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Monday 26 December 2011 - 16:31:34 by Splitney
Overave Reloaded - Here we grow again

Just chiming in to announce that from now on the website Overave.com is in full effect. It contains thousands of beautiful events for your pleasure.Along with this great news I've also come here to tell ya that the era of Splitney is over. Now refocusing on Overave in 2012 and ready to turn that into a success..Keep it up! Bye!

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Sunday 23 October 2011 - 06:29:29 by Splitney
Mit Amen vom Berlin-Hype schmarotzen

Amen ist eine neue Meinungsplattform. Gähn. Die besonderen Kennzeichen liegen eigentlich alle außerhalb der Produktsphäre: namhafte Investoren, unter anderem Äschtn Kutscher, oh wie toll. Als Hauptsitz haben sie Berlin gewählt, der wohl derzeit präferierte Standort für alles, was hip sein soll. Und das ärgert mich. Denn Berlin hat so einen Scheiß nicht verdient.Amen machte es spannend mit Ankündigungen im Vorfeld des Launchs. Die einschlägigen Jubelperser aus den Medien haben sich leider mal wieder einspannen lassen und mehrere unreflektierte Lobhudel-Artikel auf die Webanwendung geschrieben - teilweise, als sie selber noch nicht einmal wussten, was überhaupt geboten wird (Beta-Invite und so, wissenschon). Zugleich die mittlerweile übliche Leserschelte: man solle nicht so rumnörgeln, das wäre ja wieder typisch Deutsch, blablabla. Ein paar der Kommentatoren blickten den Vorgang genauso wenig und stimmten mit überein, dass es ja - ungeachtet der gelieferten Qualität - in jedem Fall eine tolle Sache für Berlin und Deutschland sei, wenn so tolle angesagte Startups von hier aus so einen Hype entfachen.Falsch. Völlig überzogene Werbung in Verbindung mit einem miserablen Produkt ist *nie* eine tolle Sache. Ist das Produkt schlecht, gibt es nämlich überhaupt keine Existenzgrundlage, auch nicht für eine PR-Kampagne. Gerade im Web-Business, wo Projekte es ohne Preisdifferenzierung in den Markt schaffen müssen, sollte der Ausgangspunkt für sämtliche Kommunikationsmaßnahmen immer ein Top-Angebot sein. Von einem Top-Angebot kann man ausdrücklich nicht sprechen, wenn auf einer großkotzig angekündigten Community-Plattform die paar nutzergenerierten Inhalte - wie zu erfahren ist - größtenteils von CEO Felix Petersen persönlich erstellt werden. Manche reden hier inzwischen schon spöttisch von der "Petersenquote", die stellenweise über 80 Prozent des ohnehin schwer vermittelbaren Contents betragen soll, der ausschließlich ein winziges, flüchtiges Follower-Grüppchen bedient.Mit solch blödsinnigen Webkonzepten, wie sie uns Amen hier bietet, wird der Startup-Landschaft in Deutschland und insbesondere dem Ruf Berlins ein Bärendienst erwiesen und allenfalls verbrannte Erde für diejenigen Projekte hinterlassen, die wirklich was reißen könnten. Dahinter steckt diesmal ein vorwiegend amerikanisches Konglomerat aus Netzinvestoren, die es marketingstrategisch offenbar darauf abgesehen haben, mal ordentlich vom Berlin-Hype zu saugen - und denken, uns für dumm verkaufen zu können. Es wird immer noch versucht, mit heißer Luft einen ROI zu generieren. Die unbedarften, zu jedem PR-Gewäsch aus der Branche Beifall klatschenden Medien sind da nach wie vor gerne behilflich. Zum Glück, kann man nur sagen, ist der deutsche Verbraucher und Netznutzer aber eher kritischer Natur. Amen ist unten durch, jetzt schon und vollkommen zurecht.

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Thursday 22 September 2011 - 04:05:32 by Splitney
Woran starb Robin Meyer-Lucht?

Blogbetreiber und Strategieberater Robin Meyer-Lucht (38, Carta.info) ist tot.
Ich möchte jetzt eigentlich gar keine Diskussion anzetteln, ob die Öffentlichkeit ein "Anrecht" darauf hat, zu erfahren, wie eine Person des öffentlichen Lebens um selbiges gekommen ist. Erst vor wenigen Wochen hatten wir bei Bekanntwerden des Todes des Netzaktivisten Jörg-Olaf Schäfers die gleiche Situation: Angehörige und persönliche Freunde, denen die Todesursache bekannt sein dürfte, liefern für die vernetzten Bekannten des Verstorbenen keine im Internet abrufbaren Informationen.Obwohl man den prinzipiellen Wunsch nach Diskretion verstehen kann, bin ich der Auffassung, dass es im konkreten Fall gar keinen Sinn macht, statt den Sachverhalt zu klären, ihn - Entschuldigung - totzuschweigen.Möglicherweise werden viele Google-Besucher allein durch den obigen Titel auf diesen Blogeintrag stoßen. Während mir der daraus generierte Traffic relativ egal ist, kann er aber - falls es dessen überhaupt bedarf - durchaus als ein Beweis gesehen werden, dass in der Netzgemeinde ein öffentliches Interesse an der Todesursache von Robin Meyer-Lucht besteht. Bis dato scheint einigermaßen verkannt worden zu sein, dass mittlerweile ein erweitertes Spektrum von Prominenz entstanden ist. Es besteht nicht mehr nur aus bekannten Persönlichkeiten der Offline-Welt, sondern zunehmend eben auch aus Leuten, die durch ihre spezielle Tätigkeit im Netz im Rampenlicht stehen und von dort ein beachtliches Publikum erreichen.Die Frage nach dem "Warum" stellt sich für viele Menschen automatisch. Was vollkommen verständlich ist, den Rezipienten fehlen für sie wichtige Informationen und sie suchen danach. Im Zeitalter der digitalen sozialen Vernetzung geht die Antwort "Das geht keinen was an" im besagten Fall nach hinten los. Transparenz heißt das neue Zauberwort - auch und gerade im Internet.Wird das Transparenzgebot in den Reihen der potenziellen Informationsquellen unzureichend beachtet, passiert folgendes: Statt allgemeine Klarheit zu haben, öffnet sich notgedrungen Raum für - teils wilde - Spekulationen. Ob das nun im Sinne der Angehörigen, geschweige denn des Toten ist? Aus dem Informationsdefizit entstehen Vermutungen, die man sich aus den im Netz ohnehin vorhandenen Informationsbruchstücken zusammensetzt - wodurch wiederum neue Theorien emporkommen, die inhaltlich weiterverwendet werden. Ein natürlicher Prozess, den keiner verbieten kann. Durch das Internet haben wir gelernt, Antworten auf unsere Fragen zu verlangen und diese schließlich auch zu bekommen.Mutmaßungen, keine Fakten:
- Robin Meyer-Lucht hatte - womöglich auch aufgrund der enttäuschenden Wirtschaftlichkeit seiner Projekte - Depressionen und beging Selbstmord.
- Jörg-Olaf Schäfers starb an den gesundheitlichen Folgen von Adipositas.
Comments below.

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Tuesday 02 August 2011 - 15:49:31 by Splitney
Google Plus - gleiches Schicksal wie Twitter

Ja, massiv vorgegriffen, so wie es mir Spaß macht. Denn ein dahinsiechendes Ende von Twitter ist ja noch gar nicht wirklich abzusehen. "Kenner" der Szene behaupten jedoch schon die Ersetzung des Webdienstes durch Google Plus. Was allerdings unter den Teppich gekehrt wird: Twitter ist nie im Mainstream, sprich bei den Leuten angekommen, nicht mal annähernd. Was bedeutet das also für Google Plus, gerade auch im Vergleich zu Facebook?Charakterisierend für Twitter ist, dass der Dienst es nicht über die Beteiligungsgrenze der ganzen Web-Nerds hinaus geschafft hat. Eat this: Cirka 1 Prozent der deutschen Internet-User nutzen Twitter regelmäßig. Wenn man Twitter unter "normalen" Menschen erwähnt, erntet man höchstens ein mitleidiges Lächeln. Ein weitgehend ersetzbares bzw. überflüssiges Tool. Sage also nicht nur ich und Leute, denen "Instant Messenger" bereits in der Vergangenheit ein Begriff war, sondern 99 Prozent der Bevölkerung. Dass dieser Umstand in der Netzszene total ungläubig wahrgenommen und verdrängt wird, liegt wohl in erster Linie daran, dass diese Gruppierung sich inzwischen buchstäblich weitgehend von der Realität entfernt hat und komplett in ihrem eigenen Saft schmort. Es entsteht von außen der Eindruck, dass viele fast nur noch virtuelle Freunde haben, die sie gar nicht persönlich kennen aber die ausnahmslos auf ihrer Linie sind. Das Netz macht es ja auch so easy, gleichgesinnte und gleichgeschaltete Individuen zu finden, mit anderen gibt man sich ja gar nicht mehr ab. Das Netz als Filter und die Filter des Netzes. Der Blick für das Real-Life scheint weitgehend verloren zu gehen, selbst früher kritische Netzavantgardisten sind wie umgekrempelt und philosophieren plötzlich ebenfalls über die tolle neue Social-Netzwelt. Ganz zu schweigen von den ganzen Marketern, die ja schon berufsbedingt immer nach dem neuesten Hype Ausschau halten müssen. Natürlich geht es um Early-Adopter, aber wenn die es so offensichtlich nicht schaffen, andere mitzuziehen, sind Kampagnenerfolge doch immer nur stark begrenzt. Wer braucht Agenturen, die sich gegenseitig Werbeplakate vors Gesicht halten? Und Twitter Ads anyone?Google Plus ist zur Zeit die schon bekannte Ansammlung von Webbeschäftigten, Beratern, Werbern, PR-Heinis, SEOs und Tech-Nerds. Nach der Öffnung für die Allgemeinheit wird es Google genau wie Twitter kaum gelingen können, über diejenigen hinaus, die sowieso immer dabei sind und alles ausprobieren müssen, nennenswerte Potenziale zu erobern. Das gemeine Volk ist froh damit, dass es gerade den Sprung auf Facebook geschafft hat. Ein Network, das die User kanalisiert von anderen Plattformen angesogen hat, mit der Usability, die sie brauchen. Dort sind "unsere" Leute. Es besteht kein Anreiz zu wechseln, ein paar neue Features sind keinesfalls ausreichend, die große Mehrheit zu bewegen.Die sich angesprochen gefühlte Zielgruppe von Google Plus und Twitter hingegen ist mehr oder weniger identisch. Im Gegensatz zur trägen Masse auf Facebook ist sie in sich geschlossen, heiß auf Neues und hochflexibel. Google Plus ist zweifellos gut gemacht und wesentlich nachhaltiger, größer und strukturierter als das mediokre Twitter. Deshalb lässt nun das einschlägige Grüppchen den alten Versammlungsort nach und nach fallen. Und nutzt bis auf Weiteres - sich gegenseitig seiner Avantgarde und Wichtigkeit versichernd - eben das neue, bessere Networking-Tool. Da dieses Publikum allerdings in der größeren Perspektive vernachlässigbar klein ist, kann aus Google Plus keine ernsthafte Konkurrenz zu Facebook werden.

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Thursday 23 June 2011 - 01:39:58 by Splitney
Pleite gehen lassen

In der sogenannten freien Wirtschaft ist es so: Wenn ein Geschäftskonzept nicht trägt, geht dem Unternehmer das Geld aus. Er geht pleite - sozusagen als "gerechte Strafe" seines betriebswirtschaftlichen Unvermögens. Ungeachtet dessen erhält nach einem sauberen Konkurs aber jeder Geschäftsmann die Möglichkeit, sein Glück erneut zu versuchen, aus seinen Fehlern zu lernen und mit einer neuen Idee wieder durchzustarten.Was passiert aber nun, wenn man dem Akteur bei Zahlungsunfähigkeit - wie bei einer Banken- oder Staatsrettung - frisches Geld an die Hand gibt, ihn also nicht seiner gerechten Pleite zuführt?1. Er lernt schlechter aus Fehlern. Als "Bestrafung" erhält er statt des Verbots, die Geschäfte auf bisherige Art weiterzuführen, ein paar mahnende Worte - und neues Geld. Es entsteht ein falsches Bewusstsein für gute oder schlechte betriebswirtschaftliche Entscheidungen. Zudem verhindert man, ihm die Möglichkeit eines Neustarts aufzuzeigen, um es beim nächsten mal besser machen zu können.2. Seine Risikoeinstellung bessert sich nicht. Durch das Nachschießen von fremdem Geld werden eigene Fehler nicht geahndet, sondern abgefedert. Diese Erfahrung kann ihn zu der Annahme verleiten, dass beim nächsten Verlust ebenfalls wieder Andere einspringen. Dies antizipierend, verhält er sich nicht vorsichtiger, sondern lässt sich womöglich auf noch riskantere Geschäfte ein."Too big to Fail" ist das Argument, welches wir seitens der Wirtschaftspolitik gerne hören, wenn es wieder mal um einen milliardenschweren Bailout geht. Dabei sind die psychologischen Auswirkungen einer Intervention Dritter vom Einzelunternehmer problemlos auch auf Bankenvorstände oder Finanzpolitiker übertragbar. Nur dass die Pleite einer Großbank oder eines Staates naturgemäß viel größere Schadenskreise zieht. Genauso aber auch deren Rettung durch Sozialisierung der Schulden. Die Auswirkungen von Finanztransaktionen bei Makroeinheiten sind so oder so größer und unüberschaubarer als bei Mikroeinheiten. Sowohl der Bailout als auch das Pleite gehen lassen sind per se Entscheidungen mit unangenehmen, schwer abzusehenden volkswirtschaftlichen Konsequenzen.Womit macht man aber nun wohlfahrtstechnisch weniger kaputt bzw. zerstört auch langfristig weniger Kapital, Vertrauen, Moral und Leistungsfähigkeit bei allen Wirtschaftssubjekten?Genau hier kommen die beiden oben genannten Punkte wieder ins Spiel. Das Hineinpumpen von Steuergeldern in den maroden Betrieb setzt falsche Anreize und schafft die Gefahr eines Fasses ohne Boden. Die Absicherung privater Investitionsrisiken durch staatliche Garantien bewirkt nicht mehr Vorsicht, sondern allenfalls das Gegenteil: eine Verschiebung hin zu noch riskanteren Geschäften. Oder auch: eine Umverteilung zu den Reichen, denn der solide Kleinanleger wird letztendlich durch die vom Staat geretteten spekulativen Investoren benachteiligt. Wenn riskantere Geldanlagen nicht mit adäquaten Konsequenzen bis hin zum Totalverlust bedroht sind, wird die Gier nach hohen Renditen nicht gestoppt, sondern sogar noch beflügelt. Oben bedient man sich weiterhin, während man unten die Zeche zahlt.Privatisierung von Gewinnen und Sozialisierung von Verlusten? Vermögensrettung für betuchte Renditejäger? Wir zahlen nicht für eure Krise! Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende: Lasst es zu, dass Marktteilnehmer rechtzeitig Pleite gehen können und tragt das Ausfallrisiko jetzt anstatt es durch eine staatlich legitimierte Konkursverschleppung immer weiter auf Unbeteiligte zu verteilen!

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