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Saturday 05 May 2018 - 13:03 by Splitney

Ich bin ja der Meinung, dass wir immer noch überhaupt gar nicht wirklich realisieren, welche Auswirkungen die digitale Revolution auf unser Zusammenleben hat. Eigentlich wäre der große Marktplatz Internet ja super dafür geeignet, mit Menschen diverser Backgrounds und Lebensläufe aus unterschiedlichsten Herkunftsorten in Kontakt zu treten und damit sein Wissen, seine Menschenkenntnis und seine Toleranz zu erweitern. One World, Peace, Love, Unity. Eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein.In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass die "sozialen" elektronischen Medien tendenziell dazu führen, dass sich Menschen segregieren, also voneinander abgrenzen statt sich auszutauschen und zu durchmischen. Es ist ein Phänomen, das sowohl in Kommentarbereichen von Publikationsplattformen als auch in (eigenen) Chatverläufen der einschlägigen Kommunikationstools sichtbar wird.Durch den enormen Anstieg der Kontaktgelegenheiten und der schieren Masse potenzieller Kommunikationspartner ist es natürlich notwendig geworden, diese Menge adäquat zu handhaben. Die technischen Filtermöglichkeiten, die eigentlich in erster Linie dazu gedacht waren, unliebsame Nervensägen wie Spammer und Stalker zu blocken, werden allerdings zunehmend auch auf "zivile" Kontakte angewendet - mit einer Leichtfertigkeit, die bedenklich ist.Nicht genehme Kommentare werden einfach gelöscht. Leute werden auf Ignore-Lists gesetzt, weil sie eine vermeitlich andere Auffassung vertreten. Kontakte werden "gemutet" und blockiert, weil mit bestimmten Äußerungen nicht konform gegangen wird. Ein "falscher" Satz, ja ein einziges "falsches" Wort reicht in manchen Fällen schon, um vom Gegenüber für immer ins Nirwana geschickt zu werden. Comfort Zones und Filter Bubbles werden hochgezogen, damit man sich bloß nicht mehr mit irgendwelchen unbequemen Aussagen befassen muss. Ohren zu und durch. Du hast eine andere Meinung als ich? Und tschüss! Der Finger am Abzug sitzt locker. Häufig genug ohne eine Anhörung, eine Chance sich zu erklären, Dinge richtig zu stellen, wieder aufeinander zuzugehen. Oftmals gibt es noch nicht mal eine wirkliche Differenz, sondern das Ganze beruht lediglich auf einem kommunikativen Missverständnis. Das passiert leicht, insbesondere bei Menschen, die nicht dem absoluten Mainstream entsprechen. Und schließlich kennt man sich ja gar nicht mal persönlich.Eigentlich ist hier erhöhte Toleranz geboten, ein offenes Ohr für neue Eindrücke. Je weniger ich jemanden kenne, desto mehr Aufgeschlossenheit ist nämlich zunächst nötig. Lege ich an neue Onlinekontakte direkt die gleichen Maßstäbe an wie an meine vertrauten engsten Freunde, dann führt das zwangsläufig dazu, dass derjenige mir früher oder später während einer Konversation "krumm" kommt. Es findet sich zumeist recht schnell etwas, was mich stören könnte. Schieße ich Kommunikationspartner dann direkt in den Wind, so mauere ich mich im Grunde genommen immer mehr gegenüber Außen ein und werde selbst immer verschlossener.Kontakte zu knüpfen, zu pflegen und zu halten braucht die nötige Ruhe und Gelassenheit - und ein offenes Mindset. Die viel beschworene Qualität der "Open Mindedness" ist in vielen Fällen aber nur ein falscher Anstrich, den sich die Leute geben. In Wirklichkeit passiert nämlich eher das Gegenteil: man übt Konformitätsdruck durch immer größere Intoleranz gegenüber Abweichlern aus. Angesichts der unüberschaubaren Anzahl von potenziellen Kontaktmöglichkeiten wird den Empfindungen eines Einzelnen nur wenig Beachtung geschenkt. Die Zeit ist knapp, die Sitten sind rau, beim kalten Wegklicken in der digitalen Welt ist wenig Platz für individuelle Emotionalität. Asoziale Verhaltensweisen sind auf dem Vormarsch.Damit sollte man sich nicht anfreunden. Wir müssen lernen, Unterschiede und Gegensätze zunächst einmal wieder anzuerkennen und auszuhalten. Reale Schwierigkeiten lassen sich nicht mit online eingeübten automatisierten Handlungsweisen erledigen. Im Offline-Leben kann ich Menschen schließlich auch nicht einfach wegklicken. Wie will man dort die immer wieder mal auftauchenden wirklichen Beziehungskonflikte lösen?Das Ganze ist auch ein Beispiel, wie uns technischer Fortschritt nicht nur nützen sondern auch regelrecht krank machen kann - so wie motorisierte Fortbewegungsmittel, die zu körperlichem Bewegungsmangel führen. Die smarten Tools, die uns zum sozialen Kontaktmanagement angeboten werden, wenden sich mitunter gegen uns. Sie führen zu immer größerer Faulheit, sich mit Andersartigem zu beschäftigen. Immer mehr Gleichförmigkeit im eigenen Umfeld. Verkrustung der eigenen Sichtweise und Verödung der sozialen Schnittstellen. Immer größerer Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Mangelndem Verständnis, Empathielosigkeit, Verhärtung der Fronten.Manche Leute erkennen mittlerweile diese negative Verhaltensänderung rechtzeitig bei sich selber und ziehen Konsequenzen, indem sie allzu einseitigen Medienkonsum reduzieren und eine Abstinenz von bestimmten digitalen Kommunikationsplattformen schaffen, wenn sie auf Dauer mehr schädigen als nutzen. Welcome back to the real world.

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Saturday 24 March 2018 - 14:08 by Splitney

"Spinderella cut it up one time"
Salt 'N Pepa, "Let's Talk About Sex" (1991)Let's talk about Biochemie. Testosteron ist das Sexualhormon schlechthin. Männer besitzen im Vergleich zu Frauen ein Vielfaches davon. Auch, wenn manche etwas anderes behaupten, aber es liegt ziemlich deutlich auf der Hand: mehr Testo = stärkerer Trieb, stärkerer Druck, stärkere Initiative. Braucht es noch praktische Beweise? Na gut.Es ist der Grund, warum es im Hetero-Bereich ganz überwiegend nur weibliche Prostituierte gibt. Und warum auf männlicher Seite eine viel weiter verbreitete Zahlungsbereitschaft für körperliche Zuneigung besteht. Warum sich auf Sex-Plattformen fast ausschließlich Männer rumtreiben, die dort dann notgedrungen mit Bots chatten. Und warum du als durchschnittlicher Typ ohne eigene Aktion keine Post im Nachrichteneingang deiner Dating-App vorfinden wirst, die Frau aber hingegen im Schnitt mit dutzenden Messages pro Tag zugebombt wird, ohne einen Finger krumm zu machen. Warum du dich als normaler Mann erstmal ordentlich anstrengen musst, um ein Date zu bekommen während eine semi-attraktive Frau nur "Schnipp" machen muss und schon melden sich 20 Interessenten zum Abendessen.Es ist der Grund, warum die althergebrachten Verhaltensregeln trotz Gender nach wie vor gelten, warum Frauen immer noch gerne in den Mantel und durch die Tür geholfen bekommen und Männer das bereitwillig machen. Warum du dir die Körbe bei der Erstansprache im Club einfangen musst und nicht die Frau, die dankend auf derlei Unannehmlichkeiten verzichtet. Warum sich auch nach hunderten Jahren die alten Rollenklischees immer noch bestärken und von beiden Geschlechtern gelebt werden. Der Mann empfieht sich gemeinhin der Frau und die Frau sucht sich aus dem Pool der Verehrer den vermeintlich Besten aus. Wer hat noch gleich die Wahl bei diesem Spiel?Ja, Love is a Game und zwar ein komplett unterschiedliches, je nachdem ob Männlein oder Weiblein. Wer weniger Druck auf der Leitung hat, dem fällt es leichter sich zu disziplinieren, seine Triebe unter Kontrolle zu behalten und auch einfach mal Verzicht zu üben. Wohingegen sich derjenige, der größere Schwierigkeiten mit seiner Impulskontrolle hat abhängig und steuerbar macht. Er wird letztlich zum Bittsteller beim anderen Geschlecht bzw. muss sich seine Trieberfüllung auf anderen Wegen suchen.Das bedeutet fürs Spiel: Wer es weniger nötig hat bestimmt die Regeln und das sind ganz allgemein nun mal die Frauen. Machen wir uns nichts vor, so war es schon immer und so wird es aufgrund unserer biologischen Voraussetzungen auch bleiben. She says: "I have the pussy, I make the rules!" And it's true. Nirgendwo sonst kann man dieses Phänomen so konzentriert miterleben wie in einer Online-Partnerbörse. Und fast in Reinstform auf Tinder.Man liest auf gefühlt fast jedem zweiten Frauenprofil: No ONS, also: kein One Night Stand erwünscht. Frauen suchen also im Allgemeinen viel eher was Festes als wir Männer, denen gerne pauschal nachgesagt wird, wir wären eh alle nur auf "das eine" aus. Dadurch im Übrigen auch der plakative mediale Ruf von Tinder als Sexplattform. Kurze Zwischenfrage: Woher kommt das? Kurze Antwort: Ach ja genau, Testosteron.Warum ergeben sich bei der riesigen Online-Auswahl an potenziellen Partnern im Endeffekt dann doch so verhältnismäßig schwer wirklich tragfähige Konstellationen? Warum bleiben so viele Singles trotzdem auf der Strecke? Eine nüchterne statistische Betrachtung erklärt manchmal so vieles..Das Paretoprinzip (80/20-Regel)
In vielen Bereichen der Ökonomie gilt die 80/20-Regel. 80 Prozent des Ergebnisses sind mit 20 Prozent der Arbeitsleistung zu erreichen. 80 Prozent des Umsatzes werden mit 20 Prozent der angebotenen Produkte gemacht. 20 Prozent der Bevölkerung besitzen so viel wie die restlichen 80 Prozent usw. Zum Teil ist die Verteilung auch noch stärker in Richtung 90/10 oder sogar 99/1 verschoben, you get the idea.Auf dem sog. Heiratsmarkt gilt das gleiche und so auch auf der "Handelsplattform" Tinder. Ganz wichtiger Grundsatz nochmal: Der weniger Triebgesteuerte hat die Macht und bestimmt die Spielregeln. Hier also: Die Frauen sind am Hebel und wählen aus, die Männer in der defensiven Position bieten sich als Produkt lediglich feil. Liegt übrigens gar nicht in der Natur des Jägers, deshalb auch so blöd für uns - aber das nur am Rande.Wie in einem Katalog mit einer fast unerschöpflichen Auswahl an Waren, schränken Frauen - ihre Möglichkeiten antizipierend - die zu vergebenden Herzchen sinnigerweise ausschließlich auf die "besten" männlichen Exemplare ein. Ergebnis: 80 Prozent der Frauen wählen sich 20 Prozent der Männer heraus. Das sind die begehrten, von Frauen untereinander gemeinhin als die "guten" Männer bezeichneten Individuen. Nennen wir sie ruhig Alpha-Männer.Interessanterweise sind das immer mehr oder weniger die selben Typen, die da jeweils von den Frauen geklickt werden. Befragt man nämlich die Damen konkret nach ihren optischen Präferenzen - und um kaum etwas anderes kann es bei Tinder ja gehen - so stellt sich heraus, dass ihr Schönheitsideal sich untereinander nicht großartig unterscheidet. Wir Männer scheinen da etwas flexibler zu sein: manche stehen auf schlanke, schmale Frauen, manche auf ausgeprägte weibliche Rundungen. Manche auf Blondinen, manche auf Dunkelhaarige. Manche auf große, manche auf kleine usw. Frauen sind naturgemäß in den optischen Ansprüchen etwas gleichgültiger, konkret auf den Traummann festgenagelt dann aber allerdings gleichförmiger: Groß soll er sein, ein hübsches Gesicht, eher dunkler Typ, athletisch gebaut, breite Schultern, männlich-markant. Sowas in der Art wird man von den meisten Frauen zu hören bekommen.Auf Tinder haben wir die Profilbilder als primäres Auswahlkriterium. Wenige machen sich die Mühe, noch jedes Mal den Profiltext zu lesen. Das heißt: Es muss geradezu zwingend nach oberflächlichen Kriterien entschieden werden, also: nach Schönheitsideal. In die engere Auswahl von 80 Prozent der Frauen kommen somit die 20 Prozent der optisch Attraktivsten. Umgekehrt betrachtet: Diese 20 Prozent der Männer bekommen den Zugang zu 80 Prozent der Frauen. Konsequenz: Gerade diese, aber auch nur diese Jungs haben die freie Auswahl - genau wie die meisten Frauen!Schon mal aufgefallen? Warum berichten eigentlich fast nur Frauen von ihren ausschweifenden Tinder-Erlebnissen auf Vice und Bento? Weil der durchschnittliche Mann meistens gar nicht so mitreden kann! Es sind nämlich immer nur die gleichen Alpha-Typen, die regelmäßig Frauen beglücken und von denen die Frauen Erfolgsgeschichten berichten. Läuft's gut? Ja sicher! Aber sie liefern ein falsches Bild der Gesamtlage, denn die Wahrheit ist, diese Jungs sind in der Minderheit.Es bleiben 80 Prozent Männer übrig, die sich um die restlichen 20 Prozent der Frauen rangeln. Wer sind diese Männer? Das ist die stille Mehrheit der Typen, die weder in den Medien noch in den Dating-Erlebnissen der meisten Frauen vorkommen. Schlicht, weil sie nicht oder nur selten gedatet werden. Es ist der Großteil der Männer, die eher Erfolglosen, von denen keiner spricht, weil sie selbst nicht darüber sprechen mögen. Keiner redet gerne über sein Unvermögen, Frauen kennen zu lernen. Wenn du es tust, giltst du direkt als frustrierter Loser, das macht furchtbar unattraktiv und verschlimmert deine Situation weiter. Also lügst du oder leidest still.Aber im Umfeld bekommt man die ungeschönten Tatsachen trotzdem mit. Es gibt diese Männer und es sind viele, die meisten nämlich. Wenn man nicht selbst betroffen ist, so doch männliche Singles im Freundeskreis. Gar nicht mal unattraktive, aber eben keine Alpha-Typen. Man denkt natürlich erstmal, man hätte selber schuld, dass es online nicht so klappt. Ein unpassendes Profilbild, ein zu langweiliger Text. Selbstoptimierung ist angesagt. Zudem senkt man seine Ansprüche immer weiter - so weit, dass man ohne hinzuschauen nur noch Herzchen verteilt. Eine beliebte Strategie unter Männern, um seine Chancen zu maximieren. Bzw. um überhaupt noch Chancen zu haben, denn viele der Konkurrenten machen es ja genau so. Was wiederum dazu führt, dass Frauen noch wählerischer werden usw.Trotz der Maßnahmen will es also nicht so klappen, irgendwie hat man mit der Zeit das Gefühl, dass man unter seinem eigentlichen Potenzial bleibt und einem die Frauen auf Augenhöhe versagt bleiben. Frust kommt dauerhaft auf, man fühlt sich verunsichert, zweifelt an seinem "Marktwert" und stellt seinen sozialen Status infrage. Verkauft sich im Endeffekt zu billig und nimmt sich zum Schluss womöglich eine Frau, mit der man nicht glücklich wird.Hoffentlich wirst du vorher merken, nicht du bist schuld, sondern die äußeren Faktoren, die Spielregeln, die du gar nicht beeinflussen kannst. Um zu solchen Erkenntnissen zu gelangen, hilft ein Blick auf Naturwissenschaften, Statistik und natürlich Psychologie oftmals ungemein.Wer sind nun die restlichen 20 Prozent Frauen? Das sind zum einen die Mängelexemplare (sorry, brutaler Sozialdarwinismus), die von den Alpha-Tieren sozusagen übriggelassen werden. Zum anderen sind dies unterschiedliche Frauen, die einfach einen anderen Männergeschmack haben als der Mainstream, z.B. weil spezielle Vorlieben oder ein Fetisch existieren. Um deren Gunst dürfen die 80 Prozent Männer dann - ähnlich der Reise nach Jerusalem - in einem tendenziell eher aussichtslosen Kampf kämpfen. Auch in diesem Fall gilt, wenn du als Mann hier zum Date ausgewählt wirst, bist du für diese Frau immer noch "der Beste". Umgekehrt ist das dann allerdings naturgemäß nur vereinzelt der Fall, denn von einer Begegnung auf Augenhöhe kann hier eher weniger die Rede sein.Unter diesen Bedingungen ist glaube ich ganz gut ersichtlich, warum es so überraschend selten zu tragfähigen Beziehungskonstellationen kommt. Dadurch dass die Verhandlungsmacht in diesem Spiel bei den Frauen liegt, sind sie es, die sich aussuchen können, wen sie treffen. Die meisten Männer können da tendenziell eher nicht so wählerisch sein und müssen oft froh sein, dass sie überhaupt mal ein Date bekommen. Ihre Lösung liegt dann oftmals in der Eskalation, dem Gesetz der großen Zahl oder sonstigen verzweifelten Maßnahmen. Die wirklich unattraktiven männlichen Exemplare gehen mit ziemlicher Sicherheit leer aus. Denn Frauen tendieren unter solchen Umständen eher dazu, ihr Leben als Zweit- oder Drittfrau eines Mannes mit mehr Ansehen zu verbringen. Picklige Nerds haben so oder so keine Chance. Die meisten finden sich früher oder später damit ab, zumindest auf diesem Weg nie eine Partnerin bekommen zu können.Im Prinzip können Frauen ihre Ansprüche bis zum absoluten Limit hochschrauben. Selbst für graue Mäuse, die im realen Offline-Leben nie angesprochen werden, bleibt online was übrig. Wobei, das wäre in den meisten Fällen untertrieben, denn viel eher wird ihnen dort eine nie gekannte, völlig überwältigende Flut von Aufmerksamkeit zuteil. Gerade für diese Frauen ergeben sich in der Online-Welt ungeahnte Möglichkeiten. Vom verschmähten Mauerblümchen plötzlich zur begehrten Prinzessin. Das kann einen ganz schönen Kick bedeuten, der dazu verführt, sein Beziehungsleben nur noch übers Internet zu regeln. Diese Sorte Frauen ist dann auch am meisten von den Suchtgefahren bedroht, die das Medium mit sich bringt. Schaut euch um, es gibt eine nicht unerhebliche und zunehmende Zahl von Tinder-Abhängigen.Insgesamt bleiben aber auch die höchstens durchschnittlich attraktiven Frauen, besonders die älteren, alleinerziehenden oder sehr gebildeten eher unzufrieden zurück. Sie alle haben in den meisten Fällen zwar prinzipiell keine Probleme, Männer zum Daten zu finden. Jedoch merken sie, dass sich diejenigen, die sie gerne hätten, nicht fest binden wollen. Warum ist das so? Nun, wie wir gesehen haben, können Frauen beim Anbahnen von Online-Dates zunächst mal höhere Ansprüche durchsetzen. Allerdings: sich mit einem von den "guten" Männern zu treffen und ihn an sich zu binden sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe. Wie gesagt, Alpha-Männer haben ihrerseits die freie Auswahl. Die müssen sich nicht festlegen und schon gar nicht auf diesen Typ Beta-Frau. Vielmehr nutzen sie die Gunst der Stunde und lassen ihren biologischen Trieben freien Lauf. Und so wird dann oft lediglich Sex angeboten aber keine Beziehung. Denn dazu müsste sie ihm einen Grund geben, warum er unter den vielen, die er haben kann ausgerechnet sie nehmen sollte. Und dieser Grund lässt sich nur schwer finden.Die triebhaftere Männerwelt sieht im Online-Dating zunächst einmal tatsächlich auch eine Möglichkeit, ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Dabei gilt meistens: Je größer die eigenen Chancen bei der Damenwelt, desto größer der Schritt von unverbindlichem Sex zu einer festen Beziehung. Frauen lassen sich durch die scheinbar großartige Auswahl an datewilligen - dabei eigentlich aber nur paarungsbereiten - attraktiven Männern zu sehr blenden. Und manche Jungs ziehen dabei alle Register. Besonders bei den etwas naiv veranlagten Damen verursacht das einen unverhältnismäßigen Ego-Push, der teilweise sogar in der Realität beobachtbare kuriose Auswirkungen mit sich bringt. Sie bilden sich ein, sie hätten tatsächlich bei den ganzen tollen Männern eine ernsthafte Chance und kommen sich daher auch in der Öffentlichkeit begehrenswerter vor, als sie wirklich sind. Die Männer aus der zweiten Reihe hingegen, die für sie realistischerweise in Frage kommen und ein adäquates Match darstellen würden, werden mitunter gar nicht erst in Betracht gezogen. Das kann schon fast tragisch ausgehen, wenn einem guten Kerl, der wirkliches Interesse nicht nur vorheuchelt sondern ernsthaft bekundet, zugunsten der Utopie, es könne ja auch mit einem "besseren" klappen, keinerlei Beachtung geschenkt wird. Und hier sieht man, wie dämlich es sein kann, Kategorien wie "gut" oder "schlecht" allein auf Äußerlichkeiten zu beziehen, so wie es durch Tinder propagiert wird.Das Ganze ist ein Trugschluss, eine Mogelpackung. Die hohen Ansprüche, die Frauen beim Daten von Männern zunächst in der Lage sind durchzusetzen, fallen ihnen danach wieder auf die Füße. Eine Frau, die einen Mann sucht, der dann auch bleibt, muss wesentlich mehr Kompromisse bei der Auswahl eingehen. Get real! Ansonsten bekommt ihr höchstens Sex- aber keine Beziehungsangebote. Das Gequengel darüber kennt man. Ja, richtig gelesen: Die Frauen sind schuld! Nein, eigentlich das Testosteron! Haha!

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Friday 16 February 2018 - 20:32 by Splitney

Schon lange wollte ich etwas über dieses Thema schreiben. Nun ist es soweit, denn das hier schlägt an Dreistigkeit dem Fass den Boden aus:Fitness-Youtuber Mischa Janiec hält uns einen TED-Vortrag über sein Natural BodybuildingLeider hat die Sache einen Haken: Mischa Janiec ist kein Naturalsportler sondern das Gegenteil.Als langjähriger Fitnessstudio-Besucher mit Wissen über das natürlich Machbare bin ich mittlerweile in der Lage, Anabolikamißbrauch zumindest bei Bodybuildern einigermaßen zuverlässig mit bloßem Auge zu erkennen. Siehe Instagramfotos, Google-Bildersuche etc. Er ist so ein Kandidat, wo das sogar sehr offensichtlich ist. Trotzdem: Steroidkonsum ist oft weniger eindeutig erkennbar als z.B. Schönheitsoperationen.Hier nur ein paar der vielleicht prägnantesten physischen Hinweise: typische Nackenwölbung ("Roidnacken"), dreidimensional herausstechende Schultern ("Kanonenkugelschultern"), generell extrem geringer Körperfettanteil bei sehr ausgeprägter Muskelmasse (signifikant hoher FFMI = Fat Free Mass Index).Wie ich gemerkt habe, gehört zu so einer Einschätzung wohl eine gewisse Erfahrung. Bei mir sind es bisher insgesamt über 10 Jahre moderater regelmäßiger Kraftsport und Fitness-Training. Ob im Studio oder mal wochenends im Club, gewisse Kerle sehen so brutal muskulöser aus als die anderen und man selber, dass man anfängt, zu hinterfragen. Irgendwann ist schon klar, dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht. Mich hat dann interessiert, was sich diese Jungs da so reinballern.Generell geht es im Bodybuilding primär um den Aufbau von fettfreier Muskelmasse. Bei der Anwendung von illegalen Mitteln kann man daher grob zwischen zwei Arten unterscheiden: die zum Muskelaufbau und die zum Fettabbau. Muskelaufbau geschieht sehr oft mit Testosteron und dessen Derivaten (z.B. Trenbolon), die üblicherweise in den Körper gespritzt werden. Fettabbau wird mit Fatburnern erreicht (z.B. Clenbuterol), welche zumeist oral eingenommen werden. Alles für den vermeintlich perfekten Look und alles extrem ungesund.Die Entzugserscheinungen bei dieser Art Drogen sind vornehmlich darin begründet, dass sich nach dem Absetzen der Körper relativ schnell wieder in seinen Ausgangszustand zurückverwandelt - maximal nicht viel mehr als im Rahmen natürlicher Grenzen. Dieser Prozess wird aus eigener Sicht jedoch als eine physische Verschlechterung wahrgenommen. Die Betroffenen fallen daher anschließend normalerweise in ein psychisches Loch, weil sie sich an ihren vormals krassen Körper gewöhnt hatten. Der Trainigs-Kick bestand hauptsächlich darin, dass mit Roids so schnelle optische Erfolge erreichbar waren. Für ein drogenfreies Training hingegen kann keine entsprechende Motivation aufgebracht werden. Dadurch steigt das Abhängigkeitspotenzial nochmal deutlich an. Nicht umsonst wird in der Szene gesagt, dass es kaum ein Zurück mehr gibt, sobald man sich einmal für den "Lifestyle" entschieden hat. Viele bleiben daher einfach "dauer-on". Ein Leben als Junkie.Es stoffen übrigens weitaus mehr Leute als man denkt. Stoffen bedeutet entgegen der landläufigen Auffassung nicht automatisch dicke Muckis. Radfahrer Lance Armstrong sah schließlich auch nicht aus wie ein Bodybuilder. Bei Doping in diesen Sportarten geht es vornehmlich um die Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit.Man muss nicht selber Konsument sein, aber sich offenbar schon etwas in die anatomischen und pharmazeutischen Aspekte des Dopings einarbeiten, um sich ein qualifizierteres Urteil erlauben zu können. Erstaunlich fand ich die Erkenntnis, dass selbst Fitnesstrainer dazu aber häufig nicht in der Lage sind. Sollten sie aber, denn ein Programm für sog. Nattys (ungedopte Sportler) unterscheidet sich bspw. erheblich vom Trainigsplan eines sog. Stoffers (gedopte Sportler). Auch wäre es ja ganz interessant, wenn sie erkennen könnten, ob einer ihrer Kollegen zur Nadel greift.Da Stoff wie andere Drogen auch psychoaktiv wirkt, sollte es auch für das soziale Umfeld des Konsumenten wichtig sein, Bescheid zu wissen. Ich wunderte mich einige Male, dass die Partnerinnen der Pumper total ignorant dem Thema gegenüber sind. Dabei wäre es doch ganz hilfreich, sich die beziehungsgefährdenden Gemütsschwankungen ihres angetrauten Testosteronhengstes wenigstens erklären zu können.Stoffer erzielen durch die künstliche Hormonzufuhr einen üblicherweise mehrfach erhöhten Testosteronspiegel im Vergleich zu ihren gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Massive Extraportionen Testosteron als das männliche Sexualhormon machen den Konsumenten nicht nur äußerlich stärker sondern sie wirken vor allem auch persönlichkeitsverändernd. Man fühlt sich als der King, wird dominanter, souveräner, aggressiver. Viele Frauen lieben besonders männliche Männer, also stellt sich auch in dieser Hinsicht zunächst Erfolg ein. Jedoch kommt ein solcher Substanzmissbrauch wie üblich nicht ohne heftige Nebenwirkungen, hier u.a. verkürzte Lebensdauer durch Schädigung der inneren Organe, unkontrollierbare Wutanfälle und Zeugungsunfähigkeit. Mangels Hintergrundwissen ist für die Damenwelt nur leider oft nicht klar, auf was sie sich einlässt und dass das vielleicht gerade anfänglich imponierende Verhalten des begehrten Mannes im Grunde genommen auf die Auswirkungen eines ausgedehnten Drogentrips zurückzuführen ist. Die negativen Konsequenzen der resultierenden Suchterscheinungen für das soziale Miteinander in der Familie, mit Freunden oder am Arbeitsplatz dürften denen anderer Drogen ähnlich sein.Zusammengefasst: Ich finde es in allen Lebenslagen einfach generell wichtig und sinnvoll, zwischen Natur und Fake unterscheiden zu können. Aber es gibt da noch andere Aspekte, warum der verbreitete Konsum anaboler Steroide schleunigst zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema gemacht werden sollte..Ich selber könnte mir aus vielen Gründen prinzipiell niemals vorstellen, zu stoffen. Die Fitness- und Kraftsport-Szene ist der wohl verlogenste und geldgeilste Haufen, den man sich vorstellen kann. Beschiss und falsche Versprechungen sind die Geschäftsgrundlage für diese Zunft. Im Warenangebot unter anderem: Fitnesskurse, Seminare, Trainings- und Ernährungspläne, Nahrungsergänzungsmittel bis hin zu Penispumpen. Alles von Stoffern für großenteils Minderjährige. Geworben wird mit dem eigenen "enhanced" Body und dem impliziten Versprechen: Wenn du dies kaufst und das befolgst, kannst du so aussehen wie ich!Die meisten der Fans und Fürsprecher von Mischa "Janinject" (hehe) Janiec sind - wie bei Youtube üblich - sehr einfach manipulierbare Kinder und Jugendliche, die logischerweise wenig Ahnung haben aber aus psychischem Reflex ihr Idol verteidigen müssen. Der Heranwachsende will in dem Glauben bleiben, dass der cool lächelnde Typ, dessen Videos er schaut und dessen Produkte er kauft, ein rundum guter Mensch ist, der ihm niemals ins Gesicht lügen würde.Natürlich gibt Janiec es nicht zu. Was will man von einem Cheater erwarten, sein komplettes Geschäftsmodell baut schließlich darauf auf. Außerdem ist Erwerb und Besitz der kraftsteigernden Mittelchen ja sowieso vom Betäubungsmittelgesetz her verboten. Somit ist die ganze Talk-Geschichte hier ad absurdum geführt - das ist unendlich ärgerlich und wirklich schwer auszuhalten. Es wirft ein schlechtes Licht auf die gesamte TED-Reihe. War klar, dass die Marke irgendwann von Scharlatanen missbraucht wird.Innerhalb der eingeschworenen Szene und auch in den einschlägigen Branchenmedien hält man zum Thema Anabolika weitgehend die Füße still, weil alle mit dran verdienen. Und außerhalb wissen zu wenige Bescheid bzw. traut sich kaum jemand, die Wahrheit auszusprechen, weil jede Dopingunterstellung ja zunächst mal ohne wirkliche Beweise einer falschen Bezichtigung gleichkommt und juristisch verfolgt werden könnte. Klar, vom rechtlichen Prinzip her schon sinnvoll, aber es ist auch der größte Knackpunkt bei der ganzen Sache: außer, der Delinquent gibt es selber zu, kann man Doping nie rechtssicher behaupten - und sei der Fall auch noch so offensichtlich wie bspw. bei einem Profi-Bodybuilder. Genau diesen Sachverhalt machen sich diese Jungs (und paar Mädels) eben zunutze. Sie leugnen, was das Zeug hält. Passt ja auch zum Wesen des Cheaters. Anders als Leistungssportler kommen Fitness-Youtuber ja eher nie in die Verlegenheit, Dopingtests - zumal unangemeldet - absolvieren zu müssen. Mal abgesehen davon, dass Tests auch wiederum ausgetrickst, manipuliert oder umgangen werden können.Der Natural-Lüge sind angesichts dieser Umstände Tür und Tor geöffnet und es wird von den Beteiligten völlig unsanktioniert massenweise Geld damit verdient. Unterstützt durch die enorme Reichweite kaum kontrollierter Medien wie Youtube (Jugendschutz?) ein weltweites Millionengeschäft. Heutzutage am allerbesten noch gekoppelt mit so unschuldigen Themen wie "Vegan Lifestyle". Als propagiertes Konsummuster die vorläufige Spitze der Bigotterie.Was habt ihr für Leute bei TEDx, wird da nicht mal vorher gecheckt, wen man sich da einlädt? Ich habe noch nie so ein peinliches Hochstaplervideo gesehen. Schlimmer noch als Karl Ess, genau so ein Halunke letztens bei KenFM. Das weitere Problem mit Doping in Fitness und Kraftsport ist dann auch die mangelnde Aufklärung der Rezipienten. Man sieht, wie unerfahren und naiv Gastgeber und Publikum sind und sie sich komplett einwickeln lassen. Es reicht einfach die ungeprüfte Behauptung, man sei ein naturaler Athlet und schon bekommt man eine Bühne zur Selbstpromotion zur freien Verfügung gestellt. Es braucht definitiv flächendeckend mehr Aufklärungsarbeit bzgl. dieser Kategorie von Drogen, nicht nur um solche Fehlgriffe zu vermeiden.Es ist eine regelrechte Seuche, nahezu alle Fitness-Youtuber sind "betroffen". Ich kenne z.B. in Deutschland mit "Ako" nur einen einzigen, für den ich meine Hand ins Feuer legen würde, dass er natural ist. Ja, der ist dick! Als Gewichtheber massiger als die ganzen durchdefinierten Models und damit reichweitenschwach. Ja, er könnte abspecken, sähe aber auch dann natürlich bei weitem nicht so aus wie die typischen Steroidkonsumenten. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Er ist ein Aufklärer, einfach grundehrlich und das ist selten im Business. Und ausgerechnet er bekommt ironischerweise oft den ganzen Hate und sämtliche Shitstorms der breiten Masse ab, wird verleumdet und lächerlich gemacht.Der Kanadier "Vegan Gains" ist noch so einer, der vor allem mit seiner Reihe "Worst of the Fitness Industry" gnadenlos die Heuchler entlarvt. Nur leider sammelt er durch seine Eigenschaft als Hardcore-Veganer eine unglaubliche Anzahl von Dislikes, besonders in seinen früheren Videos.Ich lerne: Fame und Ehre sind in einer von Geldinteressen durchsetzten Branche zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Der Überbringer der Wahrheit als schlechte Botschaft für das getäuschte Publikum wird wahlweise ignoriert oder abgewertet. Ein Trauerspiel und Armutszeugnis für die gesamte verkommene Szene.Das sehr junge Publikum ist an das anabole Körperbild ihrer Muskelhelden inzwischen komplett gewöhnt, sie halten es für normal. Die Produkte, die ihre Vorbilder ihnen anpreisen, verkaufen sich vor allem durch die physische Medienwirksamkeit gestählter Bodies. Ein gut trainierter naturaler Körper ist in diesem Umfeld allerdings weitaus weniger spektakulär anzuschauen und wird in der Szene teilweise als "Lauch" und sogar "behindert" ausgelacht. Oh the irony: Der natürliche Körperbau ist behindert, das Unnatürliche wird zum Standard erhoben. Abgesehen von der dadurch massiv incentivierten Nachfrage nach verbotenen Dopingsubstanzen: eine bessere Grundlage für Körperbildstörungen bei Jugendlichen gibt es ja wohl nicht. Man darf vermuten, dass dies erhebliche Folgen für einen Teil der nachwachsenden Generation verursachen wird. Und zwar vor allem für die Jungs, die sich so begeistert diese falschen Vorbilder suchen, die sie niemals ohne das Spritzen von Anabolika erreichen werden können. Während sich die Öffentlichkeit immer noch an der Schädlichkeit von Germany's Next Topmodel für junge Frauen abarbeitet, spielt die Musik längst auch ganz woanders. Mädchen haben Barbie - Jungs haben He-Man.Zum Realitätsabgleich und um zu sehen, was und wie vergleichsweise wenig auf natürlichem Weg optisch möglich ist, empfiehlt sich der Blick auf die Elite der wirklichen (dopingfreien) Hochleistungssportler, die den ganzen Tag nichts anderes machen als ihren Körper zu trainieren. Dabei ist ersichtlich, dass Weltmeister und Olympiasieger - in welcher Sportart auch immer! - weder so massiv aussehen wie aufgeplusterte McFit-Discopumper à la Kollegah & Farid Bang noch an die Kombination aus Muskeln und Definition eines gewöhnlichen Fitness-Youtubers heranreichen, komisch nicht?Zu guter Letzt seien auch die Filmstars nicht unerwähnt, von denen viele auf Stoff sind. Wie Arnold Schwarzenegger als fragwürdiger Pionier vermitteln heute Schauspieler der Marke The Rock ein völlig abstruses Körperideal an eine ganze Generation von männlichen Jugendlichen. Aber das ist eh nur die Spitze des Eisbergs. Denn die Branche hat gelernt und passt sich an: Das anabole Pumper-Image der klassischen Action-Heroes wird zunehmend abgelöst durch ein im Vergleich etwas schlankeres, extrem athletisches Erscheinungsbild, bei dem die Zielgruppe davon ausgehen soll, dass dieses mit den richtigen Fitnessprodukten auch ohne Hinzunahme von illegalen Substanzen "ganz easy" so zu erreichen wäre. Die Illusion muss um jeden Preis aufrecht erhalten werden, denn sie ist gut fürs Geschäft.Alles in allem ein völlig unterbewertetes, aber in vielerlei Hinsicht gesellschaftlich relevantes Thema.

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Saturday 28 October 2017 - 00:03 by Splitney

So habe ich gedacht 2010 herum. Hmm, keine Bewertung jetzt außer die Richtung stimmt, manches ist eingetroffen und manches nicht.Ich lasse es drin als Content - oder Dokument für mich. Schön, immer mal wieder reinzugucken. Weiterhin keine Lust zu befüllen, aber einmal wieder was hier reinzuschreiben fühlt sich ganz interessant an nach so langer Zeit. Unter coriola.com sind auch aktuelle Projekte zu finden - Timo aus Berlin

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Wednesday 20 April 2011 - 01:28 by Splitney

Task: Ich will mit meinem Browser komplett ohne History, Chronik, Verlauf oder wie man es auch nennen mag, surfen. Nicht anonym im Privatmodus, denn ich möchte nicht auf dauerhafte Cookies und meine gespeicherten Logins verzichten. Sondern einfach, dass ohne umständliche Benutzerwechsel oder ständiges manuelles Löschen der Chronik verschiedene Nutzer jederzeit "gefahrlos" an einen Computer können, ohne sich gegenseitig in die Surfgewohnheiten zu glotzen. Wie unangenehm ist das denn, wenn jemand anders jederzeit gucken kann, welche Seiten man wann aufgerufen hat. Geht ja wohl keinen was an.Chronikfreies Surfen wird einem browserseitig echt schwer gemacht. Es stellt sich nämlich heraus, dass die verfügbaren Optionen es nicht zulassen, dass die Annahme von dauerhaften Cookies akzeptiert wird ohne eine Chronik der besuchten Seiten anzulegen. Der gläserne Surfer scheint im Alltagsbetrieb so vorgesehen bzw. gewollt zu sein. Wer Cookies speichern will, so die eigenartige Logik der Firefox-Entwickler, befindet sich im öffentlichen Modus und muss damit auch die zwangsweise Offenlegung seines Surfverhaltens erdulden. Um letzteres zu verhindern, muss man zusätzlich in die tieferen Sphären des Firefox eintauchen. Hier die Anleitung, die das Vorhaben halbwegs wasserdicht macht:Extras > Einstellungen > Datenschutz >Chronik >
- Firefox wird eine Chronik: nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen
- Cookies akzeptieren
- Behalten, bis: sie nicht mehr gültig sind
- Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird(alle anderen Kästchen leer lassen)Adressleiste >
- Nichts anzeigen, wenn Adressleiste verwendet wirdMit diesen Einstellungen kann einem Benutzer die Chronik nun immer noch angezeigt werden, nämlich unter dem Menüpunkt: Chronik > kürzlich geschlossene Tabs bzw. kürzlich geschlossene Fenster. Na gut, dann kicken wir halt das ganze Menü raus. Geht folgendermaßen:folgende Zeile in einen Texteditor einfügen:#history-menu {display: none !important;}danach suchen wir uns den Speicherort:Hilfe > Informationen zur Fehlerbehebung > Allgemeine Informationen > Klick auf: Beinhaltenden Ordner anzeigenDas File nennen wir "userChrome.css" und speichern es im Ordner "chrome" ab.(Zur Erklärung: userChrome.css ist quasi das CSS-File, mit dem man ähnlich wie bei einer Website eben die Firefox-Benutzeroberfläche designen kann.)Fertig! Der Menüpunkt "Chronik" wird jetzt im Firefox nicht mehr angezeigt. Gut, wer wirklich Paranoia hat, könnte jetzt weitere Spielchen treiben und über die userChrome unter anderem auch noch den Back-Button eliminieren, aber das schränkt dann natürlich die Usability stark ein.

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