Korrosion des Netzwerks durch Vertrauensverlust ist ja wohl unbedingt zu verhindern.Das einzige, was sich an Werbung im Web 2.0 geändert hat: Die Rezipienten der Werbebotschaft können sich auf der Plattform über das Produkt untereinander austauschen und dem Werbetreibenden dort Feedback geben.
Nur: Ist das denn überhaupt erwünscht? Man will doch im Zweifelsfall gar kein öffentliches negatives Feedback.
Wie wird seitens des Website-Betreibers abgerechnet? Mal ehrlich: da kommt doch nicht viel bei rum. Und wie misst man überhaupt den Erfolg einer Kampagnenschaltung? Worin soll denn der Vorteil nun konkret liegen, Produkte ausgerechnet in eine Flirtplattform einzustellen?
Kurzum: Klassische berechenbare One-way-Werbung auf geeigneteren Webplattformen wird angesichts dieser Komplikationen jedenfalls nicht aussterben.. Werbung auf Web 2.0 Plattformen ist zunächst mal eines: sehr schwierig. Da sind stattliche Trafficzahlen nur Augenwischerei. Als Community-Betreiber ab einer gewissen Größe (Personalkosten, Traffickosten, Infrastruktur) gehts nicht werbefinanziert. Sollte der Laden dann doch irgendwann mal ein Interesse an Profitabilität haben, läufts nur über Gebühren. Siehe Singlebörsen und Xing. Bis dahin isses schlichtweg ein Millionengrab.

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