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Friday 29 January 2010 - 22:37 by Splitney

31.05.2007 - Ein wie ich finde durchaus gelungener Blogpost aus dem Jahre 2007.Absolut deiner Meinung. Google, Yahoo, News Corp et al gehen shoppen. Dabei macht es nichts, wenn man sich eine Niete nach der anderen ins Haus holt. Warum? Weil sies können, ihre Milliarden längst woanders gemacht haben und machen. Es tut ihnen nicht weh!
Holtzbrinck dagegen wird sich noch wundern, wollen anscheinend in der obersten Liga der multinationalen Mediengroßkonzerne mitspielen, aber es wird ihnen richtig wehtun, wenn sie merken, dass man mit dem erworbenem Hip-Scheiß auch in hundert Jahren die beträchtlichen Investitionen nicht reinholen kann. Weh tun deshalb, weil man sich von den Zukäufen tatsächlich Einnahmen verspricht und mit der "go internet"-Strategie darauf *angewiesen* ist.Schauts euch an, in der Öffentlichkeit gibts sowas wie die Ehrfurcht vor der Coolness dieser Web 2.0 Klitschen. Nach dem Motto "die Käufer werden schon wissen, warum sie die akquirieren". Das hatten wir alles schon mal.. Irgendwann Geld verdienen, wann überhaupt? In Internetjahren gerechnet werden die coolen zugekauften Startups in Kürze fast schon Oldies sein. Mit marginalem Return on Investment. Was ist denn mit StudiVZ? WANN soll das große Geld fließen?Neinnein, Geld verdient nur, was ein real existierendes Produkt verkauft, entweder direkt auf der Plattform oder mit Hilfe der Plattform über Affiliates oder Werbung. Gewinn macht nur, wer extrem slim-line fährt, mit Anfangsinvestitionen möglichst gegen Null und minimalen Betriebsausgaben/Personalkosten.Online-Werbung hat einen fiesen Vorteil für den Werbetreibenden, der dem Publisher zum Verhängnis gereichen kann:
Die Zielgruppenansprache ist unglaublich kosteneffektiv und zielgerichtet, wenn man die entsprechenden Möglichkeiten durch Tracking und Reporting nutzt. Nicht wie die von heute aus betrachtet im Vergleich lächerliche und hirnlose Verschwendung von Werbegeldern in breit gestreuten Zeitungsanzeigen mit kaum durchführbarer Erfolgskontrolle.Online-Werbeeinnahmen langen nicht, um eine Firma mit zweistelliger Mitarbeiterzahl davon zu ernähren plus Büros, Infrastruktur usw.
Was auch die Online-Redaktionen feststellen. Da reichen dann auch nicht mehr die alten Offline-Seilschaften und Vertriebskontakte der Verlage.Bei Pro-Bloggern (und anderen Kleinunternehmern) bin ich nicht so pessimistisch: denn der größte Kostenfaktor ist ja das Personal. Wenn wie zigfach erwiesen ein pfiffiger Webmaster alleine mit seinem Portal locker so viele aufmerksame Leser erreichen kann wie eine mittelgroße deutsche Onlineredaktion, und man als Einzelner gerade von den daraus generierten Werbeeinnahmen leben kann, dann stellt sich die Frage, wie tausende Zeitungsredaktionen überleben wollen, wenns in absehbarer Zeit mal heißen wird "online only".
Bis auf die große Ausnahme Spon und noch eine handvoll Anderer, die quasi den Newsmarkt für sich aufteilen siehts ganz bitter aus. Vor allem, wenn alle die gleichen "Nachrichten aus aller Welt" bringen, da fehlt dann der USP.Zeitungsabos gibts fürs Internet nicht, für Regio- oder Special Interest-Nachrichten allein fehlt zumeist die Reichweite (sprich Traffic), um kostendeckend arbeiten zu können.Dort aber liegt genau die Chance für Blogger als zumeist Einzelpersonen oder Kleinbetriebe (siehe Bildblog). Im Netz hast du nur ne Chance, wenn du mit minimalen Kosten maximalen Traffic generieren kannst. Medienunternehmen mit ihren redaktionsartigen Konglomeraten bestehend u.a. aus vielen teuren Journalisten werden nicht bestehen können. Das Internet ist ein Erzeuger von pfiffigen, flexiblen Mikrounternehmen. Alle Offline-Medien, die schrittweise mit dem ganzen Kladderadatsch ins Internet umschichten wollen, werden sich noch umgucken.

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