Recent Articles

Kindersitz im SUV vs. Kinderanhänger am Fahrrad by Splitney

...

Thursday 05 September 2019 - Zwei gegenläufige, ziemlich perverse Trends sind b

The Beginning of Something New.. by Splitney

...

Wednesday 26 December 2018 - ..everyday! Splitney - Internet Economy Issues sig

Böller verbieten by Splitney

...

Friday 16 November 2018 - 1. Knalltraumata durch ohrenbetäubenden Krach 2. G

Die "Klick und weg"-Mentalität by Splitney

...

Saturday 05 May 2018 - Ich bin ja der Meinung, dass wir immer noch überha

Tinderella Cut It Up One Time by Splitney

...

Saturday 24 March 2018 - "Spinderella cut it up one time" Salt 'N Pepa, "Le

Recent Comments

Bernd on 4:3 contra Breitbild bei Notebooks

...

Tuesday 11 September 2012 - @ Martin, woher hast Du das UXGA? Ich bin selbst z

Splitney on Die Dancefloorguide Story (clip)

...

Monday 25 June 2012 - Das Nachfolgeprodukt hört übrigens auf den Namen O

Stefan on Adblock Blocker für Adsense

...

Monday 20 February 2012 - Leser gänzlich auszusperren halte ich nicht für Kl

Splitney on Flattr vs. AdSense

...

Tuesday 07 June 2011 - Kleines Update: Da war ich wohl damals trotzdem no

WAP-Tek on Google Instant sucks!

...

Wednesday 24 November 2010 - 0). to force google to get out of your way entirel

Thursday 05 September 2019 - 00:03 by Splitney

Zwei gegenläufige, ziemlich perverse Trends sind beim Kindertransport im Straßenverkehr zu beobachten: Auf der einen Seite das in den letzten Jahrzehnten immer weiter mit EU-Vorschriften, StVZO-Maßgaben, Crash-Richtlinien und sonstwelchen Regelungen belegte Sicherheitsdenken bei der Personenbeförderung im ach so bequemen Auto. Wohl in erster Linie auch nur dazu da, um noch irgendwelche Marketing-Argumente für eine längst übersättigte Käuferschicht zu liefern. Neuwagen sehen aber inzwischen aufgrund der enorm anspruchsvollen Crashsicherheits-Standards gezwungenermaßen alle gleich aus. Statt attraktivem, leichten Design nur noch fette Straßenkreuzer, Panzer mit kleinen Sichtluken und Blech ohne Ende. Das Ganze dann nochmal garniert mit dutzenden elektronischen Assistenzsystemen und Sicherheitsfeatures. Ein in einem solchen tonnenschweren Trumm befördertes Kleinkind ist dann innendrin zwischen diversen Airbags zusätzlich mit Isofix am TÜV-getesteten altersgerechten Sicherheitsschalensitz festgezurrt. Selbst ein Seitencrash mit höherem Tempo wird den Insassen wahrscheinlich nicht mal einen Kratzer anhaben. Um das Wohl ihrer Jüngsten besorgte Cayenne-Mütter helicoptern in diesen Festungen ihre Brut dann täglich bis an die Klassenzimmertür. Eine noch idiotensicherere Transportweise ist quasi ausgeschlossen, wer hier immer noch Paranoia hat, sollte dann konsequenterweise gar nicht mehr aus dem Haus gehen.Auf der anderen Seite das totale Gegenteil, sozusagen die absolute Light-Sparvariante: das Lastenfahrrad bzw. im Speziellen: der Kinderanhänger. Ein dünnes klappriges Eisengestell auf Stoßfängerhöhe, in das die Kiddies von ihren ökologisch bewussten Eltern gepfercht werden. Die ständige Drohkulisse immer auf Augenhöhe der solchermaßen Beförderten. Ein kleiner Rempler von einem der motorisierten anderen Verkehrsteilnehmer - erst recht vom oben beschriebenen SUV-Klientel - reicht, um hier tödliche Unfälle anzurichten. Da hilft dann auch kein notdürftiger Fahrradhelm mehr. Und nein, wie beobachtet werden die Dinger eben nicht nur auf dem Gehweg, sondern auch auf der Fahrbahn benutzt - besonders, wenns mal schneller als Schritttempo gehen soll und dann auch verständlich im Sinne der Fußgänger.Schon merkwürdig, diese Doppelstandards mit der Protektion der eigenen Nachkommen auf allerhöchstem und allerniedrigstem Level. Die Lösung kann hier eigentlich nur lauten: strikte Trennung von Auto- und Fahrradverkehr. Und dafür Autos am besten generell raus aus den Innenstädten.

comment

Wednesday 26 December 2018 - 15:52 by Splitney

..everyday! Splitney - Internet Economy Issues signing out after issue '85 - a time when I got my first computer. That's rounded enough and now the articles are some of what I thought 10-15 years ago till the time I write this..

comment

Friday 16 November 2018 - 19:27 by Splitney

1. Knalltraumata durch ohrenbetäubenden Krach
2. Geldverschwendung besonders bei ärmeren Bevölkerungsgruppen
3. ängstigt und verstört Tiere
4. ängstigt und verstört kleine Kinder und traumatisierte Menschen
5. produziert enorme Mengen Feinstaub
6. produziert enorme Mengen Müll
7. hohe Sachschäden durch missbräuchliche Verwendung
8. hohe Verletzungsgefahr beim Hantieren
9. zugleich Handel mit und Verwendung von illegalen Böllern
10. alberne Kriegsspielerei

comment

Saturday 05 May 2018 - 13:03 by Splitney

Ich bin ja der Meinung, dass wir immer noch überhaupt gar nicht wirklich realisieren, welche Auswirkungen die digitale Revolution auf unser Zusammenleben hat. Eigentlich wäre der große Marktplatz Internet ja super dafür geeignet, mit Menschen diverser Backgrounds und Lebensläufe aus unterschiedlichsten Herkunftsorten in Kontakt zu treten und damit sein Wissen, seine Menschenkenntnis und seine Toleranz zu erweitern. One World, Peace, Love, Unity. Eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein.In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass die "sozialen" elektronischen Medien tendenziell dazu führen, dass sich Menschen segregieren, also voneinander abgrenzen statt sich auszutauschen und zu durchmischen. Es ist ein Phänomen, das sowohl in Kommentarbereichen von Publikationsplattformen als auch in (eigenen) Chatverläufen der einschlägigen Kommunikationstools sichtbar wird.Durch den enormen Anstieg der Kontaktgelegenheiten und der schieren Masse potenzieller Kommunikationspartner ist es natürlich notwendig geworden, diese Menge adäquat zu handhaben. Die technischen Filtermöglichkeiten, die eigentlich in erster Linie dazu gedacht waren, unliebsame Nervensägen wie Spammer und Stalker zu blocken, werden allerdings zunehmend auch auf "zivile" Kontakte angewendet - mit einer Leichtfertigkeit, die bedenklich ist.Nicht genehme Kommentare werden einfach gelöscht. Leute werden auf Ignore-Lists gesetzt, weil sie eine vermeitlich andere Auffassung vertreten. Kontakte werden "gemutet" und blockiert, weil mit bestimmten Äußerungen nicht konform gegangen wird. Ein "falscher" Satz, ja ein einziges "falsches" Wort reicht in manchen Fällen schon, um vom Gegenüber für immer ins Nirwana geschickt zu werden. Comfort Zones und Filter Bubbles werden hochgezogen, damit man sich bloß nicht mehr mit irgendwelchen unbequemen Aussagen befassen muss. Ohren zu und durch. Du hast eine andere Meinung als ich? Und tschüss! Der Finger am Abzug sitzt locker. Häufig genug ohne eine Anhörung, eine Chance sich zu erklären, Dinge richtig zu stellen, wieder aufeinander zuzugehen. Oftmals gibt es noch nicht mal eine wirkliche Differenz, sondern das Ganze beruht lediglich auf einem kommunikativen Missverständnis. Das passiert leicht, insbesondere bei Menschen, die nicht dem absoluten Mainstream entsprechen. Und schließlich kennt man sich ja gar nicht mal persönlich.Eigentlich ist hier erhöhte Toleranz geboten, ein offenes Ohr für neue Eindrücke. Je weniger ich jemanden kenne, desto mehr Aufgeschlossenheit ist nämlich zunächst nötig. Lege ich an neue Onlinekontakte direkt die gleichen Maßstäbe an wie an meine vertrauten engsten Freunde, dann führt das zwangsläufig dazu, dass derjenige mir früher oder später während einer Konversation "krumm" kommt. Es findet sich zumeist recht schnell etwas, was mich stören könnte. Schieße ich Kommunikationspartner dann direkt in den Wind, so mauere ich mich im Grunde genommen immer mehr gegenüber Außen ein und werde selbst immer verschlossener.Kontakte zu knüpfen, zu pflegen und zu halten braucht die nötige Ruhe und Gelassenheit - und ein offenes Mindset. Die viel beschworene Qualität der "Open Mindedness" ist in vielen Fällen aber nur ein falscher Anstrich, den sich die Leute geben. In Wirklichkeit passiert nämlich eher das Gegenteil: man übt Konformitätsdruck durch immer größere Intoleranz gegenüber Abweichlern aus. Angesichts der unüberschaubaren Anzahl von potenziellen Kontaktmöglichkeiten wird den Empfindungen eines Einzelnen nur wenig Beachtung geschenkt. Die Zeit ist knapp, die Sitten sind rau, beim kalten Wegklicken in der digitalen Welt ist wenig Platz für individuelle Emotionalität. Asoziale Verhaltensweisen sind auf dem Vormarsch.Damit sollte man sich nicht anfreunden. Wir müssen lernen, Unterschiede und Gegensätze zunächst einmal wieder anzuerkennen und auszuhalten. Reale Schwierigkeiten lassen sich nicht mit online eingeübten automatisierten Handlungsweisen erledigen. Im Offline-Leben kann ich Menschen schließlich auch nicht einfach wegklicken. Wie will man dort die immer wieder mal auftauchenden wirklichen Beziehungskonflikte lösen?Das Ganze ist auch ein Beispiel, wie uns technischer Fortschritt nicht nur nützen sondern auch regelrecht krank machen kann - so wie motorisierte Fortbewegungsmittel, die zu körperlichem Bewegungsmangel führen. Die smarten Tools, die uns zum sozialen Kontaktmanagement angeboten werden, wenden sich mitunter gegen uns. Sie führen zu immer größerer Faulheit, sich mit Andersartigem zu beschäftigen. Immer mehr Gleichförmigkeit im eigenen Umfeld. Verkrustung der eigenen Sichtweise und Verödung der sozialen Schnittstellen. Immer größerer Diskrepanz zwischen gesellschaftlichen Gruppen. Mangelndem Verständnis, Empathielosigkeit, Verhärtung der Fronten.Manche Leute erkennen mittlerweile diese negative Verhaltensänderung rechtzeitig bei sich selber und ziehen Konsequenzen, indem sie allzu einseitigen Medienkonsum reduzieren und eine Abstinenz von bestimmten digitalen Kommunikationsplattformen schaffen, wenn sie auf Dauer mehr schädigen als nutzen. Welcome back to the real world.

comment

Saturday 24 March 2018 - 14:08 by Splitney

"Spinderella cut it up one time"
Salt 'N Pepa, "Let's Talk About Sex" (1991)Let's talk about Biochemie. Testosteron ist das Sexualhormon schlechthin. Männer besitzen im Vergleich zu Frauen ein Vielfaches davon. Auch, wenn manche etwas anderes behaupten, aber es liegt ziemlich deutlich auf der Hand: mehr Testo = stärkerer Trieb, stärkerer Druck, stärkere Initiative. Braucht es noch praktische Beweise? Na gut.Es ist der Grund, warum es im Hetero-Bereich ganz überwiegend nur weibliche Prostituierte gibt. Und warum auf männlicher Seite eine viel weiter verbreitete Zahlungsbereitschaft für körperliche Zuneigung besteht. Warum sich auf Sex-Plattformen fast ausschließlich Männer rumtreiben, die dort dann notgedrungen mit Bots chatten. Und warum du als durchschnittlicher Typ ohne eigene Aktion keine Post im Nachrichteneingang deiner Dating-App vorfinden wirst, die Frau aber hingegen im Schnitt mit dutzenden Messages pro Tag zugebombt wird, ohne einen Finger krumm zu machen. Warum du dich als normaler Mann erstmal ordentlich anstrengen musst, um ein Date zu bekommen während eine semi-attraktive Frau nur "Schnipp" machen muss und schon melden sich 20 Interessenten zum Abendessen.Es ist der Grund, warum die althergebrachten Verhaltensregeln trotz Gender nach wie vor gelten, warum Frauen immer noch ganz gerne in den Mantel und durch die Tür geholfen bekommen und Männer das bereitwillig machen. Warum du dir die Körbe bei der Erstansprache im Club einfangen musst und nicht die Frau, die dankend auf derlei Unannehmlichkeiten verzichtet. Warum sich auch nach hunderten Jahren die alten Rollenklischees immer noch bestärken und von beiden Geschlechtern gelebt werden. Der Mann empfieht sich gemeinhin der Frau und die Frau sucht sich aus dem Pool der Verehrer den vermeintlich Besten aus. Wer hat noch gleich die Wahl bei diesem Spiel?Ja, Love is a Game und zwar ein komplett unterschiedliches, je nachdem ob Männlein oder Weiblein. Wer weniger Druck auf der Leitung hat, dem fällt es leichter sich zu disziplinieren, seine Triebe unter Kontrolle zu behalten und auch einfach mal Verzicht zu üben. Wohingegen sich derjenige, der größere Schwierigkeiten mit seiner Impulskontrolle hat abhängig und steuerbar macht. Er wird letztlich zum Bittsteller beim anderen Geschlecht bzw. muss sich seine Trieberfüllung auf anderen Wegen suchen.Das bedeutet fürs Spiel: Wer es weniger nötig hat bestimmt die Regeln und das sind ganz allgemein nun mal die Frauen. Machen wir uns nichts vor, so war es schon immer und so wird es aufgrund unserer biologischen Voraussetzungen auch bleiben. She says: "I have the pussy, I make the rules!" And it's true. Nirgendwo sonst kann man dieses Phänomen so konzentriert miterleben wie in einer Online-Partnerbörse. Und fast in Reinstform auf Tinder.Man liest auf gefühlt fast jedem zweiten Frauenprofil: No ONS, also: kein One Night Stand erwünscht. Frauen suchen also im Allgemeinen viel eher was Festes als wir Männer, denen gerne pauschal nachgesagt wird, wir wären eh alle nur auf "das eine" aus. Dadurch im Übrigen auch der plakative mediale Ruf von Tinder als Sexplattform. Kurze Zwischenfrage: Woher kommt das? Kurze Antwort: Ach ja genau, Testosteron.Warum ergeben sich bei der riesigen Online-Auswahl an potenziellen Partnern im Endeffekt dann doch so verhältnismäßig schwer wirklich tragfähige Konstellationen? Warum bleiben so viele Singles trotzdem auf der Strecke? Eine nüchterne statistische Betrachtung erklärt manchmal so vieles..Das Paretoprinzip (80/20-Regel)
In vielen Bereichen der Ökonomie gilt die 80/20-Regel. 80 Prozent des Ergebnisses sind mit 20 Prozent der Arbeitsleistung zu erreichen. 80 Prozent des Umsatzes werden mit 20 Prozent der angebotenen Produkte gemacht. 20 Prozent der Bevölkerung besitzen so viel wie die restlichen 80 Prozent usw. Zum Teil ist die Verteilung auch noch stärker in Richtung 90/10 oder sogar 99/1 verschoben, you get the idea.Auf dem sog. Heiratsmarkt gilt das gleiche und so auch auf der "Handelsplattform" Tinder. Ganz wichtiger Grundsatz nochmal: Der weniger Triebgesteuerte hat die Macht und bestimmt die Spielregeln. Hier also: Die Frauen sind am Hebel und wählen aus, die Männer in der defensiven Position bieten sich als Produkt lediglich feil. Liegt übrigens gar nicht in der Natur des Jägers, deshalb auch so blöd für uns - aber das nur am Rande.Wie in einem Katalog mit einer fast unerschöpflichen Auswahl an Waren, schränken Frauen - ihre Möglichkeiten antizipierend - die zu vergebenden Herzchen sinnigerweise ausschließlich auf die "besten" männlichen Exemplare ein. Ergebnis: 80 Prozent der Frauen wählen sich 20 Prozent der Männer heraus. Das sind die begehrten, von Frauen untereinander gemeinhin als die "guten" Männer bezeichneten Individuen. Nennen wir sie ruhig Alpha-Männer.Interessanterweise sind das immer mehr oder weniger die selben Typen, die da jeweils von den Frauen geklickt werden. Befragt man nämlich die Damen konkret nach ihren optischen Präferenzen - und um wenig anderes geht es bei Tinder - so stellt sich heraus, dass ihr Schönheitsideal sich untereinander nicht großartig unterscheidet. Wir Männer scheinen da etwas flexibler zu sein: manche stehen auf schlanke, schmale Frauen, manche auf ausgeprägte weibliche Rundungen. Manche auf Blondinen, manche auf Dunkelhaarige. Manche auf große, manche auf kleine usw. Frauen sind da naturgemäß in den optischen Ansprüchen etwas gleichgültiger, konkret auf den Traummann festgenagelt dann aber allerdings gleichförmiger: Groß soll er sein, schönes Gesicht, eher dunkler Typ, athletisch gebaut, breite Schultern, männlich-markant. Sowas in der Art wird man von den meisten Frauen zu hören bekommen.Auf Tinder haben wir die Profilbilder als primäres Auswahlkriterium. Wenige User machen sich die Mühe, noch jedes Mal den Profiltext zu lesen. Das heißt: Es muss geradezu zwingend nach oberflächlichen Kriterien entschieden werden, also: nach dem eigenen Schönheitsideal. In die engere Auswahl von 80 Prozent der Frauen kommen somit die 20 Prozent der optisch Attraktivsten. Umgekehrt betrachtet: Diese 20 Prozent der Männer bekommen den Zugang zu 80 Prozent der Frauen. Konsequenz: Gerade diese, aber auch nur diese Jungs haben die freie Auswahl - genau wie die meisten Frauen!Schon mal aufgefallen? Warum berichten eigentlich fast nur Frauen von ihren ausschweifenden Tinder-Erlebnissen auf Vice und Bento? Weil der durchschnittliche Mann meistens gar nicht so mitreden kann! Es sind nämlich immer nur die gleichen Alpha-Typen, die regelmäßig Frauen beglücken und über die die Frauen ihre Dating-Stories erzählen. Läuft's gut? Ja sicher! Aber sie liefern ein falsches Bild der Gesamtlage, denn die Wahrheit ist, diese Jungs sind in der Minderheit.Es bleiben 80 Prozent Männer übrig, die sich um die restlichen 20 Prozent der Frauen rangeln. Wer sind diese Männer? Das ist die stille Mehrheit der Typen, die weder in den Medien noch in den Dating-Erlebnissen der meisten Frauen vorkommen. Schlicht, weil sie nicht oder nur selten gedatet werden. Es ist der Großteil der Männer, die eher Erfolglosen, von denen keiner spricht, weil sie selbst nicht darüber sprechen mögen. Keiner redet gerne über sein Unvermögen, Frauen kennen zu lernen. Wenn du es tust, giltst du direkt als frustrierter Loser, das macht furchtbar unattraktiv und verschlimmert deine Situation weiter. Also lügst du oder leidest still.Aber im Umfeld bekommt man die ungeschönten Tatsachen trotzdem mit. Es gibt diese Männer und es sind viele, die meisten nämlich. Wenn man nicht selbst betroffen ist, so doch männliche Singles im Freundeskreis. Gar nicht mal unattraktive, aber eben keine Alpha-Typen. Man denkt natürlich erstmal, man hätte selber schuld, dass es online nicht so klappt. Ein unpassendes Profilbild, ein zu langweiliger Text. Selbstoptimierung ist angesagt. Zudem senkt man seine Ansprüche immer weiter - so weit, dass man ohne hinzuschauen nur noch Herzchen verteilt. Eine beliebte Strategie unter Männern, um seine Chancen zu maximieren. Bzw. um überhaupt noch Chancen zu haben, denn viele der Konkurrenten machen es ja genau so. Was wiederum dazu führt, dass Frauen noch wählerischer werden usw.Trotz der Maßnahmen will es also nicht so klappen, irgendwie hat man mit der Zeit das Gefühl, dass man unter seinem eigentlichen Potenzial bleibt und einem die Frauen auf Augenhöhe versagt bleiben. Auf die Dauer kommt Frust auf, man fühlt sich verunsichert, zweifelt an seinem "Marktwert" und stellt seinen sozialen Status infrage. Verkauft sich im Endeffekt zu billig und nimmt sich zum Schluss womöglich eine Frau, mit der man nicht glücklich wird.Hoffentlich wirst du vorher merken, nicht du bist schuld, sondern die äußeren Faktoren, die Spielregeln, die du gar nicht beeinflussen kannst. Um zu solchen Erkenntnissen zu gelangen, hilft ein Blick auf Naturwissenschaften, Statistik und natürlich Psychologie oftmals ungemein.Wer sind nun die restlichen 20 Prozent Frauen? Das sind zum einen die Mängelexemplare (sorry, brutaler Sozialdarwinismus), die von den Alpha-Tieren sozusagen übriggelassen werden. Zum anderen sind dies unterschiedliche Frauen, die einfach einen anderen Männergeschmack haben als der Mainstream, z.B. weil spezielle Vorlieben oder ein Fetisch existieren. Um deren Gunst dürfen die 80 Prozent Männer dann - ähnlich dem Spiel "Reise nach Jerusalem" - in einem tendenziell eher aussichtslosen Kampf kämpfen. Auch in diesem Fall gilt, wenn du als Mann hier zum Date ausgewählt wirst, bist du für diese Frau immer noch "der Beste". Umgekehrt ist das dann allerdings naturgemäß nur vereinzelt der Fall, denn von einer Begegnung auf Augenhöhe kann hier eher weniger die Rede sein.Unter diesen Bedingungen ist glaube ich ganz gut ersichtlich, warum es so überraschend selten zu tragfähigen Beziehungskonstellationen kommt. Dadurch dass die Verhandlungsmacht in diesem Spiel bei den Frauen liegt, sind sie es, die sich aussuchen können, wen sie treffen. Die meisten Männer können da tendenziell eher nicht so wählerisch sein und müssen oft froh sein, dass sie überhaupt mal ein Date bekommen. Ihre Lösung liegt dann oftmals in der Eskalation, dem Gesetz der großen Zahl oder sonstigen verzweifelten Maßnahmen. Die wirklich unattraktiven männlichen Exemplare gehen mit ziemlicher Sicherheit leer aus. Denn Frauen tendieren unter solchen Umständen eher dazu, ihr Leben als Zweit- oder Drittfrau eines Mannes mit mehr Ansehen zu verbringen. Picklige Nerds haben so oder so keine Chance. Viele finden sich früher oder später damit ab, zumindest auf diesem Weg nie eine Partnerin bekommen zu können.Im Prinzip können Frauen ihre Ansprüche bis zum absoluten Limit hochschrauben. Selbst für graue Mäuse, die im realen Offline-Leben nie angesprochen werden, bleibt online was übrig. Wobei, das wäre in den meisten Fällen untertrieben, denn viel eher wird ihnen dort eine nie gekannte, völlig überwältigende Flut von Aufmerksamkeit zuteil. Gerade für diese Frauen ergeben sich in der Online-Welt ungeahnte Möglichkeiten. Vom verschmähten Mauerblümchen plötzlich zur begehrten Prinzessin. Das kann einen ganz schönen Kick bedeuten, der dazu verführt, sein Beziehungsleben nur noch übers Internet zu regeln. Diese Sorte Frauen ist dann auch am meisten von den Suchtgefahren bedroht, die das Medium mit sich bringt. Schaut euch um, es gibt eine nicht unerhebliche und zunehmende Zahl von Tinder-Abhängigen.Insgesamt bleiben aber auch die höchstens durchschnittlich attraktiven Frauen, besonders die älteren, alleinerziehenden oder sehr gebildeten eher unzufrieden zurück. Sie alle haben in den meisten Fällen zwar prinzipiell keine Probleme, Männer zum Daten zu finden. Jedoch merken sie, dass sich diejenigen, die sie gerne hätten, nicht fest binden wollen. Warum ist das so? Nun, wie wir gesehen haben, können Frauen beim Anbahnen von Online-Dates zunächst mal höhere Ansprüche durchsetzen. Allerdings: sich mit einem von den "guten" Männern zu treffen und ihn an sich zu binden sind zwei komplett unterschiedliche Paar Schuhe. Wie gesagt, Alpha-Männer haben ihrerseits die freie Auswahl. Die müssen sich nicht festlegen und schon gar nicht auf diesen Typ Beta-Frau. Vielmehr nutzen sie die Gunst der Stunde und lassen ihren biologischen Trieben freien Lauf. Und so wird dann oft lediglich Sex angeboten aber keine Beziehung. Denn dazu müsste sie ihm einen Grund geben, warum er unter den vielen, die er haben kann ausgerechnet sie nehmen sollte. Und dieser Grund lässt sich nur schwer finden.Die triebhaftere Männerwelt sieht im Online-Dating zunächst einmal tatsächlich auch eine Möglichkeit, ihre sexuellen Bedürfnisse zu befriedigen. Dabei gilt meistens: Je größer die eigenen Chancen bei der Damenwelt, desto größer der Schritt von unverbindlichem Sex zu einer festen Beziehung. Frauen lassen sich durch die scheinbar großartige Auswahl an datewilligen, paarungsbereiten, attraktiven Männern zu sehr blenden. Und manche Jungs ziehen dabei alle Register. Besonders bei den etwas naiv veranlagten Damen verursacht das einen unverhältnismäßigen Ego-Push, der teilweise sogar in der Realität beobachtbare kuriose Auswirkungen mit sich bringt. Sie bilden sich ein, sie hätten tatsächlich bei den ganzen tollen Männern eine ernsthafte Chance und kommen sich daher auch in der Öffentlichkeit begehrenswerter vor, als sie wirklich sind. Die Männer aus der zweiten Reihe hingegen, die für sie realistischerweise in Frage kommen und ein adäquates Match darstellen würden, werden mitunter gar nicht erst in Betracht gezogen. Das kann schon fast tragisch ausgehen, wenn einem guten Kerl, der wirkliches Interesse nicht nur vorheuchelt sondern ernsthaft bekundet, zugunsten des ständigen Gedankens, es könne ja auch mit einem "besseren" klappen, keinerlei Beachtung geschenkt wird. Und hier sieht man, wie dämlich es sein kann, Kategorien wie "gut" oder "schlecht" allein auf Äußerlichkeiten zu beziehen, so wie es durch Tinder propagiert wird.Das Ganze ist ein Trugschluss, eine Mogelpackung. Die hohen Ansprüche, die Frauen beim Daten von Männern zunächst in der Lage sind durchzusetzen, fallen ihnen danach wieder auf die Füße. Eine Frau, die einen Mann sucht, der dann auch bleibt, muss wesentlich mehr Kompromisse bei der Auswahl eingehen. Get real! Ansonsten bekommt ihr höchstens Sex- aber keine Beziehungsangebote. Das Gequengel darüber kennt man. Ja, richtig gelesen: Die Frauen sind schuld! Nein, eigentlich das Testosteron! Haha!

comment

0.02 sec • © Coriola.com